Flecken in Auslegware entfernen

Erfahren Sie in diesem Artikel wie man Flecken in Auslegware mit Hausmitteln entfernen kann.

Flecken in Auslegware entfernen
Wie Flecken in Auslegware entfernen?
Beispielfoto: © Andrey Popov

Flecken in Auslegware: So werden sie entfernt

Auslegware, häufig auch schlicht Teppichboden genannt, ist ein beliebter Bodenbelag. In Innenräumen sorgt Auslegware für Gemütlichkeit, Wärme an den Füßen und lässt sich farblich bestens an die individuellen Vorstellungen anpassen. So flexibel Auslegware auch ist, so ärgerlich sind Flecken auf ihr. Mit einigen Tricks jedoch lassen sich kleine und größere Malheure schnell entfernen.

Wer schnell reagiert, verbessert die Erfolgschancen

Grundsätzlich gilt bei Flecken in Auslegware: je länger die Verunreinigung einziehen kann, desto aufwändiger fällt der Reinigungsprozess aus. Immerhin besteht Auslegware aus textilen Fasern. Und auch wenn diese heute für gewöhnlich mit einer schmutzabweisenden Schicht überzogen sind, kann hartnäckiger Schmutz eindringen. Kommt es zu einem Malheur, heißt es also, sich möglichst zügig um die Erstversorgung zu kümmern. Flüssigkeiten beispielsweise sollten am besten sofort mit einem saugfähigen Küchentuch aufgenommen werden. Das Tuch wird hier einfach auf den Fleck gelegt und behutsam angedrückt. Wer reibt, vergrößert die Verunreinigung unnötig.

Hausmittel können bei Flecken in Auslegware helfen

Es gibt einige Hausmittel, die bei Flecken in Auslegware zum Einsatz kommen können. Entscheidend für die Auswahl des passenden Mittels ist jedoch die Art des Flecks. So muss Rotwein selbstverständlich anders behandelt werden als Schokolade oder Kugelschreiber.

Für Flecken, die von Rotwein, Kaffee oder auch Säften herrühren, hilft Mineralwasser als erste Maßnahme nach dem Abtupfen der Flüssigkeit. Das Wasser wird auf den Fleck gegossen und dann erneut abgetupft. Je nach Intensität des Flecks muss dieser Vorgang mehrfach wiederholt werden, bis die Verunreinigung so gut wie möglich beseitigt ist. Bleiben dann Schatten zurück, können diese mit konventionellem Glasreiniger behandelt werden. Er sollte nicht gefärbt sein, um unerwünschte Hinterlassenschaften auf der Auslegware zu vermeiden. Für die Fleckbehandlung wird der Glasreiniger auf die verunreinigte Stelle gesprüht, darf etwa zehn Minuten einwirken und wird anschließend mit etwas lauwarmem Wasser und einem farbechten Tuch ausgewaschen.

Sind Schokolade, Wachs oder auch Kaugummi verantwortlich für einen unschönen Fleck auf der Auslegware, ist Kälte das Mittel der Wahl. Zunächst wird der Schmutz mit einem Eiswürfel oder auch mit Kältespray heruntergekühlt, bis er sich verhärtet hat. Anschließend kann er mit einem Messer abgeschabt werden. Falls nach der Behandlung noch sichtbare Rückstände übrig bleiben, ist der bereits erwähnte Glasreiniger die beste Option.

Es kommt vor, dass Kinder beim Malen nicht nur das Papier, sondern auch die Auslegware "verschönern". Ob Kugelschreiber, Filzstift oder auch Wachsmalstift: Hier hilft der behutsame Einsatz von Waschbenzin. Das Benzin wird auf ein farbechtes Tuch gegeben und vorsichtig auf den Fleck getupft, bis dieser verschwunden ist. Nach der Behandlung lohnt sich das Auswaschen mit klarem Wasser.

Wer Haustiere hält, könnte hin und wieder auch Urinflecken auf der Auslegware finden. Das riecht nicht nur unangenehm, sondern sorgt für eine gleichermaßen unschöne Verunreinigung. In diesem Fall hilft das Auftragen einer Mischung aus Essig und Wasser. Etwa 200 Milliliter Wasser und drei Esslöffel Essig sollten gut vermischt und anschließend auf den Fleck gegeben werden. Mit klarem Wasser wird diese Mixtur dann immer wieder abgetupft, bis die Verdunkelung verschwunden ist.

Vorsicht bei der Reinigung

Alle erwähnten Hausmittel erweisen sich im Umgang mit Flecken in Auslegware als durchaus praktikabel. Dennoch ist es entscheidend, die individuelle Beschaffenheit des Bodenbelages zu berücksichtigen. Sonst nämlich kann es passieren, dass erst die Reinigung für Beschädigungen sorgt, die sich dann kaum mehr entfernen lassen. Der Austausch der Auslegware ist dann unter Umständen die einzig verbleibende Lösungsmöglichkeit.

Daher ist es absolut notwendig, jedes Mittel vor seinem Einsatz an einer verdeckten Stelle zu testen. Gibt es keine solche Stelle, hilft es, ein Stück Verschnitt zu verwenden. Hierfür sollte der Verschnitt nach dem Verlegen der Auslegware an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Im Ernstfall dann kann hieran gefahrlos getestet werden, wie sich das Reinigungsmittel auf Farbechtheit und Beschaffenheit auswirkt.
Text: A. W. / Stand: 13.06.2018

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