Wäsche trocknen

Frau beim Wäsche aufhängen
Wer schon beim Aufhängen der Wäsche ordentlich arbeitet,
spart sich einiges an Bügelarbeit - Foto: © detailblick

In jedem Haushalt fällt regelmäßig Schmutzwäsche an, welche gewaschen werden muss. Familien mit kleinen Kindern sind dabei deutlich häufiger bei dieser Hausarbeit anzutreffen als beispielsweise Singles. Das richtige Waschen ist zwar keine Wissenschaft für sich - trotzdem gibt es dabei einige Punkte zu beachten, damit am Ende nicht das weiße Shirt einen rosa Schimmer erhalten hat oder die Jeans durch zu hohe Temperaturen eingelaufen sind. Wenn die Wäsche aus der Maschine kommt, muss sie natürlich getrocknet werden. Hierbei haben Hausfrauen und Hausmänner die Wahl zwischen dem Trocknen an der Luft und dem Trocknen im Wäschetrockner. Wann immer möglich sollte die Wäsche im Freien an der frischen Luft trocknen - genauso, wie es schon vor etlichen Jahren unsere Großmütter getan haben.

Tipps zum Wäsche trocknen

Aber kann man die Wäsche auch bei Frost draußen trocknen? Was ist zu beachten, wenn man die Wäsche in der Wohnung trocknet? Das und mehr erfahren Sie auf den folgenden Seiten:

Das Trocknen an der Luft - natürlich frische Wäsche

Frisch gewaschene Wäsche, welche im Wind flattert - auch in Zeiten der Wäschetrockner ist dies immer noch die beste Variante um seine Wäsche trocken zu bekommen. Sonne, Licht und Luft trocknen Bekleidungsstücke und Haushaltstextilien schonend und die Wäsche riecht anschließend so richtig angenehm frisch. Hinzu kommt, dass die Sonne ein natürliches Bleichmittel gegen Flecken ist. Auch hartnäckige Verschmutzungen, wie etwa Möhrenflecken, können so auf natürliche Art und Weise zum Verschwinden gebracht werden. Weiterer Vorteil: das Trocknen auf der Leine oder dem Wäscheständer kostet keinen Cent Strom! Eine Tour im Wäschetrockner dagegen schlägt jeweils mit ca. 50 Cent zu Buche.

Der geeignete Ort zum Wäsche aufhängen

Idealerweise hängen Sie Ihre Wäsche draußen an der frischen Luft auf. Wohnen Sie in einer Mietwohnung, so erkundigen Sie sich bitte, ob Sie auf dem Balkon oder im zur Wohnung gehörigen Garten einen Wäscheständer aufstellen oder eine Leine ziehen dürfen. Leider ist dies nicht überall erlaubt, da Wäsche zum Trocknen angeblich unschön aussieht und dieser Anblick anderen Mietern nicht zugemutet werden kann. Zugegeben: eine recht fragwürdige Einstellung! Doch zum Glück sind die meisten Vermieter in dieser Hinsicht kulant und Eigenheimbesitzer haben mit diesem Thema erst recht keine Probleme. Ein Wäscheständer passt auch auf den kleinsten Balkon und sollte Petrus doch einmal unverhofft seine Schleusen öffnen, so ist der Ständer auch schnell in die Wohnung gestellt. Haben Sie einen Garten, so können Sie beispielsweise auch zwischen den Bäumen eine Wäscheleine ziehen und dort Ihre Kleidungsstücke aufhängen. Perfekt wäre ein überdachter Bereich (etwa unter einem großen Carport oder einer Terrasse), wo die Wäsche im Wind flattern kann und doch auch gleichzeitig vor Regen geschützt ist.

Das ideale Wetter zum Trocknen

Klar, bei Regen stellt sich wohl keine Hausfrau in den Garten und befördert ihre Wäsche auf die Leine. Am besten suchen Sie sich für die Wäsche einen warmen, sonnigen Tag aus, an dem auch noch ein leichter Wind weht. Natürlich trocknet die Wäsche auch im Schatten, doch wenn die Sonne scheint, so geht es einfach schneller. Doch Achtung: Handtücher und andere Textilien aus Frottee werden in der prallen Sonne schnell prasselig und hart.
(Harte Handtücher weich machen) Denken Sie also daran, sie rechtzeitig wieder abzunehmen! Ist es draußen kalt, so hängen Sie Ihre Wäsche bereits in den Vormittagstunden hinaus und nehmen sie ab, bevor es abends draußen wieder feucht wird. Übrigens: eine leichte Brise ist ideal, da sie die Falten aus der Wäsche nimmt und Sie so deutlich weniger Arbeit beim Bügeln haben.

Richtig aufhängen - so geht's!

Wer seine Wäsche korrekt aufhängt, der kann unter Umständen bei einigen Kleidungsstücken auf das lästige Bügeln verzichten. Auf jeden Fall ist es empfehlenswert, die Wäsche direkt nach Beendigung des Waschganges aus der Maschine zu nehmen und diese dann einzeln gut auszuschütteln und in Form zu ziehen. Hier bekommen Sie noch ein paar konkrete Tipps, wie Sie die einzelnen Bekleidungsteile am besten zum trocknen aufhängen:

  • T-Shirts und langärmelige Shirts werden mit dem Bund ein wenig über die Leine gelegt und dann an den Seiten jeweils mit einer Wäscheklammer befestigt
  • Röcke, lange Hosen und Shorts werden am Bund aufgehängt und dort mit zwei Klammern befestigt
  • Socken werden an der Spitze aufgehängt. Zu einigen Wäscheständern werden spezielle Sockenhalter angeboten, in denen Sie die Socken einfach einklemmen können (spart enorm Zeit)
  • Kleider, Hemden und Blusen trocknen am besten auf einem Kleiderbügel. So werden Falten vermieden. Auch Jacken kommen zum Trocknen am besten auf den Bügel.
  • Strickwaren, wie Pullover oder Strickjacken, werden am besten liegend getrocknet
  • Bettbezüge werden so aufgehängt, dass die Öffnung zum Wind zeigt. Der Bezug bläst sich dann wie ein Segel auf und trocknet deutlich besser und mit weniger Falten.

Lästige Abdrücke von Klammern lassen sich kaum vermeiden. Platziert man sie an unauffälligen Stellen (zum Beispiel nahe einer Naht), so fallen sie weniger auf. Mit einem leichten Trick lassen sich die Abdrücke jedoch schnell minimieren: reiben Sie einfach den Stoff an den betroffenen Stellen leicht aneinander und schon sind die Abdrücke kaum noch zu sehen.

Wäsche aufhängen kann viel mehr als nur eine Haushaltsbeschäftigung sein. Verrichten Sie diese Arbeit doch einmal mit etwas mehr Achtsamkeit. Nehmen Sie den frischen Duft der Wäsche in sich auf, lauschen Sie dabei den zwitschernden Vögeln im Garten und erfreuen Sie sich an der Sonne, die warm Ihre Nasenspitze kitzelt.
Text: K. L. / Stand: 21.03.2017

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