Gardinen waschen leicht gemacht

ein Fleck
Nach dem Waschen erstrahlen die Gardinen wieder
in neuem Glanz - Foto: © japolia

Gardinen machen die Wohnung gemütlicher und halten neugierige Blicke der Nachbarn oder Passanten ab. Sie sind jedoch auch Staubfänger oder verschmutzen durch den Ruß des Kamins, durch Nikotin bzw. Fett und Schmutz während des Kochens. Farbe und Ansehnlichkeit von Gardinen halten Sie nur in Schuss, wenn Sie Ihre Gardinen mehrmals im Jahr waschen.

Früher war das eine Tagesaufgabe. Gardinen abnehmen, Aufhänger abmachen, Gardinen in der Badewanne ins Wasser legen und dann irgendwo tropfnass aufhängen. Anschließend die Aufhänger wieder anbringen und die Gardinen aufhängen. Heute kann man die Aufhänger dran lassen und die Gardinen mit einem entsprechenden Waschmittel einfach in die Waschmaschine geben!

Tipps für die Gardinenwäsche

Doch sollte man dabei einiges beachten, damit die Gardinen nach der Wäsche nicht nur sauber, sondern auch glatt sind:

Wie oft müssen Gardinen gewaschen werden?

In Haushalten ohne große Belastung durch Schmutz reicht es aus, zwei Mal pro Jahr die Gardinen in die Maschinenwäsche zu geben. Raucher oder Nutzer eines Kaminofens bzw. eines offenen Kamins müssen häufiger den Stoff waschen. Ebenso Gardinen in Küchen oder Vorhänge, die an Fenstern neben stark befahrenen Straßen hängen. Sie sollten bis zu vier Mal jährlich gereinigt werden.

Vorbereitungen für das Gardinenwaschen

Nehmen Sie die Gardinen erst kurz vor der Wäsche von der Gardinenstange, damit beugen Sie den ersten Knittern vor. Schütteln Sie sie danach ordentlich am offenen Fenster aus. So wird bereits ein Teil des Schmutzes gar nicht erst in die Maschine gegeben. Rollen, Gleiter oder Haken aus Plastik, die fest ins Reihband eingefädelt sind, dürfen gern dort bleiben, sofern der Stoff nicht äußerst filigran ist. Sehr empfindliche Gardinenstoffe könnten jedoch durch sie beschädigt werden, daher sollte der obere Teil der Gardine in diesem Fall vorsichtshalber in ein Wäschenetz bzw. eine Feinstrumpfhose gegeben werden. Alternativ kann die Gardine in einem Kopfkissenbezug gewaschen werden. Oft werden die Größe und das Gewicht einer Gardine unterschätzt. Laden Sie eine Trommel nur zu einem Drittel mit Gardinenstoff voll, so vermeiden Sie Knitter und verbessern das Waschergebnis.

Waschprogramm mit Bedacht wählen

Nicht jede Waschmaschine hat ein Programm für Gardinenwäsche. Daher nutzen Sie das Pflegeleicht-Programm mit 30°C und stark reduzierter Schleuderzahl mit maximal 400 Umdrehungen. Achten Sie immer auf das Pflegetikett des Herstellers. Haben Sie die Gardinen selbst genäht, gibt Ihnen beim Kauf der Händler Auskunft über die Waschanweisungen für den Stoff.

Die Wahl des Waschmittels

Je nachdem ob Sie weiße Stores oder farbige Übergardinen waschen, brauchen Sie ein unterschiedliches Waschmittel. Weißer Gardinenstoff wird mit einem Vollwaschmittel gewaschen, Feinwaschmittel ist unnötig. Im Idealfall haben Sie direkt Gardinenwaschmittel aus der Drogerie vorrätig. Vollwaschmittel enthält bereits leichte Bleichmittel und optische Aufheller. Übergardinenstoff hingegen wird mit einem milden Feinwaschmittel gewaschen, um die Farben zu schützen und wieder zu aktivieren. Auch wenn Sie aufgrund von weichem Wasser normalerweise keinen Weichspüler verwenden, macht dessen Einsatz bei der Gardinenwäsche Sinn. Die Knitterbildung wird minimiert, die statische Aufladung und damit das Anziehen von Staub reduziert.

Vergilbte Vorhänge

Gerade weiße Gardinen neigen dazu zu vergilben oder einen Grauschleier zu bekommen. Um sie erneut in strahlendem Weiß zu sehen, hilft ein einfacher Hausfrauentrick. Ein Päckchen Backpulver zum Waschgang hinzugeben und die Gardinen strahlen wieder. Alternativ können Sie gern zu einer Appretur greifen. Fertige Mittel um Gardinen zu appretieren finden Sie in jeder Drogerie. Darin enthalten sind weiße Pigmente, die sich wie ein Schleier über den grauen Stoff legt, die Gardinen wirken viel weißer dadurch.

Gewaschene Gardinen trocknen

Gardinen werden in der Regel noch feucht aufgehängt. Sie hängen sich durch das Eigengewicht oder aufgrund eines Bleibandes aus. Besonders leichte Gardinen neigen trotz geminderter Schleuderzahl zum Knittern. Sie können hängend mit dem Dampf eines Dampfbügeleisens ohne direkten Kontakt zur Gardine geglättet werden. Hängen Sie die Vorhänge noch feucht auf, so legen Sie bei Bedarf Handtücher oder Zeitung unter den Stoff, um Tropfen auf dem Boden aufzufangen. Ein geöffnetes Fenster im Sommer bzw. die Heizung im Winter beschleunigen den Trocknungsvorgang.

Die meisten Gardinen sind heute ohne Probleme für eine Maschinenwäsche geeignet. Achten Sie dennoch auf das Pflegesymbol und waschen Sie gegebenenfalls die Gardinen von Hand. Nach längerem Abtropfen auf der Leine über der Badewanne oder auf dem Balkon können auch sie feucht aufgehängt werden.
Text: C. D. / Stand: 22.06.2017