Bad putzen in 10 Schritten

Bad putzen
So machen Sie das Badezimmer richtig sauber! Foto: © Dariusz Jarzabek - stock.adobe. com

Kalk auf den Armaturen, Seifenfilm in der Dusche, Spritzer auf dem Spiegel – das Bad verschmutzt schneller als jeder andere Raum in der Wohnung. Das liegt schlicht daran, dass hier täglich Feuchtigkeit, Kalk und Körperpflegerückstände zusammenkommen. Wer das Bad regelmäßig putzt, hat deshalb weniger zu tun: Frische Verschmutzungen lassen sich in ein paar Minuten beseitigen, eingetrockneter Kalk oder Schimmel kosten ein Vielfaches an Zeit.

Wie oft das Bad geputzt werden sollte, hängt von der Nutzung ab. Bei einem Mehrpersonenhaushalt ist ein wöchentlicher Grundputz sinnvoll, ergänzt durch kurze Zwischenreinigungen alle zwei bis drei Tage. Wer nach dem Duschen kurz den Abzieher über die Scheibe zieht und die Armaturen mit einem trockenen Tuch abwischt, lässt den Kalkfilm gar nicht erst entstehen.

Teure Spezialreiniger braucht man dafür übrigens selten. Essigreiniger und Zitronensäure lösen Kalk genauso zuverlässig wie viele Markenprodukte, sind günstiger und schonen die Oberflächen. Für hartnäckige Flecken in der Toilette hilft Backpulver, und Mikrofasertücher erledigen auf Spiegel und Armaturen mehr als jedes Spezialtuch.

Tipps zum Bad putzen:

Für die größeren Aufgaben im Bad – Kalk auf Armaturen, Urinstein in der Toilette, Stockflecken im Duschvorhang – haben wir ausführliche Anleitungen zusammengestellt:

Das Bad putzen in 10 Schritten:

Mit einem festen Ablauf geht die Badreinigung zügiger und gründlicher. Das Prinzip: immer von oben nach unten, und immer von sauber nach schmutzig – also zuletzt die Toilette, zuletzt den Boden.

  • Schritt 1: WC-Reiniger einwirken lassen
    Geben Sie den WC-Reiniger als erstes in die Toilette. Während Sie den Rest des Bades putzen, kann er arbeiten – das spart Zeit und macht das anschließende Schrubben leichter.
  • Schritt 2: Aufräumen und vorbereiten
    Räumen Sie Duschvorleger, Waage und Wäschekorb aus dem Weg. Leeren Sie den Mülleimer, wechseln Sie den Beutel. Alte Handtücher kommen in die Wäsche. Was jetzt noch im Weg steht, stört später beim Wischen.
  • Schritt 3: Regale, Ablagen, Lampe
    Wischen Sie Badregale und Fensterstöcke von Staub frei und entsorgen Sie leere Shampooflaschen und Verpackungen. Staub fällt nach unten – deshalb kommt das, bevor die Nassbereiche dran sind. Ein Blick nach oben lohnt sich außerdem: Badezimmerlampen sammeln überraschend viel Staub und brauchen gelegentlich ein feuchtes Tuch.
  • Schritt 4: Spiegel
    Den Spiegel putzen Sie, bevor Spritzer aus dem Waschbecken oder der Dusche ihn wieder eintrüben. Glasreiniger oder ein mit klarem Wasser angefeuchtetes Mikrofasertuch reichen für ein streifenfreies Ergebnis.
  • Schritt 5: Armaturen und Waschbecken
    Wischen Sie Armaturen und Waschbecken mit einem Mikrofasertuch ab. Ein Schuss Essigreiniger oder eine schwache Zitronensäurelösung im Wischwasser löst Kalkränder, ohne die Oberfläche anzugreifen. Für die Rillen rund um die Armaturenbasis hilft eine alte Zahnbürste.
  • Schritt 6: Badewanne oder Dusche
    Reinigen Sie Badewanne und Duschtasse mit demselben Mikrofasertuch und der Essigreiniger-Lösung. Duschkabinen aus Glas profitieren danach von einem kurzen Abzug mit dem Gummiwischer – das verhindert Schlieren und neue Kalkflecken.
  • Schritt 7: Fliesen und Fugen
    Kalkflecken auf Fliesen lassen sich mit Essigreiniger und einem feuchten Tuch in der Regel gut entfernen. Fugen sind hartnäckiger: Hier hilft eine Paste aus Backpulver und etwas Wasser, die Sie kurz einwirken lassen und dann mit der Zahnbürste abschrubben.
  • Schritt 8: Toilette
    Der WC-Reiniger hat jetzt gewirkt. Reinigen Sie die Toilette von außen nach innen: Deckel und Brille am besten mit einem Einmaltuch abwischen und direkt entsorgen – das ist hygienischer als ein Stofftuch und kein Kochwäschegang nötig. Dann innen mit der Bürste schrubben. Nach dem Spülen die Bürste kurz in der Toilette unter dem Spülwasser abspülen und abtropfen lassen, bevor sie zurück in die Halterung kommt.
  • Schritt 9: Boden
    Kehren oder saugen Sie den Boden zuerst, bevor Sie wischen – sonst schieben Sie Haare und Staub nur hin und her. Achten Sie dabei auf die Ecken hinter der Toilette und unter dem Waschbecken, die beim flüchtigen Wischen gern übersehen werden.
  • Schritt 10: Fertigmachen
    Frische Handtücher aufhängen, Seifenspender und Toilettenpapier auffüllen, Duschvorleger und Wäschekorb wieder hinstellen. Fertig.

Was beim Badezimmer putzen oft vergessen wird

Manche Stellen geraten bei der wöchentlichen Reinigung regelmäßig aus dem Blick – und machen dann beim großen Putzen umso mehr Arbeit.

  • Abflüsse nicht vergessen. Haare und Seifenreste sammeln sich nicht nur im Siebeinsatz, sondern setzen sich auch im Rohr dahinter ab. Den Siebeinsatz bei jedem Putzen kurz zu reinigen ist sinnvoll, reicht allein aber nicht. Alle drei bis vier Wochen lohnt es sich, die Abflüsse von Dusche, Badewanne und Waschbecken zusätzlich durchzuspülen: Eine Mischung aus Natron und Essig, die man einige Minuten einwirken lässt und dann mit heißem Wasser nachspült, löst Ablagerungen im Rohr, bevor es zu einem echten Stau kommt. Was tun, wenn der Abfluss doch verstopft ist.
  • Hinter Möbeln schauen. Wenn Badschränke oder Regale an einer Außenwand stehen, kann sich dahinter Schimmel bilden – besonders in schlecht belüfteten Bädern. Einmal im Monat kurz dahinter schauen reicht, um Schimmel frühzeitig zu erkennen. Richtig lüften, um Schimmel zu verhindern.
  • Zahnputzbecher. Einer der unappetitlichsten Orte im Bad, der trotzdem selten geputzt wird. Einfach ab und zu in die Spülmaschine damit. Wer Gebissreiniger zur Hand hat, kann diesen mit etwas Wasser in die Zahnputzbecher geben und seine Wirkung entfalten lassen.
  • Rollos und Gardinenstangen. Ein bis zweimal im Jahr kurz abwischen – dort sammelt sich Staub, der sich mit der Badezimmerfeuchtigkeit verbindet und hartnäckig wird.
  • Duschkopf entkalken. Wer das Badezimmer regelmäßig putzt, vergisst den Duschkopf trotzdem oft. Verkalkte Düsen verschlechtern den Wasserstrahl deutlich. Mit Essigreiniger lässt sich das einfach beheben.

Text: Hausmann (Tkni)
Diese Seite wurde am 16.04.2026 zuletzt aktualisiert.