Natursteine reinigen und pflegen

Natursteine im Bad
Natursteine reinigen und pflegen - Beispielfoto: © in4mal

Erfahren Sie in diesem Artikel wie man Natursteine reinigen und pflegen sollte. Wir erklären auch welche Hausmittel bei Natursteinen angewendet werden können.

Reinigung von Natursteinen

Natursteine gelten als hochwertig und optisch ansprechend. Daher finden sie inner- und außerhalb des Hauses an vielen Stellen Anwendung. Von der Terrassenplatte über den Waschtisch bis hin zu Fliesen und Treppenstufen erzeugt Naturstein ein harmonisches Flair und erweist sich dabei als angenehm robust. Was aber, wenn der einst so schöne Naturstein im Laufe der Zeit mit Alterungserscheinungen zu kämpfen hat? Mit einigen Tricks und Hausmitteln können Besitzer auch alten Steinen wieder zu neuem Glanz verhelfen.

Was ist Naturstein überhaupt?

Um Natursteine richtig reinigen zu können, ist es zunächst wichtig, die verschiedenen Naturstein-Arten zu kennen. So handelt es sich immer dann um einen Naturstein, wenn dieser im Rahmen der Verarbeitung nicht mit anderen Materialien gemischt, pulverisiert oder gepresst wurde. Naturstein liegt also - wie es der Name bereits verrät - in seiner natürlichen Form vor.

Zu den häufigsten Natursteinarten rund um Haus und Garten gehören:
  • Schiefer
  • Kalkstein
  • Sandstein
  • Marmor
  • Basalt
  • Travertin
  • Quarzit
Auch wenn all diese Steinarten als Natursteine gelten, können sie im Hinblick auf ihr optisches Erscheinungsbild sehr unterschiedlich wirken.

Hausmittel zum Natursteine reinigen

Was sie jedoch alle gemeinsam haben, ist ihre vergleichsweise hohe Anfälligkeit für Säuren. Daher sollten stark säurehaltige Mittel bei der Reinigung von Natursteinen nicht zum Einsatz kommen. Dies gilt sowohl für polierten Naturstein als auch für naturbelassene Varianten mir rauer Oberfläche.

Als Reiniger für Natursteine eignet sich daher stets ein Mittel, dessen pH-Wert sich im neutralen Bereich bewegt. Je nach Einsatzort können außerdem auch Lebensmittelechtheit, desinfizierende Wirkung und der Verzicht auf die Bildung von Schichten wichtig sein. Wichtig ist es in jedem Fall, das ausgewählte Reinigungsmittel an einer unsichtbaren Stelle zu testen, bevor großflächigere Bereiche damit behandelt werden. So lassen sich dauerhafte Beschädigungen verhindern.

Für die Reinigung polierter Natursteine, die im Laufe der Zeit ihren Glanz verloren haben, eignet sich Salmiakgeist. Hier wird die Oberfläche mit der Flüssigkeit eingerieben und im Anschluss mit Bohnerwachs poliert. An dieser Stelle ist es jedoch wichtig zu wissen, dass diese Maßnahme nur für eine oberflächliche Reinigung sorgt, die tieferen Schichten jedoch außen vor lässt. Um Naturstein etwas tiefgründiger zu säubern, sollten Reinigungsmittel ohne Tenside zum Einsatz kommen. Seifenlauge eignet sich daher nicht, denn sie trocknet den Stein aus und kann ihn langfristig porös werden lassen. Lauwarmes und klares Wasser mit einem hochwertigen Steinöl oder Neutralseife zu vermischen und den Stein hiermit zu behandeln, erweist sich als besonders effektiv. Keinesfalls dürfen saure Mittel wie Essig auf poliertem Naturstein verwendet werden. Auch Dampfreiniger und Hochdruckreiniger können die glatte Oberfläche schädigen.

Bei naturbelassenem Naturstein mit rauer Oberfläche jedoch können Dampf- und Hochdruckreiniger sehr wohl für die Säuberung verwendet werden. Hier sollten Besitzer jedoch auf einen angemessenen Druck achten, um die empfindliche Oberfläche nicht zu schädigen. Bestimmte Flecken und Verunreinigungen werden am besten zuvor mit geeigneten Hausmittel behandelt. Auch hier gilt erneut: Säuren und Naturstein passen nicht zusammen. Sehr viel schonender gelingt die Reinigung mit Wasser und Neutralseife. Auch spezielle Natursteinreiniger aus dem Fachhandel können bei Unsicherheit Abhilfe schaffen.

Verschmutzungen auf Natursteinen vorbeugen

Sind die Naturstein-Flächen von Verschmutzungen befreit und wirken wieder ansehnlich, sollten sie vor kommenden Belastungen geschützt werden. Dies sorgt für eine höhere Widerstandsfähigkeit des Steins gegenüber Verschmutzungen und ermöglicht so eine seltenere Grundreinigung.

Am besten hierfür eignen sich Steinöl oder auch spezielle Imprägniermittel. Werden die Flächen hiermit behandelt, können Schmutzpartikel nicht mehr tief eindringen. Insbesondere bei naturbelassenem Stein verschließt ein solches Mittel die Poren, was auch die Behandlung von Flecken in der Zukunft erleichtert.
Text: A. W. / Stand: 30.11.2017

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