Wohnung lüften

Fenster öffnen zum Lüften
Wie sollte man die Wohnung lüften? - Foto: © thingamajiggs

Schlechte Gerüche und Feuchtigkeit in einer Wohnung sind nicht nur unangenehm für Gäste, sondern auch für die Bewohner und für Haustiere. In feuchten Räumen kann sich zudem Schimmel an Fensterrahmen und Wänden bilden, der die Gesundheit beeinträchtigt. Nur durch regelmäßiges und sorgsames Lüften wird dem entgegengewirkt.

Aber wie lüftet man die Wohnung richtig? Wie lange sollte man lüften? Was macht man in der Urlaubszeit? Diese und viele weitere Fragen zum Thema "Wohnung lüften" beantworten wir auf den folgenden Seiten. Denn schließlich trägt eine gut gelüftete Wohnung auch wesentlich zur Gesundheit bei.

Zum Lüften die Fenster weit öffnen

In vielen neu gebauten oder sanierten Häusern wurden die ursprünglichen Fenster durch moderne Kippfenster ausgetauscht. Das ist im Frühling und im Sommer angenehm, um etwas frische Luft in die Wohnung zu lassen, reicht aber zum gründlichen Lüften nicht aus. In der Heizperiode wird durch gekippte Fenster zudem sehr viel Energie verschwendet. Fachleute empfehlen daher, die Fenster zwei- bis viermal täglich für mindestens fünf Minuten ganz zu öffnen. Die Mindestzeit für die Lüftung hängt im Wesentlichen jedoch von der Innen- und der Außentemperatur ab: Wenn es draußen warm ist, dürfen die Fenster gern auch einmal länger geöffnet bleiben. Im Handel erhältliche Fensterstopper oder Fensterklammern verhindern dabei übrigens, dass die Fenster bei Durchzug oder Wind gegeneinanderschlagen und die Scheiben zu Bruch gehen.

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Die Wohnung muss bei jeder Witterung gelüftet werden

Wenn die Temperaturen steigen, verschiebt man das Lüften am besten auf die frühen Morgen- oder die späten Abendstunden. Werden die geschlossenen Fenster tagsüber mit einem Vorhang oder einem Rollo abgedunkelt, heizt sich die Wohnung durch das Eindringen der heißen Luft oder durch Sonnenstrahlung nicht so stark auf. Der Aufenthalt in der Wohnung gestaltet sich damit angenehmer und die Bewohner schlafen nachts besser. Auch bei Regen darf indessen auf das tägliche Lüften nicht verzichtet werden, sofern es nicht in die Fenster hineinregnet. Eine Stoßlüftung für ungefähr fünf Minuten reicht in diesem Fall sicher aus. Auch während der Heizsaison bleiben die Fenster nicht zu lange offen und die Heizkörper werden abgeschaltet, um keine Energie zu verschwenden. Heizkosten sparen

Feuchtigkeit in der Wohnung durch rechtzeitiges Lüften vermeiden

Die feuchtesten Räume in der Wohnung sind die Küche und das Bad. Diese Räume müssen daher häufiger gelüftet werden, besonders aber dann, wenn Wasserdampf durch das Kochen, das Duschen, die Waschmaschine oder den Wäschetrockner entstehen. Wenn das Bad kein Fenster hat, sollte es bei geöffneter Tür über einen anderen Raum gelüftet werden. Zwar haben viele innen liegenden Bäder Lüftungsanlagen, doch häufig reicht deren Leistung bei sehr starker Dampfbildung nicht aus. Der Dampf verfliegt schnell, wenn für etwas Durchzug gesorgt wird. Zu viel Feuchtigkeit in der Wohnung entsteht auch durch zu viele Zimmerpflanzen, Verdunster an Heizkörpern oder Zimmerbrunnen. In Räumen, die schwer gelüftet werden können, sollten diese daher vermieden werden.

Richtiges Lüften verhindert Schadensersatzforderungen durch den Vermieter

Das regelmäßige Lüften ist neben der Beheizung von Räumen Bestandteil vieler Mietverträge. Zwar gibt es dafür keine konkrete gesetzliche Regelung, jedoch hat der Mieter nach § 280 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) eine Obhutspflicht. Das bedeutet, er kann zur Schadensersatzzahlung verpflichtet werden, wenn es in der Wohnung durch falsches Lüften oder ungenügendes Heizen zu Schimmelbildung kommt. (Schimmel in der Wohnung) Darüber, auf welche Weise und wie oft man richtig lüftet, kommt es manchmal sogar zu Streitigkeiten vor Gericht. Diese können vermieden werden, wenn die Wohnräume sorgfältig gelüftet werden und Schimmel an Wänden oder Fenstern gar nicht erst entstehen kann.
Text: H. J. / Stand: 10.08.2017