Linoleum reinigen und pflegen

Linoleum als Bodenbelag
Linoleum ist sehr pflegeleicht - Beispielfoto: © Vadim Andrushchenko

Erfahren Sie in diesem Artikel wie man Linoleum reinigen sollte. Auch geben wir Tipps wie Sie das Linoleum pflegen können, damit es lange seinen Glanz behält.

Linoleum - Widerstandsfähiger Bodenbelag für hohe Hygieneansprüche

Das Material Linoleum gibt es schon seit mehr als 150 Jahren. Selbst wenn in den letzten Jahrzehnten modernere Fußbodenbeläge auf den Markt gekommen sind, wird auch das Linoleum gern verlegt oder ist häufig in Altbauwohnungen sogar noch vorhanden. Wie alle anderen Bodenbeläge muss aber auch das Linoleum sorgfältig gereinigt und gepflegt werden, damit es lange Freude bereitet.

Wissenswertes zur Beschaffenheit von Linoleum und zu seiner Geschichte

Linoleum wird meistens aus den natürlichen Rohstoffen Leinöl, Korkmehl und Jutefasern hergestellt, denen unter anderem Naturharze, Kalksteinpulver, Kautschuk und Farbstoffe hinzugefügt werden. Dem Grundbestandteil Leinöl verdankt das Material auch seinen Namen, denn linum ist das lateinische Wort für Lein und oleum steht für das Öl. Erfunden hat das Linoleum bereits Ende des 19. Jahrhunderts der Chemiker Frederick Walton aus England, wobei es heißt, dass diese Erfindung eher zufälliger Natur war. Dennoch konnte sich das Material nach und nach gegenüber anderen Bodenbelägen weltweit durchsetzen. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts kamen allerdings Konkurrenzprodukte aus Kunststoff auf den Markt, die günstiger zu produzieren und damit preiswerter für den Verbraucher waren. Trotzdem ist das Linoleum nie ganz verschwunden, denn es hat anderen Materialien gegenüber einige Vorteile.

Die Vorteile und die Nachteile von Linoleum

Neben der Zusammensetzung aus vorwiegend natürlichen Materialien zeichnet sich Linoleum besonders durch seine Widerstandsfähigkeit gegen mechanische und chemische Einflüsse aus. Während sich zum Beispiel PVC-Belege dauerhaft durch verschüttete Flüssigkeiten verfärben können, ist die Gefahr bei Linoleum weitaus geringer. Auch Druckstellen sind auf einem Linoleumboden kaum zu bemerken. Das Material ist nämlich elastisch, sodass sich solche Stellen meistens wieder von selbst zurückbilden. Ein besonderer Vorteil des Linoleums ist seine bakterienhemmende Eigenschaft. Aus diesem Grund wird es gern in Räumen ausgelegt, in denen es auf eine besondere Hygiene ankommt. Im Vergleich zu Kunststoffböden bedarf das Linoleum allerdings spezieller Pflege. Außerdem dunkelt es im Laufe der Jahre nach.

Linoleum pflegen

Bei geringer Verschmutzung reicht es meistens aus, den Linoleumboden abzufegen und hinterher leicht feucht zu wischen. Hierfür sollten bevorzugt ph-neutrale Reinigungsmittel verwendet werden. Zwar ist das Material sehr widerstandsfähig gegen die meisten Chemikalien, aber die Behandlung mit Alkalien, die einen höheren ph-Wert als 9 haben, verzeiht es nicht. Außerdem sollte das Wischwasser nicht zu heiß sein und dauerhafte Nässe muss vermieden werden. Im Anschluss empfiehlt es sich, das Linoleum zu bohnern, denn dadurch wird der Boden versiegelt, sodass er widerstandsfähiger wird. Bohnerwachse, die aus natürlichen Rohstoffen hergestellt werden, können in flüssiger oder in fester Form im Handel erworben werden. Damit der Boden am Ende schön glänzt, muss er abschließend mit einem weichen Tuch oder einem Bohnerbesen beziehungsweise einem Mopp nachpoliert werden. Moderne Geräte, wie ein Elektrobohner oder ein Saugbohner erleichtern diese Arbeit. Allerdings sind sie nicht ganz billig. Daher dürfte sich die Anschaffung nur lohnen, wenn häufig sehr große Flächen gebohnert werden müssen.
Text: H. J. / Stand: 14.10.2017

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