Gesundheitstipps - Hausmittel statt Chemie

Tee und verschiedene Kräuter
Tee und Kräuter sind beliebte Hausmittel - Foto: © powerstock

Erfahren Sie in den folgenden Artikeln welche Hausmittel bei welchen Krankheiten helfen. Denn es muss ja nicht immer gleich Chemie ins Spiel kommen!

Welche Hausmittel helfen bei welchen Krankheiten?

Oma wusste früher immer gleich, welches Hausmittel bei bestimmten Beschwerden hilft. Heute ist dieses Wissen leider allzu oft in den Hintergrund gerückt, obwohl die Methoden sich bei leichten und harmlosen Erkrankungen über Jahrhunderte bewährt haben. Viel zu schnell greifen wir heute zu Produkten aus der Apotheke, deren Beipackzettel samt allen Nebenwirkungen mehrere Seiten umfasst. Doch die Hausmittel erleben wieder eine Renaissance. Sie gehören in den Teil der Naturheilkunde, den auch Laien zu Hause ohne großen Aufwand einsetzen können, um Beschwerden zu lindern oder ihnen vorzubeugen.

Hausmittel gegen Krankheiten

Heilpflanzen: von Anistee bis Zwiebelsäckchen

Der Volksmund besagt: gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen. Traditionell gehören Heilpflanzen zu den Hausmitteln. In Tees und Tinkturen verwendet, in Salben verarbeitet oder als Badezusatz eingestreut sind Heilkräuter eine preiswerte und simple Möglichkeit, die Kraft der Natur zur Heilung einzusetzen.

Lebensmittel mit heilender Wirkung

Verschiedene Heilpflanzen
Verschiedene Heilpflanzen im Überblick
Foto: © PhotoSG

Auch Lebensmittel können als Hausmittel dienen. Wer kennt nicht die berühmte stärkende Hühnerbrühe, die Kranken zur Heilung gereicht wird? Die Ernährung besitzt in der Naturheilkunde einen hohen Stellenwert, so auch bei den Hausmitteln. Diätisch kommen sie zum Einsatz, beispielsweise bei Magen-, Galle- und Leberbeschwerden oder auch bei Darmproblemen und Pilzerkrankungen. Andererseits werden Lebensmittel auch in der manuellen Therapie mit Hausmitteln angewandt, etwa bei Kartoffelwickeln oder Quarkumschlägen.

Manuelle Hausmittel

Mit einer total verschnupften Nase ein Dampfbad genommen, geht es vielen Kranken bereits besser. Manuelle Hausmittel verbinden oft die heilsame Wirkung von Kräutern oder Lebensmitteln mit physikalischen oder chemischen Effekten. So lindern Spülungen mit Salzwasser oder Tees Beschwerden, Wadenwickel senken Fieber und Quarkumschläge beruhigen Entzündungen. Eine halbe Zwiebel kann auf einem Mückenstich den Juckreiz lindern. Kneippsche Güsse, Wassertreten oder Wechselduschen können den Heilungsprozess einer Erkrankung begünstigen und die Abwehr stärken. Vollbäder aber auch Sitz- und Fußbäder zählen zu den altbewährten Hausmitteln und werden je nach Erkrankung mit Kräutern oder anderen Badezusätzen in ihrer Wirkung verstärkt.

Von der Allergie bis zu Zahnschmerzen - Hausmittel sind vielseitig

Für fast alle harmlosen und nicht lebensbedrohlichen Krankheiten, sind Hausmittel überliefert. Erkältungen, Mückenstiche, Blähungen, Augenentzündung oder Fieber - all dies gab es schon vor hunderten von Jahren. Als die medizinische Versorgung noch nicht so ausgezeichnet wie heute war, haben die Hausmittel eine Vielzahl von Beschwerden gelindert. So wurden Warzen oder Durchfall behandelt, Frauenbeschwerden wie auch Sodbrennen gebessert. Selbst bei Erkrankungen der Gelenke oder bei Problemen mit der Psyche kamen und kommen heute noch Hausmittel zum Einsatz.

Auch Hausmittel können Gefahren in sich bergen

Der Einsatz von Hausmitteln führt mitunter zur schnellen Linderung von Beschwerden. Dennoch kann es passieren, dass man mit Unverträglichkeiten oder gar Allergien reagiert, besonders wenn Heilkräuter zum Einsatz kommen. Auch die Dosierung oder Anwendung eines Hausmittels kann zu Schwierigkeiten führen. Werden beispielsweise Wadenwickel falsch ausgeführt, so könnten diese einen Kreislaufkollaps verursachen. Hausmittel sind eine echte Alternative zu pharmazeutischen Produkten aus der Apotheke bzw. können unterstützend bei einer schulmedizinischen Therapie wirken, sofern es sich um eine einfache und harmlose Erkrankung handelt.

Hausmittel ersetzen keinen Arzt

Hausmittel haben sich über hunderte von Jahren bewährt und wurden erfolgreich angewandt. Dennoch werden sie lediglich bei harmlosen Erkrankungen eingesetzt oder als Unterstützung einer schulmedizinischen Therapie. Den Hausmitteln sind selbstverständlich Grenzen gesetzt. Sie sind keine alleinige Alternative für die Untersuchung und die Diagnose, wie auch Beratung durch einen Arzt. Haben Sie also das Gefühl, dass das Hausmittel keine oder eine unzureichende Wirkung zeigt bzw. sich die Symptome verschlechtern, scheuen Sie keinesfalls den Weg zum Fachmann und lassen Sie sich ärztlich untersuchen.

Text: C. D. / Stand: 08.11.2017

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