Hausmittel bei Sonnenbrand

Frau mit Sonnenbrand am Rücken
Was hilft bei Sonnenbrand?
Foto: © sumnersgraphicsinc

Ein ausgiebiges Sonnenbad kann schnell in einem schmerzhaften Sonnenbrand enden. Immer wieder wird die Kraft der Sonne verkannt oder die Wirkungsdauer der Sonnencreme als zu lang eingeschätzt. Die Folge ist eine stark gerötete Haut, die brennt und juckt.

Neben Aprés-Lotion und Panthenol-Spray sind es vor allem die Hausmittel, die der stark gereizten Haut Linderung verschaffen können. Allerdings nur, wenn es sich um einen Grad I des Sonnenbrandes handelt. Ab Grad II und III gehört jeder in Hände eines erfahrenen Mediziners.

Sofortmaßnahmen bei Sonnenbrand

Bereits nach 15 Minuten in der prallen Sonne droht den meisten Menschen ein Sonnenbrand. Zu viele UV-Strahlen lassen die Haut dabei nicht nur altern, sondern schädigen sie kurz- und langfristig. Neben der Narbenbildung und dem Entstehen von Pigmentflecken ist es vor allem das Hautkrebsrisiko, welches durch einen Sonnenbrand erheblich steigt. Obwohl immer mehr Sonnenhungrige auf den Sonnenschutz Wert legen, wird das Nachcremen häufig zu spät durchgeführt. Auch die Menge der notwendigen Sonnencreme wird als zu gering eingeschätzt.

Zeigen sich dann die ersten Symptome eines Sonnenbrandes, wie etwa gerötete Haut, heißt es schnell reagieren und sofort raus aus der Sonne. Die zweite Maßnahme lautet kühlen, kühlen und nochmals kühlen. Dafür eignen sich Handtücher, die in kaltem Wasser getränkt wurden. Sobald sie warm sind, müssen sie gewechselt werden. Als dritte und nicht minder wichtige Soforthilfe gilt das Trinken. Aufgrund des Sonnenbrandes versucht der Körper mit einer erhöhten Schweißbildung zu reagieren. Der Flüssigkeitsverlust wiederum muss unbedingt ausgeglichen werden.

Diese Hausmittel helfen bei Sonnenbrand

Im Folgenden stellen wir Ihnen altbewährte Hausmittel gegen Sonnenbrand vor:

Schon Großmutter nutzte die heilende Wirkung von Quark

Als ein wahres Wundermittel gegen die Beschwerden eines Sonnenbrandes wird Quark angesehen. Seine entzündungshemmende und kühlende Eigenschaft kommt auch bei vielen anderen Leiden zum Einsatz, zum Beispiel bei Brustentzündungen oder Zahnbeschwerden. Ergänzend lässt er sich mit Buttermilch, Kefir oder etwas Naturjogurt ein wenig flüssiger anrühren. Der Quark wird auf die gereizte Haut aufgetragen und erst wieder abgenommen, wenn er beginnt, anzutrocknen. Um die gereizte Haut nicht mit einem kalten Lappen von Quarkresten reinigen zu müssen, kann der Quark vorher in ein dünnes Geschirrtuch eingeschlagen oder unter der Dusche abgespült werden.

Kühlen mit Umschlägen

Nicht nur kühle und nasse Handtücher mit Wasser aus dem Badesee oder dem Planschbecken helfen als Sofortmaßnahme. Zuhause können später die kalten Wickel mit einer Mischung aus einem Teil Essig und zwei Teilen Wasser bereitet werden. Auch dieses Hausmittel hat zum Ziel, den Entzündungsprozess zu minimieren, indem es die Blutgefäße zusammenzieht. Kalter Kamillentee oder schwarzer Tee zeigt den gleichen Effekt. Wichtig dabei: verwenden Sie nur Flüssigkeiten mit einer Temperatur zwischen 15°C und 20°C! Kälter dürfen diese keinesfalls sein, da sonst der Heilungsprozess der geschädigten Haut unnötig länger werden könnte.

Natron oder Aloe Vera helfen

Wer sich an einem heißen Topf verbrannt hat, schneidet nicht selten ein Stück einer Aloe Vera Pflanze ab und betupft mit dem austretenden Saft die betroffene Stelle. Auch bei Sonnenbrand kann die Aloe Vera Pflanze, die sonst auf dem Fensterstock in der Küche nur dekorativ anzusehen ist, deutliche Linderung bringen. Ist der Sonnenbrand besonders unangenehm und intensiv, fühlen sich Berührungen häufig extrem schmerzhaft an. In diesen Fällen kann ein Teelöffel Natron in kühlem Wasser aufgelöst und in eine Sprühflasche abgefüllt, äußerst schmerzlindernd sein. Die verbrannte Haut wird damit aller 20 Minuten besprüht.

Öle dienen nur der Pflege

Oft wird empfohlen, die Haut bei einem Sonnenbrand mit Öl einzureiben. Diese Maßnahme dient allerdings nur der Pflege der Haut, nachdem ein Sonnenbrand abgeheilt ist. Besonders Olivenöl oder Leinsamenöl entfalten dabei ihre volle Wirkung. Während des Sonnenbrandes indes, behindert das Öl die Abgabe der Wärme durch die Haut.

Ein Sonnenbrand sollte niemals unterschätzt werden. Zeigen die Sofortmaßnahmen unter Zuhilfenahme von Hausmitteln bei einem leichten Sonnenbrand ersten Grades keinerlei Wirkung oder kommt es parallel zu einem Sonnenstich, so sollten sich Betroffene immer in die erfahrenen Hände eines Arztes begeben.

Wann sollte man mit einem Sonnenbrand zum Arzt gehen?

Treten trotz Kühlung starke Schmerzen oder Juckreiz auf und bilden sich Blasen sollte man lieber zum Arzt gehen. Kommen noch Übelkeit, Kopfschmerzen und Fieber dazu sollte man unbedingt sofort einen Arzt aufsuchen, da diese Symptome auch auf einen Sonnenstich hindeuten. Haben Kinder oder Babys einen Sonnenbrand, sollte man generell einen Arzt aufsuchen!

Wie kann man einem Sonnenbrand vorbeugen?

Zunächst einmal sollte man einen Sonnenschutz mit entsprechendem Lichtschutzfaktor wählen und in regelmäßigen Abständen nachcremen. Des Weiteren sollte man die Mittagssonne möglichst meiden. Wer unbedingt ein Sonnenbad nehmen möchte, sollte nicht zu lange in der prallen Sonne liegen. Danach am besten die Haut bei einem Sprung ins Wasser oder einer kühlen Dusche abkühlen.

Hinweis: Unsere Artikel können den ärztlichen Rat nicht ersetzen! Bei Fragen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt oder Apotheker Ihres Vertrauens!

Text: C. D. / K. F. / Stand: 08.11.2017