Bewußt gesund kochen

Frauen beim Kochen
Gesund kochen ist gar nicht so schwer
Foto: © Goran Bogicevic

Mit dem Satz: "Ich kann nicht kochen!" stehen zahlreiche Menschen beharrlich in der Küche und holen sich das nächste Fertiggericht aus dem Tiefkühlschrank. Dabei ist das gesunde Kochen mitunter so simpel und schnell, dass man es kaum glauben mag. Dem Genuss und der Abwechslung dient gesundes Kochen ebenso sehr, wie dem Wohlbefinden und der Vorbeugung oder Behandlung von Krankheiten.

Ein gesundes Ernährungskonzept wünschen sich daher viele Menschen. Nur bleibt es zu oft bei den frommen Wünschen und die Gründe, warum heute wieder eine Fertigpizza zum Abendbrot auf dem Teller liegt, sind vielseitig. Die Zeit ist meist knapp, und nach dem Job und den alltäglichen Erledigungen müssen sich etliche Menschen dazu überwinden, noch Gemüse für den Salat klein zu schneiden. Doch die Vorteile des gesunden Kochens sind einfach unschlagbar, und dies nicht zuletzt wegen dem Preisvorteil gegenüber fertig zubereiteten Gerichten. Auch Allergiker und Personen mit besonderen ernährungsbedingten Krankheiten, kochen meist selbst und daher oft gesünder, wie etwa an Zöliakie, Reizdarm oder Morbus Crohn leidende Personen.

Wie kann man lernen gesund zu kochen?

Es ist an sich völlig unkompliziert, gesund zu kochen. Als erste Regel greift der Grundsatz: Finger weg von Convenience-Produkten. Natürlich darf ab und an ein Fertiggericht auf dem Teller landen, doch das normale tägliche Essen sollte immer einen Großteil Frischkost enthalten. Fertiggerichte und weiter verarbeitete Lebensmittel enthalten oft zu viel Salz und Zucker wie auch etliche Zusatzstoffe und zu wenig Ballaststoffe. Die wertvollen Inhaltsstoffe der Grundzutaten sollen jedoch erhalten werden. Wer gesund schlemmen will, muss daher frische Produkte auf den Tisch bringen und sie selbst zubereiten. So werden zum Beispiel versteckte Zucker in Jogurt, Geschmacksverstärker wie Hefeextrakt in Brühe oder Analogkäse einfach vermieden.

Zum gesunden Kochen gehört auch das Einkaufen. Wer gesund kocht, muss zumindest einmal die Woche mit einem Plan einkaufen gehen. Denn vorrausschauend kochen, hilft enorm. Gibt es heute Kartoffeln, so werden gleich ein paar mehr geschält und die Reste morgen zu leckeren Quarkkeulchen für die Kinder oder einem rustikalen Auflauf verarbeitet. Wer kreativ ist, kocht spontan mit dem, was der Kühlschrank hergibt.
Tipps zum Lebensmittel einkaufen

Die richtige Zubereitung machts

Bei einer gesunden Küche spielt zudem die Art der Zubereitung eine wichtige Rolle. Denn wer selbst kocht, kann die Lebensmittel entsprechend ihren Eigenschaften schonend zubereiten und die Inhaltsstoffe weitestgehen erhalten. Dämpfen, blanchieren und behutsam garen oder Rohkostzubereitungen sind nur wenige Beispiele dafür. Auch die Art des Kochgeschirrs, wie etwa ein Römertopf oder fettsparende Teflonpfannen, nehmen Einfluss auf das gesunde Kochen. Nicht zuletzt die selbst dosierten Gewürze und Kräuter machen den feinen Unterschied und sorgen für eine ganz individuelle Note.

Wer selbst gesund kocht, der greift auf erntefrische Zutaten zurück und achtet auf saisonale Produkte. Bei der Planung der Gerichte hilft nach wie vor die Idee der Ernährungspyramide. Sie besagt, dass viel Getreideprodukte und frisches Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen sollten. Ein Mal die Woche gibt es Fisch, nur zwei oder drei Mal pro Woche Fleisch.

Gesundes kochen, heißt vor allem abwechslungsreich und mit Genuss essen, den eigenen Geschmack wieder neu entdecken und auf die persönlichen individuellen Wünsche eingehen. Das Thema gesund Kochen lädt förmlich ein, ausprobiert zu werden. Wer sich herantraut, wird belohnt - zum einen mit der eigenen Gesundheit und dem Wohlbefinden, zum anderen, weil er mit gutem Gewissen zulangen kann.
Text: C. D. / Stand: 21.03.2017

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