Hausmittel gegen Sodbrennen - Was hilft?

Eine Tasse Kamillentee
Eine Tasse Kamillentee hilft gegen Sodbrennen
Foto: © StefanieB.

Wer nach einem ausgiebigen Sonntagsessen Sodbrennen bekommt, hat meist keine Lust zur nächsten Apotheke zu fahren. Hier erfahren welche Hausmittel gegen Sodbrennen helfen.

Es ist ein brennendes, oft als heiß beschriebenes, Gefühl, dass sich vom Magen über die Speiseröhre mitunter bis hinauf in den Mund zieht: Sodbrennen ist für viele Menschen unangenehm und meist sogar schmerzhaft. Wer nur ab und an Sodbrennen hat, besonders nach einem sehr würzigen oder fetten Abendessen, kann mit Hausmitteln versuchen, die Symptome zu lindern. Betroffene, die dauerhaft unter diesen Beschwerden zu leiden haben oder auch einmalig sehr starke Schmerzen empfinden, sollten jedoch einen Arzt aufsuchen, denn Sodbrennen könnte durchaus eine andere ernstzunehmende Erkrankung als Ursache haben.

Was ist Sodbrennen genau?

Bei einem Reflux sprechen Mediziner vom Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre. Dies ist mitunter sehr schmerzhaft. Schwangere können ein Lied davon singen, aber auch viele andere Faktoren sind als Auslöser des Reflux möglich. So etwa fettiges oder auch scharfes Essen, Nikotin- und Alkoholkonsum wie auch Stress oder psychische Probleme. Auch schwerwiegende Erkrankungen, wie beispielsweise eine Störung der Funktion der Speiseröhre oder ein Zwerchfelldurchbruch, sind unter Umständen ebenfalls eine Ursache der Erkrankung.

Welche Hausmittel helfen gegen Sodbrennen?

Nicht immer ist gleich eine Apotheke in der Nähe, die ein passendes Präparat bereit hält. Doch auch im Haushalt gibt es ein paar Hilfsmittel, die vor allem bei leichtem Sodbrennen Linderung verschaffen können. Jedoch spricht jeder anders auf die jeweiligen Hausmittel an, hier gilt: Versuch macht klug.

Was hilft gegen Sodbrennen? Weißbrot, Milch und Haferflocken!

Erstes Hilfsmittel gegen Sodbrennen ist Weißbrot. Im Akutfall in kleinen Bissen gut gekaut verzehrt, bindet es die Säure. Wer kein Brötchen, Zwieback oder Toastbrot zur Hand hat, kann den Versuch mit Banane starten. Vor allem bei Schwangeren beliebt, ist etwas lauwarme Milch zusammen mit Brot oder trockene Haferflocken gekaut. Gehen Sie auf die Suche nach stärkehaltigen Lebensmitteln, die möglichst nicht gekocht oder gewürzt sind. Gewürze, dazu zählt auch Zucker, begünstigen das Sodbrennen nur zusätzlich.

Kräutertee bei Sodbrennen

Ungesüßte Kräutertees spülen die Säure nach unten, Kamille beruhigt zum Beispiel zusätzlich die gereizten Bereiche. Alternativ kann auch stilles Wasser etwas die Beschwerden lindern. Fruchtsäuren oder kohlensäurehaltige Getränke fördern den Reflux und sollten besser bis zur Heilung vermieden werden. Während gebrühter Kaffee bei Erwachsenen Sodbrennen begünstigt, kann ein Teelöffel Pulver pur wiederrum hilfreich sein. Wer sich zum Schlafen legt, kann seinen Oberkörper etwas höher betten, um den Rückfluss aus dem Magen nicht zu provozieren.

Natron - Bewährtes Hausmittel gegen Sodbrennen

Früher galt als altes Hausmittel, ein Teelöffel Natron in einem Glas warmen Wasser aufgelöst zu trinken. Dies neutralisiert die Säure. Jedoch gilt diese Methode als veraltet und ist besonders bei Medizinern nicht gern gesehen. Denn das Natron kann Folgeschäden hervorrufen. Zum Beispiel wird bei der Reaktion im Magen Gas freigesetzt, was wiederrum unentdeckte Magengeschwüre beeinflussen kann. Des Weiteren arbeitet zwar Natron sehr schnell, führt jedoch bei Nachlassen der Wirkung dazu, dass noch mehr Magensäure gebildet wird. Besonders chronische Patienten greifen gern zu Natron, jedoch kann dies zu Stoffwechselproblemen, Bluthochdruck oder Ödemen und vielem mehr führen.

Lebensstil ändern

Langfristig greifen viele Reflux-Geplagte dazu, ihren Lebensstil zu ändern, um beschwerdefreier durch den Alltag zu kommen. Dazu zählt der Verzicht auf Nikotin und Alkohol, eine Gewichtsreduktion und die Ernährung mit vorrangig basenreichen Lebensmitteln, wie etwa viel Gemüse und säurearmes Obst.

Fazit: Hausmittel helfen bei leichtem Sodbrennen. Treten die Symptome jedoch sehr stark oder gehäuft auf, gilt es immer, den Arzt aufzusuchen, um die Ursache für das Sodbrennen herauszufinden.

Hinweis: Unsere Artikel können den ärztlichen Rat nicht ersetzen! Bei Fragen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt oder Apotheker Ihres Vertrauens!

Text: C. D. / Stand: 22.06.2017