Gesünder einkaufen: Fettfallen erkennen

Gesunde Lebensmittel
So kaufen Sie gesund ein!
Foto: © Gina Sanders

Sie warten im Supermarkt, all die Verlockungen, die leider nicht nur gut schmecken, sondern sich auch auf den Hüften festsetzen. Dass frisches Obst und Gemüse viele Vitamine und wenig Fett enthalten, ist jedem bekannt. Wer Fett sparen will, wird auch eher nicht zu Chips, Schokolade, Fertigpizza und Croissants greifen. Vielen Lebensmitteln sieht man ihren hohen Fettgehalte allerdings nicht auf den ersten Blick an. Worauf sollten Sie für einen gesunden Einkauf achten? Hier erfahren Sie es.

Zum gesunden Einkaufen gehört zunächst ein voller Bauch. Man sollte niemals hungrig einkaufen gehen, dann sieht alles verlockend aus. Auch ist es ratsam wöchentlich einen Speiseplan festzulegen, um sich wirklich ausgewogen zu ernähren. Geht man täglich einkaufen und nimmt das worauf man Appetit hat, isst man oft zu einseitig. Im Folgenden erfahren Sie wie man die fiesen Fettfallen erkennt und vermeiden kann.

Erkennen Sie typische Fettfallen

Die meisten versteckten Fette lauern in verarbeiteten Produkten und Fertiggerichten. Hätten Sie vermutet, dass diese Lebensmittel echte Fettfallen sind?

  • Müsli gilt als gesund. Die Getreideflocken und vor allem beigefügte Nüsse enthalten allerdings viel Fett.
  • Fertig gekaufte Salatsaucen und Dressings enthalten meist Sahne und viel Öl, stecken also voller Fett.
  • Wurst ist eine weitere typische Fettfalle. Nicht nur Salami, bei der die Fettaugen gut zu erkennen sind, sondern auch die vermeintlich magere Mortadella und andere Wurstsorten haben einen hohen Fettgehalt.
  • Käse kann ebenfalls sehr fettreich sein. Eine wahre Fettbombe ist Mozzarella. Der Käse verläuft zwar herrlich beim Backen, hat aber einen wesentlich höheren Fettgehalt als zum Beispiel Edamer.

  • Fertiggerichte und -saucen enthalten oft eine große Menge Fett, da dieses als Geschmacksträger dient. Außerdem ist der Zuckergehalt von Fertiggerichten oft ebenfalls sehr hoch.
  • Nicht nur Torten, auch fester Kuchen enthält viel Butter oder Margarine - und damit Fett.
  • Wer meint, mit Margarine Fett zu sparen, liegt ebenfalls daneben. Das Fett ist zwar pflanzlicher Herkunft, der Fettgehalt von Margarine und Butter ist aber nahezu gleich.

Nicht nur Fett ist der Feind der guten Figur

Nehmen Sie zu viele Kohlehydrate zu sich, wandelt der Körper diese in Fett um. Vermeintlich fettfreie Leckereien, etwa Gummibärchen, sind daher keineswegs figurschonend. Das Übermaß an Zucker enthält ohnehin schon reichlich Kalorien. Zudem kann der Organismus die reichlich zur Verfügung stehenden Kohlehydrate gar nicht schnell genug verarbeiten und lagert die überschüssige Energie in den Fettzellen ein.

Zu guter Letzt: Fett ist nicht gleich Fett

Viele Lebensmittel enthalten zwar Fett, sind aber dennoch gesund. Avocados oder Nüsse versorgen den Körper so mit vielen essentiellen Fettsäuren, die für einen gesunden Organismus wichtig sind. Essentielle Fettsäuren benötigt der Körper zum Leben, kann sie aber nicht selbst herstellen. Die wichtigsten essentielle Fettsäuren sind Omega-6- und Omega-3-Fette. Omega 6 findet sich in vielen Pflanzenölen, etwa in Sesam- oder Sonnenblumenöl, Omega 3 in Fisch und Leinöl.

Selbst, wenn Sie abnehmen möchten, sollten Sie nicht komplett auf fetthaltige Nahrung verzichten. Fett liefert immerhin schnell zur Verfügung stehende Energie. Es kommt auf die richtige Kombination der Fettsäuren an - grundsätzlich gilt: Je natürlicher und unbehandelter ein Lebensmittel ist, umso besser können die Fette auch verwertet werden. Avocados, Nüsse, Sesam, hochwertige Öle, frisches Fleisch und frischer Fisch: Derartigen Genüssen müssen Sie nicht abschwören. Aus Ihrem Einkaufswagen verbannen sollten Sie eher stark verarbeitete Lebensmittel und Fertiggerichte.
Text: S. G. / Stand: 21.03.2017

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