Blasen an den Füßen

Frau mit Pflastern an den Füßen
Blasen an den Füßen - Was tun?
Foto: © vladimirfloyd

Ob nun an Ferse oder den Zehen - Blasen sind unangenehm und schmerzhaft. Nicht nur Sportler, wie etwa Fußballer oder Läufer, müssen sich immer wieder einmal mit den unschönen Stellen am Fuß herumplagen. Auch Wanderfreunde können ein Lied darauf singen. Unter normalen Umständen muss sich niemand extra beim Arzt vorstellen, wenn wieder einmal die todschicken aber unbequemen Highheels ihre Spuren hinterlassen haben. Wir sagen Ihnen, wie Sie richtig vorgehen, wenn wieder einmal der Schuh drückt

So entsteht eine Blase

Wird eine Stelle des Fußes stärker als normalerweise beansprucht, so bewirkt diese Reibung, dass sich die beiden Hautschichten voneinander lösen. Dies kann zum Beispiel durch unpassendes Schuhwerk oder zu hartes Material auftreten. Selbst eine drückende Naht der Socke führt mitunter zur Blasenbildung. Der zwischen der unteren Hautschicht (der Dermis) und der Oberhaut (Epidermis) entstandene Hohlraum füllt sich mit Flüssigkeit. Die Blase ist entstanden. Diese Problemstelle schmerzt, brennt und drückt. Noch mehr Reibung, Wärme und Feuchtigkeit im Schuh verschlimmern die Symptome.

Die Blase behandeln - simple Tipps

Wer auf Wanderschaft geht oder die Schlittschuhe nach einem Jahr Pause wieder aus dem Schrank holt, sollte sich vorsichtshalber immer ein Pflaster einpacken. Hat sich erst einmal eine Blase gebildet, so schützt das Pflaster die Problemstelle und polstert diese ab. Die direkte Reibung auf der Haut wird merklich verringert. Spezielle Blasenpflaster sind mit einer Gelschicht versehen, die diesen Effekt noch maximiert. Gerade kleinere Blasen sind damit gut versorgt. Den drückenden Schuh indes trägt man die nächsten Tage lieber nicht. Stattdessen heißt es: viel Luft an die Blase lassen und möglichst dem Körper Zeit zur Selbstheilung geben.

Große Blasen: Aufstechen oder nicht?

Eine kleine Blase am Zeh lässt sich gut verkraften. Hat sich jedoch eine besonders große Blase gebildet, kann diese äußerst schmerzhaft sein. Die enthaltene Flüssigkeit führt zu einem Spannungsgefühl, sodass man keinen Schuh mehr schmerzfrei tragen kann. In diesen Fällen kann ein Aufstechen der Blase zur Linderung der Symptome führen. Das Risiko dieser Drainage liegt darin, dass nun ungehindert Keime in die Wunde gelangen können, die mitunter zu einer Infektion führen. Daher sollte die Blase ausschließlich mit einer sterilen Nadel vorsichtig angestochen werden, damit die Flüssigkeit abfließt. Die Nadel kann entweder mit Alkohol, kochendem Wasser oder einem Antiseptikum sterilisiert werden. Die übriggebliebene Haut wird nicht von der Wunde entfernt, um die Gefahr von Infektionen zu verringern. Nachdem die Blase aufgestochen wurde und das Sekret abfließen konnte, wird die Wunde mit einem Antiseptikum nochmals sterilisiert und mit einem Pflaster abgeklebt. Ein Sporttape darüber fühlt sich gut an, wenn bereits am nächsten Tag wieder viele Wege zu Fuß anstehen.

Blasen an den Füßen vorbeugen

Das beste Mittel gegen Blasen liegt darin, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Dafür werden die Schuhe immer möglichst passend und aus weichem Material gekauft. Ein Schuh muss nach Möglichkeit langsam eingelaufen werden, bevor man längere Strecken damit zurücklegt. Strümpfe mit harten Nähten oder zu weite Socken üben einen ähnlichen Druck aus wie zu enges Schuhwerk. Auch sie können Blasen verursachen. Wer bereits eine Vorahnung hat, dass der Schuh reiben könnte, klebt besser bereits im Voraus die betroffene Stelle mit einem Pflaster oder Blasenpflaster ab. Statt dicker Socken trägt man lieber zwei Paar perfekt sitzende dünne, sie verringern außerdem das Risiko einer Blase. Da besonders auch Feuchtigkeit bei der Bildung von Blasen an den Füßen eine Rolle spielt, greifen Personen mit auffällig viel Fußschweiß vor einem langen Tragen der Schuhe besser zu einem Puder.

Was kosten Blasenpflaster und wo bekommt man sie?

Blasenpflaster kosten zwischen 3 und 10 Euro, enthalten sind meist 5-6 Stück. Blasenpflaster der Marken Hansaplast, Gehwohl, Compeed und Hartmann erhalten Sie in vielen Drogeriemärkten, Supermärkten und Apotheken.

Blasen lassen sich in den meisten Fällen durch richtiges Schuhwerk verhindern. Kommt es dennoch einmal zu einer Blase am Fuß, braucht es meist nur Geduld und etwas Ruhe, bis diese wieder heilt. Diabetiker jedoch sollten im Falle einer Problemstelle vorsichtshalber immer einen Arzt aufsuchen, da bei ihnen Komplikationen durch eine Entzündung und eine schlechte Wundheilung wahrscheinlicher sind.

Hinweis: Unsere Artikel können den ärztlichen Rat nicht ersetzen! Bei Fragen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt oder Apotheker Ihres Vertrauens!
Text: C. D. / Stand: 22.06.2017