Wie funktionieren Wäschetrockner?

Hausfrau am Wäschetrockner
Ein Wäschetrockner erleichtert den Waschtag
Foto: © Dan Race

Leider ist in unseren Breiten das ganzjährige Wäsche trocknen an der frischen Luft nicht möglich. Daher nutzen viele Haushalte einen elektrischen Wäschetrockner oder denken über die Anschaffung eines solchen nach. Besonders in engen Wohnungen ohne Balkon, Häusern ohne Trockenraum oder Trockenboden bzw. in Familien mit Kindern ist der Wäschetrockner ein gern und häufig genutztes Haushaltsgerät. So wird schnell der nasse Schneeanzug des Sohns oder die Berufskleidung für den nächsten Tag binnen zwei Stunden trocken und hängen nicht zwei Tage in der Wohnung auf dem Wäscheständer. Doch vor der Anschaffung gibt es einige wichtige Abwägungen zu treffen, um den geeigneten Trockner für die jeweilige individuelle Wohnsituation zu finden. Die Wäschetrockner haben in der Regel das Abmaß eines normalen Waschvollautomaten und werden durch die Front gefüllt. Das hat den Vorteil, dass sie unterbaufähig sind oder sogar in engen Räumen entsprechend gesichert und auf der Waschmaschine stapelbar sind.

Tipps und Infos zum Thema Wäschetrockner

Doch welche Arten von Wäschetrocknern gibt? Worauf muss man beim Befüllen achten? Wie reinigt man den Wäschetrockner? Das und mehr erfahren Sie auf den folgenden Seiten:

Welche Wäschetrockner gibt es?

Für den privaten Gebrauch haben Sie die Wahl zwischen drei Trocknerarten. Dem Ablufttrockner, dem konventionellen Kondenstrockner und dem Kondenstrockner mit Wärmepumpe. Jedes Gerät hat seine Vor- und Nachteile und ist nicht immer für jeden Haushalt geeignet. Außerdem erhältlich sind sogenannte Waschtrockner, die Waschmaschine und Wäschetrockner in einem Gerät vereinen.

Der Kondenstrockner mit Wärmepumpe

Energieeffizienzklassen
Achten Sie beim Kauf eines Wäschetrockners auf eine gute
Energieeffizienzklasse / Foto: © Jérôme Rommé

Er zählt zur neuen Generation der Wäschetrockner und ist für viele Haushalte derzeit das non plus ultra aller Geräte. Der Grund: der Stromverbrauch dieser Geräte liegt durchschnittlich knapp über der Hälfte der normalen Kondenstrockner und spart damit erheblich Strom und entsprechend Geld. Dank der Wärmepumpe wird ein Großteil der warmen Luft für den Trocknungsprozess wieder eingesetzt, daher kommt es, dass diese Geräte meist die Engergieeffizienzklasse A besitzen. Die schonende Trockentemperatur von ca. 50 - 60°C strapaziert die Wäsche deutlich weniger. Zudem wird kaum warme Luft an den Raum abgegeben. Kondenstrockner mit Wärmepumpe können unabhängig von Abluftvorrichtungen und Wasseranschlüssen platziert werden. Sie sind ebenso in fensterlosen Räumen aufstellbar, was vor allem in städtischen Gebieten, in denen die Bäder oft innen ohne Fenster gelegen sind, von Vorteil ist. Das Wasser wird in einem Behälter aufgefangen und muss nach jedem Trockenvorgang per Hand entsorgt werden. Der große Nachteil der Geräte liegt jedoch immer noch im Anschaffungspreis. Obwohl die Trockner mit Wärmepumpe mittlerweile günstiger zu erstehen sind, sollten sich Familien vor der Anschaffung des Gerätes genau ausrechnen, wie oft es verwendet werden wird und das Einsparpotential auf einige Jahre Laufzeit mit den höheren Anschaffungskosten gegenrechnen.

Der Kondenstrockner

Er ist wohl die alte Garde der Trockner. Denn sein Stromverbrauch belastet das Haushaltsbudget doch erheblich. Wird der Trockner jedoch nur gelegentlich benutzt, rechnet sich seine Anschaffung dennoch, denn die Kosten dafür liegen deutlich unter den Modellen mit Wärmepumpe. Der Kondenstrockner kann überall aufgestellt werden und ist ähnlich allen anderen Modellen unterbaufähig. Er benötigt keinen Abluft-Anschluss oder einen Ablauf. Das gesammelte Wasser des Trocknungsvorgangs befindet sich einfach in einem Behälter und wird bei Bedarf entleert. Der Nachteil des klassischen Kondenstrockners liegt nicht nur in den hohen Betriebskosten, sondern auch in der Wärmeabgabe des Gerätes. Die warme Luft wird während des Trockenvorgangs nach außen geblasen, so dass sich die Raumtemperatur bei Betrieb deutlich erhöht.

Der Ablufttrockner

Er ist wahrscheinlich besser als sein Ruf. Doch ohne Abluft geht es eben nicht. Bei einem Ablufttrockner wird die warme feuchte Luft des Trockenvorgangs über einen Schlauch nach draußen befördert. Dafür ist zwangsläufig ein Fenster bzw. eine entsprechende Abluftvorrichtung in der Wand erforderlich. Dies schränkt den Stellplatz des Gerätes deutlich ein. Dafür wird jedoch die Abluft komplett nach draußen gebracht und Schimmelbildung durch feuchte Luft im Zimmer vermieden. Ablufttrockner benötigen zudem eine ausreichende Zuluft, um Unterdruck zu vermeiden, was besonders in Heizungsräumen für die Sicherheit notwendig ist. Für den Ablufttrockner spricht ganz klar der günstige Anschaffungspreis, der sich oft trotz der Energiesparpotentiale anderer Trocknerarten noch rechnet, wenn man die Häufigkeit des Einsatzes und die Preisdifferenz bei der Anschaffung ins Verhältnis setzt. Genaues Hinschauen lohnt sich bei der Energieeffizienzklasse. Ob haben neue Ablufttrockner die Klasse B, verbrauchen jedoch weniger kWh als ihre Kollegen der verschiedenen Kondenstrockner mit der Klasse A.

Am preiswertesten und umweltfreundlichsten ist es natürlich, die Wäsche an der Luft auf einem Wäscheständer oder der Leine zu trocknen. Da jedoch dafür nicht immer die Möglichkeit besteht bzw. das Wetter passt, haben sich Wäschetrockner, obwohl sie die Wäsche recht stark beanspruchen, als bequeme Alternative bewährt.
Text: C. D. / Stand: 20.08.2017

Wo kann man Wäschetrockner kaufen?

Hersteller von Wäschetrocknern

  • Miele
  • AEG
  • Bosch
  • Siemens