Dampfreiniger im Haushalt

Ein Dampfreiniger
Mit einem Dampfreiniger kann man die Wohnung
gründlich säubern - Foto: © Oleksandr Chub

Eine saubere Wohnung sieht nicht nur besser aus, sondern ist auch wichtig für das eigene Wohlbefinden. Aber haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass Teppiche oder Böden trotz aller Mühen zwar oberflächlich sauber, aber eben nicht tiefenrein werden? Ein Dampfreiniger soll hier Abhilfe schaffen. Dampfreiniger für den Haushalt arbeiten im Gegensatz zu Hochdruckreinigern mit etwas geringeren Temperaturen und einem niedrigeren Wasserdruck. Der heiße Wasserdampf, meist etwa 150 Grad Celsius heiß, löst hartnäckige und vor allem fettige Verschmutzungen von Böden, aus Wohntextilien und Möbeln. Auch Bakterien und Keime lassen sich durch den heißen Wasserdampf besiegen.

Wofür kann man den Dampfreiniger verwenden?

So ein Dampfreiniger ist wirklich vielfältig einsetzbar. Sie können mit dem Gerät sowohl Fußböden als auch Polstermöbel und sogar Fenster reinigen! Auf den folgenden Seiten finden Sie einige Tipps:

Dampfreiniger: Die verschiedenen Varianten

Dampfreiniger gibt es in verschiedenen Bauweisen. In Mode gekommen sind vor allem handliche Dampfbesen, die sich optisch kaum von einem herkömmlichen Besen oder Wischmopp unterscheiden. Mit ihnen sollen sich in erster Linie Fußböden einfach reinigen lassen. Eine weitere Variante sind Dampfsauger, die einen Dampfreiniger mit einem Staubsauger verbinden. Schmutz wird gelöst und anschließend direkt eingesaugt. Kleine Dampfenten sollen Möbel abdampfen und zum Beispiel das Sofa oder den Sessel porentief reinigen. Boden-Dampfreiniger sind etwas größer, bestehen aus einem umfangreichen Wasserbehälter und einer Dampfdüse.

Die Arbeitsweise

Dampfreiniger arbeiten mit Dampf und Druck. Ein Tank wird mit Wasser befüllt, dieses auf mindestens 100 Grad erhitzt. Daraufhin verdampft es. Der Dampf löst Schmutz vom Boden oder aus textilen Geweben. Durch den Druck wird der Schmutz zudem angehoben und aus der Oberfläche gepresst. So kann er aufgenommen werden.

Vorteile der Dampfreiniger

Das Reinigen mit heißem Wasserdampf kann einige Vorteile haben:

  • Mit nur einem Gerät reinigen Sie viele Oberflächen, wie Fußböden, Fenster, Küchenarbeitsplatten und sogar Möbel.
  • Der Dampf entfernt Fett, Kalk und Schmutz.
  • Die hygienische Reinigung ist ohne Chemie und ohne großen Kraftaufwand möglich. Sie benötigen keine zusätzlichen Putzmittel.
  • Der Wasserdampf bindet zudem Staub, statt ihn aufzuwirbeln. Die Reinigung mit Wasserdampf ist daher auch für Hausstaub-Allergiker empfehlenswert.

Beim Kauf zu beachten

Möchten Sie Ihre Wohnung mit einem Dampfreiniger gründlich reinigen, gibt es beim Kauf einige Dinge zu beachten:

  • Um Verbrühungen zu vermeiden, sollte der Dampfreiniger über einen separaten Nachfülltank verfügen oder wie ein Durchlauferhitzer arbeiten.
  • Achten Sie auf technische Prüfsiegel wie TÜV, LGA oder GS.
  • Der Dampfreiniger sollte an die Fläche, die Sie reinigen wollen, angemessen sein. Je größer die Fläche, desto größer sollte auch der Dampfreiniger ausfallen.
  • Achten Sie auf die Dampftemperatur. Kleine Dampfenten arbeiten oft mit eher geringen Temperaturen von 100 Grad - trifft die Feuchtigkeit auf das Gewebe auf, hat sie sich meist schon auf 80 Grad abgekühlt. Damit schaffen Sie zwar saubere Oberflächen, möchten Sie gegen Bakterien und Keime vorgehen und es hygienisch rein haben, sollten Sie sich eher für einen Dampfreiniger mit höheren Arbeitstemperaturen entscheiden.
  • Je höher der Druck, desto besser kann Schmutz gelöst werden. Allerdings vertragen nicht alle Materialien den maximalen Druck. Bevorzugen Sie Dampfdruckreiniger, deren Druck sich regulieren lässt.

Dampfreiniger eignen sich für fast alle Flächen - allerdings nicht für unversiegelte Böden. Parkett und geölte Holzböden und Korkboden sollten Sie daher lieber auf die herkömmliche Art reinigen.
Text: S. G. / Stand: 20.08.2017