Verkalkte Waschmaschine - Was nun?

Entkalkertabs für die Waschmaschine
Tabs zum Waschmaschine entkalken
Foto: © matteogamba

Haben Sie festgestellt, dass die Leistung Ihrer Waschmaschine nachlässt und stattdessen der Stromverbrauch steigt? Eine der Hauptursachen dafür ist die Verkalkung der Waschmaschine. Ablagerungen an der Trommel, den Heizstäben oder Schläuchen schaden der Waschmaschine. Die Angst vor einem Wasserschaden ist hoch. Dennoch muss nicht jede Waschmaschine oft entkalkt werden. Es gibt große Unterschiede.

Schäden durch Verkalkung der Waschmaschine

Mal abgesehen von der mangelnden Sauberkeit der Wäsche, kommt es auch noch zu anderen Folgen aufgrund der Verkalkung. Sie müssen demnach nicht nur mehr Waschmittel verwenden, um die gleiche Waschwirkung zu erzielen, sondern verbrauchen im schlimmsten Fall bis zu einem Drittel mehr Strom als normal. Denn die Heizstäbe, welche verkalkt sind, benötigen mehr Energie, um die gewünschte Waschtemperatur zu erreichen. Durch poröse Leitungen können zudem massive Wasserschäden und Probleme mit der Elektronik auftreten.

Die Wasserhärte bestimmen

Nicht jede Waschmaschine verkalkt gleich stark. Dies ist abhängig von dem Gebiet in dem Sie wohnen und der dort vorherrschenden Wasserhärte. Je härter das Wasser, desto höher ist der Kalkgehalt und die entsprechenden Ablagerungen. Die Gefahren und der Umfang durch Verkalkung sind also stark vom Härtegrad des Wassers abhängig. Liegt er beispielsweise unter 4, sind jedoch kaum Schäden zu erwarten. Auskunft über den Härtegrad bei Ihnen zu Hause gibt Ihnen das zuständige Wasserwerk vor Ort.

Waschmaschine entkalken

Zur regelmäßigen Reinigung und Pflege der Waschmaschine, die übrigens unerlässlich für eine lange Lebensdauer ist, gehört das Entkalken. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, dies zu erledigen. Entweder greifen Sie zu Fertigprodukten oder Sie nutzen Hausmittel. Zunächst gibt es in Drogerien einfache Entkalkertabletten. Außerdem können Sie Pulver kaufen, welches Sie zu jedem Waschgang hinzugeben. Spezielle Waschmaschinenentkalker werden bei geringer Wasserhärte ca. ein bis zwei Mal pro Jahr mit einer Kochwäsche ohne textilen Inhalt zur Entkalkung verwendet. Ist die Wasserhärte höher steigt die Häufigkeit entsprechend. Sie können jedoch auch mit preiswerten Hausmitteln dem Kalk an den Kragen gehen. So gelten Essig und Zitronensäure als bewährte Mittel zur Entkalkung, wobei Essig als aggressiver gilt, da er die Gummidichtungen und Schläuche härter angreift als Zitronensäure. Waschen Sie demnach aller 10 - 12 Wochen eine Leerwäsche mit Zitronensäure im Kochwaschgang. Verwenden Sie dafür ca. 6 - 8 Esslöffel Zitronensäure, die Sie einfach in die Trommel geben.
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Wasserenthärter auch in Waschpulver enthalten

Die Hersteller von Waschmitteln geben besonders bei Vollwaschmitteln bereits wasserenthärtende Substanzen zu. Ursprünglich dienen sie dafür, Tenside die bei hartem Wasser weniger schäumen und damit reinigen, besser arbeiten zu lassen und sie niedriger zu dosieren. Als positiven Nebeneffekt verhindern diese wasserenthärtenden Substanzen bereits bei normaler Dosierung einen Großteil der Verkalkung. Daher sollte jeder individuell prüfen, in wie fern eine Entkalkung der Waschmaschine tatsächlich notwendig ist. So dosieren Sie das Waschmittel richtig

Dem normalen Verschleiß der Waschmaschine kann man leider mit der Entkalkung nicht entgegenwirken. Aber es ist möglich, besonders in Gegenden mit einer hohen Wasserhärte, die Lebensdauer der Waschmaschine zu verlängern sowie die Betriebskosten durch erhöhten Waschmittelverbrauch und Stromkosten zu senken. Daher lohnt sich das Entkalken neben den üblichen Pflegemaßnahmen wie dem feuchten Abwischen der Maschine, dem Säubern des Flusensiebs und dem regelmäßigen Durchführen einer Kochwäsche.
Text: C. D. / Stand: 14.10.2017