Waschmaschinen reinigen - so einfach funktioniert es

Mann beim reinigen einer Waschmaschine
Wie bekomme ich nur die Waschmaschine wieder sauber?
Foto: © Peter Heimpel

Das Waschen der Wäsche gehört zu den Standardaufgaben bei der Hausarbeit. Trotz der Technik moderner Waschmaschinen, läuft dies nicht ohne einen gewissen Arbeitsaufwand ab. Umso ärgerlicher ist es, wenn die frisch gewaschenen Kleidungsstücke muffig aus der Maschine kommen. Der Grund dafür: die Waschmaschine wurde nicht oder zumindest unvollständig gereinigt. Dabei ist die Pflege der Waschmaschine simpel und kaum zeitaufwändig.

Ursachen für den Geruch in der Waschmaschine

Experten vom Fach sehen die Hauptursache für Verschmutzungen in der Waschmaschine in den niedrigen Waschtemperaturen und der dauerhaften Verwendung von Flüssigwaschmitteln. Was der Umwelt und dem Geldbeutel gefällt, kann jedoch der Waschmaschine auf Dauer schaden. Seifenreste, Fett und Fusseln sammeln sich nicht nur im Flusensieb, sondern auch in nicht sichtbaren Bereichen der Maschine an, so etwa unterhalb der Trommel, an Dichtungen und in Schläuchen. Können einzelne Teile der Waschmaschine zusätzlich nicht richtig nach der Benutzung abtrocknen, kommt es zudem zusätzlich zur Schimmelbildung. Das Resultat: Die Wäsche und die Maschine riechen bereits kurz nach dem Waschgang unangenehm und die Waschmaschine nimmt Schaden.

Waschmaschine sauber machen - Grundreinigung regelmäßig nötig

Zur allgemeinen Grundreinigung gehört nicht nur das äußerliche Abwischen der Maschine mit einem feuchten Tuch, um Staub oder verschüttetes Waschmittel zu entfernen, sondern auch die gründliche Säuberung des Flusensiebes.

Dieses wird je nach Anweisung des Herstellers regelmäßig von Fusseln und diversen Kleinteilen gereinigt. Dafür öffnet man an der Sockelleiste der Maschine die dafür vorgesehene Öffnung und dreht das Sieb heraus. Mitunter braucht es einigen Aufwand, um das Sieb vom Schmutz zu befreien. Je häufiger es durchgeführt wird, desto besser. Zum großen Erstaunen vieler, kommen auf diese Weise so manch verschollene Dinge wieder zum Vorschein, wie etwa Kleingeld, Socken oder Knöpfe.

Außer der regelmäßigen Reinigung des Flusensiebes, sollten auch alle Dichtungen mit einem feuchten Lappen und Essigreiniger gründlich gesäubert werden. Dies betrifft in erster Linie Frontlader, in deren Dichtungsgummi der Tür meist Wasser stehen bleibt und sich Schimmel und Ablagerungen bilden. Auch sollte man den Waschmittelbehälter richtig rausziehen und das nun freie Fach ebenfalls reinigen. Denn auch dort finden sich Waschmittelreste!

Des Weiteren darf der Einfüllbehälter für das Waschmittel beim Waschmaschine reinigen nicht vernachlässigt werden. Er bleibt bei der Grundreinigung durch schlichte Unachtsamkeit bei vielen Anwendern außen vor. Doch gerade dort sammeln sich durch Feuchtigkeit übel riechende Waschmittelreste an und unter Umständen sogar Schimmel.

Vorbeugende Maßnahmen ergreifen

Um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen, sind einige wenige aber wirkungsvolle Tricks hilfreich. Die Tür der Waschmaschine sollte stets bei Nichtbenutzen einen Spalt offen bleiben, damit der Dichtungsgummi ausreichend trocknen und Restfeuchte entweichen kann. Das gleiche gilt für das Einfüllfach des Waschmittels. Um die Maschine von Keimen zu befreien, reicht es bereits aus, regelmäßig eine Kochwäsche mit 95°C durchzuführen. Auch wenn die Waschwirkung dank moderner Waschmittel bei niedrigeren Temperaturen erreicht wird, beugen Sie somit unschönen Ablagerungen aus Fett, Schmutz und Seife innerhalb der Maschine vor. Oft werden bei 95°C Handtücher oder Bettwäsche hygienisch rein gewaschen. Sie schlagen quasi zwei Fliegen mit einer Klappe. Hygienespüler werden überflüssig und müssen nur bei Bedarf dosiert werden.

Handelsübliche Reiniger bei besonders hartem Wasser

In manchen Regionen haben die Waschmaschinen mit mehr als nur Bakterien zu kämpfen. Kalkablagerungen durch hartes Wasser können dem Gerät zu schaffen machen und die Lebenszeit der Waschmaschine verkürzen. Speziell dafür vorgesehen sind "Waschmaschinenreiniger", die es in jedem Drogeriemarkt zu kaufen gibt. Sie lösen zuverlässig Kalk und Schmutz und sollten aufgrund ihrer aggressiven Inhaltsstoffe nur ca. zwei Mal pro Jahr eingesetzt werden.
So können Sie die Waschmaschine entkalken

Hausmittel zur Waschmaschinenreinigung

Die effektivste Variante dem Kalk entgegen zu wirken, sind sicherlich die handelsüblichen Reinigungsmittel für Waschmaschinen. Dennoch können auch getrost Hausmittel zum Einsatz kommen. Dazu gehört verdünnte Zitronensäure, die es genauso in Drogeriemärkten zu kaufen gibt, wie Chlorreiniger. Beides wird entsprechend der jeweiligen Gebrauchsanweisung stark verdünnt bei Bedarf einem Waschgang mit 95°C ohne Wäsche zugegeben. Ein Geheimtipp zur Reinigung von Waschmaschinen sind außerdem ganz normale Spülmaschinentabs. Zwei Stück in die Trommel gegeben und eine 95°C Kochwäsche durchgeführt, beseitigt die gröbsten Ablagerungen im Inneren der Maschine.

Waschmaschine reinigen ist kein Hexenwerk!

Wer vorbeugend seine Maschine alle zwei Wochen mit einer Kochwäsche laufen lässt, den Einfüllbehälter regelmäßig reinigt und zudem zwei Mal pro Jahr eine Maschinenpflege aus der Drogerie anwendet, sollte zukünftig keine Probleme mehr mit einer verunreinigten Waschmaschine bekommen.
So haben Sie länger Freude an Ihrem Gerät!
Text: C. D. / Stand: 30.11.2017