Kaffeepadmaschine entkalken

Kaffeepads und Kaffeebohnen
Wie entkalkt man eine Kaffeepadmaschine?
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Kaffeepadmaschinen sind sehr pflegeleichte Haushaltsgeräte, gestaltet sich doch ihre Reinigung unkompliziert und schnell. (Kaffeepadmaschine reinigen) Zusätzlich muss die Maschine allerdings regelmäßig entkalkt werden, denn im Leitungswasser enthaltener Kalk setzt sich an den Leitungen im Innern der Kaffeepadmaschine ab. Die Folge ist dann meistens, dass das Wasser weniger erhitzt wird und der Kaffee nicht mehr so gut schmeckt.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Gefahr der Bildung von Keimen, die nur durch wirklich heißes Wasser abgetötet werden. Sehr starke Kalkablagerungen können zudem die Funktion der Kaffeepadmaschine einschränken und sogar zu Defekten führen. Das regelmäßige Entkalken sollte daher zur Gewohnheit werden.

Wie oft muss eine Kaffeepadmaschine entkalkt werden?

Wie häufig eine Kaffeepadmaschine entkalkt werden muss, hängt von der Benutzung und der Wasserhärte am Wohnort ab. Die Wasserhärte bezeichnet den Kalkgehalt im Leitungswasser. In Deutschland gibt es drei Härtebereiche: weich, mittel und hart, die sich je nach Bundesland stark unterscheiden können. In Berlin zum Beispiel herrscht hartes Wasser vor - in Niedersachsen wiederum ist es recht weich. Welche Wasserhärte am Wohnort besteht, erfährt man von den örtlichen Wasserversorgern. Die Hersteller von Kaffeepadmaschinen empfehlen, die Entkalkung alle ein bis drei Monate vorzunehmen. Als Faustregel gilt: Wird die Maschine häufig mit hartem Wasser genutzt, ist die monatliche Entkalkung sinnvoll. Die Wasserhärte lässt sich allerdings beeinflussen. Gibt man etwas Natron in den Wassertank, wird das Wasser etwas weicher und der Kaffee schmeckt häufig sogar besser. Auch die Nutzung einer Wasserfilterkanne kann sinnvoll sein, da diese bereits einen Teil des Kalks aus dem Leitungswasser filtert.

Welche Mittel eignen sich zum Entkalken?

Am besten eignet sich zum Entkalken einer Kaffeepadmaschine ein flüssiger Entkalker. Zahlreiche Hersteller bieten diesen im Handel zu unterschiedlichen Preisen an. Wer besonderen Wert auf biologische Abbaubarkeit legt, greift entweder auf Bio-Entkalker oder Zitronensäure zurück. Von der Verwendung von Essig für das Entkalken wird bei Kaffeepadmaschinen in der Regel abgeraten. Da dieser recht aggressiv ist, können damit Gummidichtungen angegriffen und porös werden. Praktisch sind gefärbte Entkalkungsmittel: Man sieht nach dem Spülen auf einen Blick, ob sich noch Entkalker in den Leitungen befindet, wenn das Wasser noch nicht klar ist.

Wie geht man beim Entkalken der Kaffeepadmaschine vor?

Auch wenn es unterschiedliche Modelle gibt, unterscheidet sich der Entkalkungsvorgang bei den meisten Kaffeepadmaschinen nur unwesentlich. Generell wird das Entkalkungsmittel mit Wasser vermischt in den Wassertank gegeben. Das Mischungsverhältnis steht zumeist auf dem Behälter des Entkalkers. Wird Zitronensäure verwendet, sollten 20 Milliliter für eine Menge von einem Liter Wasser ausreichen. Das sind ungefähr zwei Esslöffel voll. Im Anschluss wird ein großes Gefäß unter den Ausgang gestellt, ein Padhalter eingesetzt und der Brühvorgang per Tastendruck gestartet. Der Vorgang wird so lange wiederholt, bis der Wasserbehälter leer ist. Danach wird die Maschine noch zwei- bis dreimal mit klarem Wassers auf die gleiche Weise durchgespült, bis der Entkalker restlos entfernt ist. Hinterher werden der Wassertank, der Padhalter und der Ausguss mit lauwarmem Wasser gespült. Dann ist die Kaffeepadmaschine wieder bereit für die Zubereitung von Kaffeegetränken.

Eine Halbautomatik kann das Entkalken erleichtern

Einige Kaffeepadmaschinen haben für das Entkalken eine spezielle Halbautomatik, die beispielsweise durch das Drücken von zwei Tasten gleichzeitig oder das längere Festhalten einer Taste gestartet wird. Näheres dazu entnimmt man der entsprechenden Bedienungsanleitung. Ist diese nicht mehr vorhanden, bieten viele Hersteller Anleitungen zum Download auf ihrer Website im Bereich Service oder Support an.
Text: H. J. / Stand: 10.10.2018

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