Kaffeevollautomat entkalken

Kaffeevollautomaten im Laden
Wie entkalkt man einen Kaffeevollautomat?
Foto: © starush

Kaffeeliebhaber schätzen die Vielfalt, welche Kaffeevollautomaten bieten. Nahezu alle Varianten des aromatischen Getränks lassen sich mit den Geräten zaubern. Café Crema, Cappuccino oder Espresso garantieren einen guten Start in den Tag. Für den vollen Geschmack und die Funktionstüchtigkeit des Vollautomaten, ist ein regelmäßiges Entkalken unerlässlich. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie dabei achten sollten.

Wie muss man den Kaffeevollautomat entkalken?

Das Trinkwasser hierzulande enthält ganz natürlich Kalk. Doch die Konzentration im Wasser variiert je nach Region sehr stark. Je härter das Wasser, also je mehr Kalk von vornherein enthalten ist, desto öfter bedarf es einer Entkalkung des Kaffeevollautomaten.

Auskunft über die örtliche Wasserhärte liefern die zuständigen Wasserwerke oder Teststreifen, welche in Apotheken bzw. dem Internet käuflich zu erwerben sind. Zahlreiche Hersteller legen der Verpackung der Maschine einen solchen Teststreifen auch bei. Wird kalkhaltiges Wasser erhitzt, flockt der Kalk aus. Im Falle des Kaffeevollautomaten lagern sich diese Rückstände im Inneren der Maschine ab. Nach und nach setzen sich etwa die Leitungen des Vollautomaten zu. Immer weniger Wasser fließt hindurch. Anzeichen hierfür sind laute Brühgeräusche oder ein geringer und langsamer Durchfluss des Kaffees. Da der Kalk gleichermaßen die Heizspiralen bedeckt, zieht die Maschine deutlich mehr Strom. Ihr gelingt es nur noch bedingt, das Wasser zu erhitzen. Lauwarmer Kaffee fließt in die Tasse. Da Kalkablagerungen während des Brühvorgangs auch in den Kaffee gelangen, verliert dieser deutlich an Geschmack. Kundige Besitzer eines Kaffeevollautomaten achten daher gewissenhaft darauf, die Lebensdauer des teuren Gerätes sowie das Geschmackserlebnis durch regelmäßiges Entkalken zu gewährleisten.

Die automatischen Reinigungsprogramme der Maschinen - Wie oft Kaffeevollautomaten entkalken?

Nahezu jeder moderne Kaffeevollautomat verfügt über ein automatisches Reinigungsprogramm. Allerdings besteht nur bei einigen Geräten die Möglichkeit, den Härtegrad des Wassers zu programmieren. Dementsprechend wichtig ist es, selbst ein Auge auf die regelmäßige Pflege zu haben. Viele dieser meist günstigeren Geräte gehen von einer mittleren Wasserhärte aus und geben nach einer bestimmten Anzahl von Brühvorgängen ein Signal zur Reinigung. Je öfter köstliche Kaffeespezialitäten mit einem Vollautomaten zubereitet werden, desto häufiger ist das Entkalken erforderlich. Bei hartem Wasser empfehlen die Hersteller meist ein Mal pro Monat diese Pflegemaßnahme. Bei weichem Wasser reichen oftmals Reinigungszyklen von zwei bis drei Monaten aus. Genauere Angaben können der jeweiligen Bedienungsanleitung des Herstellers entnommen werden.

Vorsicht vor dem Erlöschen der Gewährleistung

Jeder Hersteller empfiehlt für sein Gerät bestimmte Entkalker. Sie sind speziell auf die Zusammensetzung der einzelnen Baukomponenten abgestimmt. Übliche Entkalker kommen vorrangig als Flüssigkeit oder in Tab-Form zum Einsatz und basieren zumeist auf Zitronen- bzw. Milchsäure. Kommt es zu Defekten beim Kaffeevollautomaten, übernimmt unter normalen Umständen der Hersteller die Reparaturkosten im Rahmen seiner Gewährleistungspflicht für zwei Jahre. Geht das Problem jedoch auf eine falsche Handhabung bzw. die Entkalkung mit ungeeigneten Produkten zurück, erlischt die Gewährleistung und der Nutzer bleibt auf den Kosten sitzen. Daher sollten Alternativprodukte aus der Drogerie oder dem Supermarkt erst nach Ablauf dieser Frist verwendet werden, sofern sie nicht die gleiche chemische Zusammensetzung wie die Originalentkalker besitzen.

Entkalker richtig anwenden

Die Entkalker-Flüssigkeit bzw. die Tabs werden nach Verpackungsanweisung im Wassertank aufgelöst bzw. in den dafür vorgesehen Behälter gegeben. Anschließend muss das Reinigungsprogramm gestartet werden, sofern es nicht automatisch abläuft. Die im Entkalker enthaltene Säure löst die Kalkablagerungen und spült sie einfach aus. Ein Nachspülvorgang ist dann immer empfehlenswert.

Essig als Hausmittel ist tabu

Für die Entkalkung eines Kaffeevollautomaten als gänzlich ungeeignet erweist sich Essig. Zwar ist der Einsatz von Essig im Haushalt vielfach sinnvoll, doch für die empfindlichen Dichtungen des Gerätes eignet sich die Säure nicht. Darüber hinaus lassen sich selbst durch mehrfaches Nachspülen Essigreste nicht vollständig aus dem Vollautomaten entfernen. Der Geschmack des Kaffees leidet deutlich darunter.

Starken Verkalkungen vorbeugen

Wer in Regionen mit sehr hartem Wasser lebt, muss ein besonderes Augenmerk auf die regelmäßige Entkalkung des Kaffeevollautomaten legen. Um die Reinigungsintervalle zu verkürzen und die Maschine zu schonen, kann auf stilles Wasser aus der Flasche zurückgegriffen werden. Ebenfalls empfehlenswert ist der Einsatz eines handelsüblichen Wasserfilters, der allerdings gleichermaßen mit Zusatzkosten verbunden ist. Durch den geringeren Kalkgehalt im Wasser verbessert sich allerdings auch der Kaffeegeschmack.

Fazit: Um die Lebensdauer der preisintensiven Kaffeevollautomaten zu erhöhen und die Qualität des Kaffees zu erhalten, bedarf es regelmäßiger Entkalkungen. Je nach Anwendungshäufigkeit bzw. dem Härtegrad des Wassers variiert die Zeitspanne zwischen den Entkalkungen von ein bis vier Monaten.
Text: C. D. / Stand: 08.12.2018

Kaffeemaschine

Küchengeräte

Technik im Haushalt