Wie die Kaffeemaschine entkalken?

Kaffeemaschine und zwei Kaffeebecher
Wie entkalkt man die Kaffeemaschine?
Foto: © Africa Studio

Unser Trinkwasser enthält ganz natürlich Kalk. Dieser lagert sich bei der Benutzung der Filterkaffeemaschine im Inneren des Gerätes ab. Schnell wird der Kaffeegenuss getrübt, denn die Kalkablagerungen nehmen nicht nur Einfluss auf den Geschmack, sondern auch auf die Temperatur des Kaffees oder die Lebensdauer der Filterkaffeemaschine. Wer auch zukünftig auf seinen morgendlichen Kaffeegenuss nicht verzichten mag, muss regelmäßig seine Kaffeemaschine entkalken.

Entkalken verhindert unnötige Kosten

Kalkablagerungen im Wasserbehälter, den Schläuchen oder an der Heizspirale sind bei Filterkaffeemaschinen keine Seltenheit. Je nach Region variiert die Wasserhärte hierzulande stark. Während bei weichem Wasser ein Entkalken alle zwei bis drei Monate vollkommen ausreicht, sind in Gebieten mit hartem Wasser diese Reinigungsmaßnahmen alle drei bis vier Wochen notwendig.

Beim Vernachlässigen dieser Maßnahme, wird die Kalkschicht im Inneren der Filterkaffeemaschine immer dicker. Folglich schafft es die Heizspirale nicht mehr, die gewünschte Temperatur zu erbringen - der Kaffee kommt lauwarm aus der Maschine. Im gleichen Zuge steigt der Stromverbrauch des Gerätes. Auch das Aroma des Filterkaffees wird negativ durch den Kalk beeinträchtigt. Da nun die Pumpe mehr leisten muss, um das Wasser durch die verengten Schläuche zu befördern, brühen die Kaffeemaschinen nun lautstark das braune Heißgetränk. Wer das Verkalken also zu lang schleifen lässt, muss mit eventuellen Reparaturkosten bzw. einer geringeren Lebensdauer der Maschine rechnen.

Handelsübliche Entkalker für die Filterkaffeemaschine

Einfach, sauber und wirksam erweisen sich gebrauchsfertige Entkalker aus dem Drogeriemarkt. Sie sind sowohl als Lösung als auch in Tablettenform erhältlich. Die Gebrauchsanweisung befindet sich gut verständlich auf der Verpackung. Zumeist muss der Entkalker mit einer vorgegebenen Wassermenge vermischt und in den Wasserbehälter der Filterkaffeemaschine gegeben werden. Während des anschließenden Brühvorgangs löst die enthaltene Säure die kalkhaltigen Ablagerungen in der Maschine. Durch ein mehrmaliges Nachspülen mit klarem Wasser verliert sich der anfängliche Geruch des Entkalkers. Manche gebrauchsfertige Entkalker enthalten einen Farbstoff als Indikator, ob sämtliche Reste des Mittels nun vollständig ausgespült wurden. Um möglichst viel Kalkpartikel aufzufangen, empfiehlt sich während des Reinigungsvorgangs das Einlegen eines normalen Kaffeefilters in die Maschine.

Entkalken mit Hilfe von Hausmitteln

Für handelsübliche Filterkaffeemaschinen steht auch die Option offen, Hausmittel zur Entkalkung zu verwenden. Besonders schonend und beliebt hierfür ist Zitronensäure. Sie greift die Dichtungen weniger an und löst kalkhaltige Verkrustungen hervorragend. Allerdings sollte der Zitronensäure ein wenig Zeit zum Einwirken gegeben werden. Mischen Sie daher ca. 30 - 35 ml Zitronensäure mit acht Tassen kaltem Wasser. Hat sich die Zitronensäure vollständig aufgelöst, kommt die Mischung in die Maschine. Diese wird nur kurz angeschaltet. Sobald einige Tropfen den Kaffeekrug erreichen, wird der Brühvorgang unterbrochen. Die Zitronensäure ist nun im gesamten System der Kaffeemaschine verteilt und kann einwirken. Nach einer Stunde wird mit klarem Wasser mehrfach nachgespült. Im eingelegten Kaffeefilter befinden sich nun Kalkrückstände. Ähnlich effektiv erweist sich Essig für die Beseitigung der Kalkablagerungen. Auf einen Teil Essig geben Sie zwei Teile Wasser. Anschließend führen Sie die Entkalkung analog der mit Zitronensäure durch. Mitunter kann bei der Anwendung von Essig ein starker und penetranter Geruch entstehen, der ein vielfaches Nachspülen der Maschine mit klarem Wasser erforderlich macht.

Fazit: Regelmäßiges Entkalken mit handelsüblichem Entkalker oder mit Hausmitteln erhöht die Lebensdauer der Filterkaffeemaschine und erhält den Kaffeegenuss über viele Jahre. Die Reinigungsintervalle hängen von der örtlichen Wasserhärte ab.
Text: C. D. / Stand: 30.11.2017