Wasserenthärter für Waschmaschinen

Erfahren Sie hier wie sinnvoll Wasserenthärter für Waschmaschinen sind. Außerdem erklären wir wie man den Wasserenthärter richtig anwendet.

Wasserenthärter für Waschmaschinen sinnvoll oder überflüssig?

Mann gibt Wasserenthärter in die Waschmaschine
Muss man Wasserenthärter für die Waschmaschine nehmen? - Foto: © Sergiy Serdyuk

Ob beim Waschen in der Waschmaschine ein Wasserenthärter zusätzlich zum Waschmittel genutzt werden soll, ist bei Konsumenten und auch bei Technikern umstritten.

Während einige meinen, dass zu viel Kalk die Heizstäbe angreift und damit die Waschmaschine schneller kaputt geht, behaupten andere, dass ein wenig Kalk einen Heizstab sogar schützen kann. Andere Thesen gehen von einem höheren Stromverbrauch durch verkalkte Heizstäbe aus.

Doch ist der Einsatz von Wasserenthärter für eine funktionstüchtige Waschmaschine wirklich notwendig oder fallen wir auf die Werbung herein?
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Hartes Wasser lässt Haushaltsgeräte schneller verkalken

Fakt ist, dass unser Leitungswasser Kalk enthält, der sich in der Trommel und auch auf dem Heizstab absetzen kann. Je nachdem welche Härte das Wasser in der jeweiligen Region hat, kann der Kalkgehalt höher oder niedriger sein. Je härter das Wasser ist, umso schneller können Haushaltsgeräte verkalken. In Deutschland wird seit 2007 zwischen drei Härtebereichen unterschieden, und zwar weich, mittel und hart. Welchen Härtebereich das Wasser am Wohnort hat, kann man zum Beispiel beim örtlichen Wasserversorger erfahren.

Das Waschen mit modernen Waschmitteln verringert die Kalkbildung

Alle derzeit auf dem Markt erhältlichen Waschmittel enthalten neben den waschaktiven Tensiden und Farb- sowie Duftstoffen auch Wasserenthärterzusätze. Aus diesem Grund sind auf den meisten Waschmaschinenpackungen auch Dosierhinweise für alle Wasserhärtebereiche aufgedruckt. Hält man sich an die Empfehlungen der Waschmittelhersteller, tritt eine extrem starke Verkalkung der Waschtrommel und der Heizstäbe erst gar nicht ein. Zwar soll sich etwas Waschmittel sparen lassen, wenn man zusätzlich einen Wasserenthärter hinzugibt, aber da dieser auch Geld kostet, ist mit einer finanziellen Entlastung dadurch kaum zu rechnen. Außerdem sollte man bedenken, dass durch einen Wasserenthärter zusätzliche chemikalische Stoffe in unser Abwasser und damit auch in das Grundwasser gelangen, die hier nichts zu suchen haben.

Welche Alternative gibt es zu den zusätzlichen Wasserenthärtern für Waschmaschinen?

Bei langjähriger und häufiger Nutzung kann es dennoch zu einigen Kalkablagerungen in der Waschmaschine kommen. Diese können von Zeit zu Zeit mit einem handelsüblichen Waschmaschinenentkalker entfernt werden. Dieses Mittel beseitigt gleichzeitig Bakterien sowie Fettablagerungen und verhindert damit einen unangenehmen Geruch der Waschmaschine. Abzuraten ist hingegen von der Verwendung von Essig oder Zitronensäure. Diese Mittel entfernen zwar den Kalk, können aber die Kunststoffdichtungen und die Gummischläuche angreifen. Die Wasserenthärter für Waschmaschinen sind also heute nicht mehr unbedingt notwendig.
Text: H. J. / Stand: 08.08.2018

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