Stressfreies Weihnachtsmenü

Traditionelles Weihnachtsmenü
Ein stressfreies Weihnachtsmenü sorgt für Entspannung an den Feiertagen! - Foto: © karepa

Wir geben hier Tipps zu Planung & Kochen eines stressfreien Weihnachtsmenü. So werden die Weihnachtstage entspannt:

Weihnachtsmenü: Stressfrei planen, kochen und genießen

Jedes Jahr an Weihnachten spielt sich in den Küchen zahlloser Familien das Gleiche ab: Es wird hektisch gerührt, gehackt, geschnitten - und oft auch gestritten. Die eigentlich besinnliche Zeit entwickelt sich unter dem Druck des perfekten Weihnachtsmenüs zu einer der wohl stressigsten Phasen des Jahres. Das allerdings muss nicht sein, denn wer clever plant, schützt sich vor Zeitdruck und Ärger

Entspannte Gerichte für die Feiertage

Die Auswahl des Menüs ist bei der Gestaltung eines möglichst entspannten Festes das A und O. Aufwändige Rezepte, für die Hobbykoch oder -köchin viele Stunden lang in der Küche stehen müssen, eignen sich denkbar schlecht, denn sie rauben nicht nur Zeit, sondern bergen auch ein gewisses Pannen-Risiko. Fallen die selbstgemachten Maultaschen im Kochwasser auseinander oder werden die mühsam gerollten Rouladen einfach nicht gar, ist Stress vorprogrammiert. Neues auszuprobieren, ist keine gute Idee, denn hier fehlt oftmals die Erfahrung. Daher empfiehlt es sich, zum Fest auf Bewährtes zu setzen, das sich leicht vorbereiten lässt. Salate beispielsweise können schon am Vortag zubereitet werden. Und auch ein vorgegarter Schweinebraten, der am Tag der Feier lediglich kurz in den Ofen geschoben wird, sorgt für Entlastung.

Das Weihnachtsmenü besteht am besten aus einzelnen Komponenten, die sich nicht gegenseitig blockieren. Schöne Beispiele:

  • Braten mit Kartoffelsalat
  • Gänsekeule aus dem Ofen mit Spätzle und Rotkraut
  • Tortellini mit Ofengemüse
  • Schnitzelpfanne zum Backen im Ofen mit Klößen
Zum Dessert sollten am besten Leckereien serviert werden, die sich leicht vorbereiten lassen. Hierzu gehören sowohl Tiramisu und Kuchen als auch Schicht-Creme mit Früchten oder Mousse au chocolat.

Der richtige Ablauf schafft Entlastung

Wie bereits erwähnt, ist Vorbereitung entscheidend. Wer sein Weihnachtsmenü so plant, dass er am Festtag mehrere Stunden lang in der Küche stehen muss, verpasst die schöne Zeit mit der Familie. Alle oben gezeigten Gerichte haben den Vorteil, dass sich einzelne Bestandteile entweder zügig kochen oder gut vorbereiten lassen. Besonders gut ist es, wenn sich alle anstehenden Handgriffe auf mehrere Schultern verteilen lassen. So könnten sich Paare die Zubereitung des Weihnachtsmenüs kurzerhand teilen, was beide entlastet und zudem schöne Stunden zu zweit beschert. So können am Vortag bereits Dinge wie das Schneiden von Gemüse, das Zubereiten von Saucen und Desserts oder auch das Backen eines Kuchens erledigt werden. Gleichermaßen praktisch ist es, wenn Fleisch am Weihnachtsabend schon vorgegart, paniert oder mariniert bereitliegt. Gerade Aufgaben, die für Unordnung in der Küche sorgen, sollten besser anstehen, bevor die Küche noch einmal gereinigt wird.

Nicht zu spät einkaufen

Ist das Menü geplant und steht bereits eine detaillierte Liste mit allen Teilschritten und Aufgaben fest, muss eine Einkaufsliste erstellt werden. An dieser Stelle wird deutlich, dass die Verpflegung nicht erst zwei Tage vor der Feier zusammengestellt werden sollte. Wer drei Wochen zuvor geplant hat, kann auch die Einkäufe entspannter erledigen, Fleisch beim Metzger bestellen und entkommt dem Massenandrang an Heiligabend.

Was die Einkäufe betrifft, so sollten diese in zwei Kategorien unterteilt werden:

  • Frische Ware
  • und Haltbares
Haltbares wie Nudeln, Mehl, Zucker, Gewürze und Öl kann problemlos schon Wochen vor dem Fest eingekauft und bereitgehalten werden. Das verkürzt den Weihnachtseinkauf und schafft Raum für Freizeit-Genuss. Frisches, zum Beispiel Salat, Fleisch, Milchprodukte, Eier oder auch Obst und Gemüse kann gerne noch ein weiteres Mal unterteilt werden. Hier bietet es sich an, Dinge aufzulisten, die eine Woche lang aufbewahrt werden können und solche, die wirklich erst am Tag vor der Feier ins Haus gelangen sollten. So entsteht ein dreigeteilter Einkaufsplan, der die Vorratskammer für den feierlichen Abend Stück für Stück füllt.
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Damit Ärgernisse wie vergessene Sahne nicht am Weihnachtstag für Streit sorgen, sollte die gesamte Einkaufsliste etwa vier Tage vor dem Fest noch einmal durchgegangen werden. Dann wird deutlich, was noch fehlt und kann rechtzeitig besorgt werden. Wer das vergisst, muss im schlimmsten Fall an Heiligabend noch einmal aus dem Haus und sich im Supermarkt mit vielen anderen in lange Kassenschlangen einreihen.

Tisch decken nicht vergessen!

Zu einem leckeren Weihnachtsmenü gehört auch ein schön eingedeckter Tisch. Da das auch einige Zeit in Anspruch nehmen kann, sollte man den Tisch am Vorabend decken. So hat man genügend Zeit Tischdecke, Servietten, Tischdeko, Besteck, Geschirr und Gläser schön zu arrangieren. Auch wenn man sich vorab schon einen Plan gemacht hat, kann das in Natura dann manchmal doch nicht so schön aussehen. Damit auch das Tisch decken stressfrei über die Bühne geht, sollte man am besten um den 1. Advent schon mal alle Utensilien checken. Ist die Tischdecke sauber? Sind ausreichend Gläser, Besteck und Geschirr vorhanden? Natürlich sollte auch alles zusammenpassen. Fehlt etwas oder muss neu gekauft werden kann man das in den kommenden Wochen mit erledigen.
Text: A. W. + K. F. / Stand: 08.12.2018

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