Spargel zubereiten

Text: M. S. (Hobbyköchin) / Letzte Aktualisierung: 17.10.2020

Frischer grüner und weißer Spargel
Wie wird grüner und weißer Spargel zubereitet? - Foto: © Marek Gottschalk - stock.adobe. com

In diesem Artikel erklärt eine Hobbyköchin wie man Spargel zubereiten kann und was der Unterschied zwischen grünem und weißem Spargel ist.

Wie kann man Spargel zubereiten?

Spargel zählt zur Familie der Spargelgewächse und stammt ursprünglich aus Westasien. Weil er zu 95 Prozent aus Wasser besteht, ist er besonders kalorienarm. Dafür steckt er voller Vitamine und Spurenelemente. In China wurde Spargel bereits vor mehr als 4.000 Jahren als Heilpflanze eingesetzt. Heute gibt es kaum ein Frühjahrsgemüse, das sich größerer Beliebtheit erfreut. Mit diesen Tipps wird die richtige Zubereitung von Bleich- und Grünspargel zum Kinderspiel.

Frische-Tipp:
Wegen des hohen Wasseranteils ist Spargel schnell verderblich. Die Frische lässt sich anhand weniger Merkmale überprüfen: Der perfekte Spargel lässt sich mit wenig Kraftaufwand brechen und quietscht, wenn die Stangen aneinander reiben. Wer auf Nummer sicher gehen will, drückt mit zwei Fingern leicht in das holzige Ende - tritt Feuchtigkeit aus, ist der Spargel frisch! Da konventioneller Spargel oft stark mit Pestiziden belastet ist, ist der Kauf von Bio-Spargel empfehlenswert.

Grüner vs. weißer Spargel - wo liegt der Unterschied?

Grünspargel wächst in der Sonne, weißer Spargel (auch Bleichspargel genannt) unter der Erde. Er wird gestochen, sobald die Spitzen aus dem Boden kommen. Die gute Nachricht lautet: Beide Spargelsorten sind gesund, fettfrei und haben kaum Kalorien. Dafür enthalten sie jede Menge Vitamin A, C und E sowie verschiedene B-Vitamine (z.B. Folsäure). Auch ist Spargel eine tolle Quelle für Kalium, Kalzium, Phosphor, Natrium und bioaktive Pflanzenstoffe. Dennoch ist grüner Spargel gesünder als Bleichspargel. Er liefert mehr Vitamin C und 300 Mal mehr B-Vitamine als sein weißer Bruder. Auch bei der Zubereitung hat der grüne Spargel die Nase vorne, denn im Gegensatz zum Bleichspargel muss er vor dem Verzehr nicht geschält werden - es sei denn, die Schale ist dick und unappetitlich.

Spargel kochen

Gekochter Spargel wird traditionell mit Schinken, Kartoffeln und Sauce Hollandaise serviert. Beim Kochen gehen jedoch viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente verloren. Je länger Spargel gekocht wird, desto mehr Nährstoffe werden zerstört. Daher sollte die Kochdauer so kurz wie möglich gehalten werden. Allgemein ist es ratsam, auf schonende Zubereitungsarten auszuweichen, wie Dünsten, Blanchieren oder Dämpfen. Zum Kochen von Spargel brauchen Sie Wasser, Salz, Zucker, Butter, eine Scheibe Zitrone, einen Topf und eine Schaumkelle.

Wie wird Spargel gekocht?

  • Einen Topf mit Wasser füllen und zum Kochen bringen. Je zwei Prisen Salz und Zucker, ein kleines Stück Butter und eine Scheibe Zitrone hinzufügen.
  • Das Gemüse zunächst waschen. Weißen Spargel schälen, die Enden abtrennen und die Spargelstangen mit Küchengarn zu einem kompakten Bündel verschnüren.
  • Den Spargel mit Hilfe einer Schaumkelle ins kochende Wasser legen. Die Kochzeit variiert je nach Dicke der Spargelstangen. Als Faustregel gilt: Die Kochzeit für grünen Spargel beträgt 5 bis 10 Minuten, weißer Spargel sollte 10 bis 15 Minuten gekocht werden. Mit Hilfe einer Gabel lässt sich prüfen, ob die Spargelstangen schon gar bzw. noch bissfest sind.

Unser Tipp: Beim Kochen werden viele Vitamine und Mineralstoffe aus dem Gemüse ins Kochwasser abgegeben. Wer auf die wertvollen Nährstoffe nicht verzichten möchte, kann die Flüssigkeit als Basis für leckere und gesunde Suppen und Soßen verwenden!

Gekochter grüner und weißer Spargel mit Sauce hollandaise
Der Klassiker: Gekochter Spargel mit Kartoffel, Schinken und Sauce hollandaise - Foto: © karepa - stock.adobe. com

Spargel blanchieren

Spargel ist hervorragend zum Blanchieren geeignet. Bei dieser schonenden Garmethode bleibt das Gemüse schön knackig und behält seine frische Farbe. Auch Vitamine und Spurenelemente bleiben beim Blanchieren größtenteils erhalten. Wenn Sie Spargel einfrieren oder einkochen möchten, ist diese Zubereitungsmethode besonders empfehlenswert. Denn: Durch das Blanchieren lassen sich Pilze und Keime abtöten, die das Einfrieren überstehen würden. Zum Blanchieren von Spargel brauchen Sie einen hohen Topf, Salz und eine Schüssel mit Eiswasser.

Wie wird Spargel blanchiert?

  • Einen hohen Topf mit Wasser füllen, 2 bis 3 TL Salz hinzugeben und zum Kochen bringen. Währenddessen eine Schüssel mit Eiswasser bereitstellen.
  • Den Spargel waschen. Die Haut des weißen Spargels mit dem Spargel- oder Sparschäler abziehen und die hölzernen Enden abtrennen.
  • Den Spargel in das kochende Wasser geben. Die Garzeit variiert, je nach Durchmesser der Stangen, zwischen drei und fünf Minuten.
  • Jetzt den Spargel im Eiswasser abschrecken und nach Belieben weiterverarbeiten.

Unser Tipp: Blanchierter Spargel schmeckt köstlich in leichten Pasta-Gerichten oder cremigen Risottos.

Spargel dünsten

Durch Dünsten lässt sich Spargel schonend, einfach und schnell zubereiten. Dank vergleichsweise geringen Temperaturen ist diese Zubereitungsart besonders schonend: Anders als beim Kochen gehen wertvolle Vitamine und Nährstoffe dabei nicht verloren. Zum Dünsten von Spargel benötigen Sie nichts weiter, als einen Topf mit Deckel und eine geringe Menge Öl oder Butter.

Wie wird Spargel gedünstet?

  • Den Spargel gründlich waschen, weißen Spargel schälen. Die unteren Enden sorgfältig abtrennen. Anschließend die Stangen leicht salzen und schräg in gleichgroße Stücke schneiden.
  • Öl oder Butter in einen Topf geben, Spargel hinzufügen, zudecken und auf niedriger bis mittlerer Hitze bis zu fünf Minuten garen lassen. Von Zeit zu Zeit wenden, bis der Spargel eine appetitliche Farbe annimmt. Der Geschmackstest zeigt, wann das Gemüse gar ist - der perfekte Spargel sollte übrigens noch etwas Biss haben.

Spargel dämpfen

Das Dämpfen gilt als gesündeste und schonendste Methode für die Zubereitung von Gemüse. Denn: Da beim Dämpfen kaum Flüssigkeit zum Einsatz kommt, bleiben Vitamine, Mineralstoffe, Farbe und Geschmack fast zur Gänze erhalten. Anders als beim Dünsten wird der Spargel nicht im eigenen Saft oder in Öl erhitzt, sondern gart allein durch Wasserdampf. Da diese Art der Zubereitung völlig ohne Fett auskommt, ist sie obendrein besonders kalorienarm. Zum Dämpfen von Spargel benötigen Sie einen großen Topf mit Deckel, einen speziellen Dämpfeinsatz oder Dampfbeutel sowie Salz und Pfeffer.

Wie wird Spargel gedämpft?

  • Das Gemüse zunächst waschen. Die Stangen des weißen Spargels schälen und die holzigen Enden entfernen. Den Spargel in gleichmäßige Stücke schneiden.
  • Den Topf zu zwei Zentimetern mit Wasser füllen.
  • Den Spargel in den Dämpfeinsatz geben, in den Topf stellen und den Deckel draufsetzen.
  • Das Wasser aufkochen, das Ganze anschließend für 30 Minuten bei geringer bis mittlerer Hitze köcheln lassen.
  • Zum Schluss den Deckel abnehmen und den gedämpften Spargel mit Salz und Pfeffer würzen.

Wer keinen Topfeinsatz zu Hause hat, kann auch spezielle Dampfbeutel verwenden. Diese sind in gut sortierten Supermärkten erhältlich.

Wie funktioniert das Dämpfen im Dampfbeutel?

  • Das Gemüse wie beschrieben waschen, schälen und in gleichmäßige Stücke schneiden.
  • Den Spargel mit einem Schuss Gemüsebrühe oder Zitronensaft sowie einer Prise Salz und Zucker in den Beutel geben.
  • Den Dampfbeutel verschließen, auf ein Backblech legen und den Spargel für ca. 30 Minuten bei 200 Grad garen lassen.

Im Gegensatz zu grünem Spargel muss Bleichspargel sorgfältig geschält werden. Mit wenigen Tricks ist das Schälen von Spargel ganz einfach: Einen Spargel- oder Sparschäler unter dem zarten Kopf der Spargelstange ansetzen und die Schale damit abziehen. Lassen Sie die Bewegung nach untenhin großzügiger werden - am unteren Ende ist die Schale besonders dick. Egal ob weiß oder grün, für beide Spargelsorten gilt: Die holzigen Enden sollten großzügig mit einem scharfen Messer entfernt werden.

Spargel braten

Gebratener Spargel ist besonders schmackhaft, da in der Pfanne feine Röstaromen entstehen. Durch zu hohe Temperaturen gehen wertvolle Vitamine und Nährstoffe im Gemüse jedoch verloren. Deshalb empfiehlt es sich, Spargel nicht bei voller Hitze zu braten und die Dauer so kurz wie möglich zu halten. Zum Braten von Spargel brauchen Sie Butter, Margarine oder Pflanzenöl, Salz und Pfeffer sowie eine Pfanne oder einen Wok.

Wie wird Spargel gebraten?

  • Den Spargel waschen. Wenn Sie weißen Spargel verwenden, muss dieser zunächst geschält werden. Anschließend die holzigen Enden wegschneiden. Wer möchte, kann den Spargel in kleinere, möglichst gleichgroße Stücke schneiden. Allerdings kann das Gemüse auch im Ganzen gebraten werden.
  • Etwas Butter, Margarine oder Pflanzenöl (z.B. Maiskeim- oder Sonnenblumenöl) in der Pfanne oder einem Wok erhitzen.
  • Die Spargelstangen hinzufügen und - je nach Dicke - zwischen acht und zwölf Minuten bei mittlerer Hitze braten. Den Spargel in regelmäßigen Abständen mit einem Pfannenwender wenden, um das Anbrennen zu verhindern. Zu guter Letzt mit Salz und Pfeffer würzen.

Unser Tipp: Gebratener Spargel passt dank des intensiven Röstaromas hervorragend zu Fleisch und Fisch. Auch Pfannengerichte mit Nudeln und Kartoffeln lassen sich durch die Zugabe von gebratenem Spargel verfeinern.

Spargel im Ofen zubereiten

Die Wenigsten Spargelfreunde wissen: Das edle Gemüse kann man nicht nur kochen, braten, dünsten, dämpfen und blanchieren, sondern auch im Ofen zubereiten. Gebackener Spargel schmeckt intensiver, da das Aroma nicht verkocht wird - stattdessen schmort das Gemüse in seinem eigenen Saft. Für gebackenen Spargel brauchen Sie eine hitzefeste Auflaufform, Butter, Salz, Pfeffer, Zucker, Zitrone und je nach Geschmack etwas Weiß- oder Roséwein.

Wie wird Spargel im Ofen zubereitet?

  • Den Backofen auf 200 Grad bei Ober- und Unterhitze oder 180 Grad Umluft vorheizen.
  • Den Spargel gründlich waschen, weißen Spargel schälen und die Spargelenden abschneiden.
  • Die Spargelstangen in eine hitzefeste Form legen und mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker bestreuen.
  • Das Ganze mit dünnen Butterscheiben belegen und optional mit etwas Weiß- oder Roséwein beträufeln.
  • Die Auflaufform mit Alufolie bedecken. Den Spargel auf mittlerer Schiene 30 bis 60 Minuten garen, die Dauer variiert je nach Dicke der Spargelstangen.
  • Butter in einen Topf geben und schmelzen. Die in der Auflaufform entstandene Spargelbrühe mit einem Schöpfer in ein hitzebeständiges Gefäß geben. Die Brühe mit Zitronensaft und Butter vermengen und beim Servieren über den Spargel träufeln.

Spargel mit Gewürzen und Kräutern verfeinern

Wie oben bereits erwähnt wird das Gemüse meist mit Salz, Zucker, Zitrone und Butter verfeinert. Sie können aber auch Pfeffer, Muskat und Ingwer verwenden. Aber auch Schnittlauch, Dill und Bärlauch harmonieren gut mit Spargel.
Wir wünschen gutes Gelingen und guten Appetit!

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