Stockflecken entfernen

Rattanmöbel mit Kissen
Z.B. Gartenkissen weisen nach dem Winter oft Stockflecken
auf - Foto: © dvoevnore

Sie sehen gelb oder bräunlich aus und sind wirklich keine Zierde: Stockflecken gelten in der Tat als typischer Feuchtigkeitsschaden. Den muffigen Geruch gibt es kostenlos dazu. Zahlreiche Oberflächen können von Stockflecken betroffen sein. Textilien und Papier führen jedoch die Rangliste an.

Was tun bei Stockflecken?

Auf den folgenden Seiten haben wir ein paar Tipps zusammengetragen, die Ihnen helfen können Stockflecken zu entfernen. Außerdem erfahren Sie bei uns auch welche Ursachen Stockflecken haben und wie man vorbeugen, damit sie nicht wieder kommen. Denn wer möchte schon Stockflecken haben?

Die genauen Ursachen für Stockflecken sind noch unbekannt

Bei einem sind sich die Experten einig: Stockflecken entstehen durch zu hohe Feuchtigkeit, die nicht schnell genug abtrocknet - also stockt. Das Zusammenspiel mit Schimmelsporen, welche sich ganz natürlich überall in der Luft befinden, steht ebenfalls außer Frage. Abgesehen von diesen Pilzen und der Feuchtigkeit gelten die genauen Zusammenhänge der Entstehung von Stockflecken nach wie vor nicht als gänzlich geklärt.

Typische Fälle von Stockflecken

Wer kennt nicht diesen unangenehmen muffigen Geruch und die dazugehörigen unansehnlichen Flecken? Sie treten sehr häufig bei Textilien auf. Angefangen vom Duschvorhang, über Sitzkissen, Matratzen, Sonnenschirme, bis hin zu Stockflecken Kleidung oder Handtüchern, welche feucht in der Saunatasche vergessen wurden. Treten die unliebsamen bräunlichen Stellen bei Papier in Erscheinung, wird es zumeist schwierig. Zum Beispiel weisen alte Bücher, Fotoalben oder Landkarten die klassischen Stockflecke nach falscher Lagerung auf. Sogar Tapete kann davon betroffen sein. Dem zugrunde liegt zumeist eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in Räumen wie der Küche oder dem Badezimmer, aber auch eine schlechte Isolation der Wände bzw. Wasserschäden im Mauerwerk.

Stockflecken vorbeugen

Damit die lästigen gelbbraunen Stellen erst gar nicht entstehen, muss auf eine ausreichende Durchlüftung sowie eine geringe Luftfeuchtigkeit geachtet werden. Liegt diese unter 55 % ist die Wahrscheinlichkeit von Stockflecken deutlich verringert. Feuchte Stoffe, wie beispielsweise bei einem nassen Zelt oder bei einer dem Regen ausgesetzten Markise, sollten immer an der frischen Luft ausgiebig trocknen. Geschlossene Räume sollten regelmäßig und lang gelüftet werden. Selbst bei Stockflecken auf der Matratze gilt mangelnde Luftzufuhr in Verbindung mit dem Schweiß des Menschen als Ursache. In diesen Fällen gilt es den Lattenrost zu überprüfen und die Matratze regelmäßig auszulüften.

So entfernen Sie Stockflecken richtig

Je nach Intensität und Lage der unansehnlichen Stellen können diese nur schwierig beseitigt werden. Selbst chemischen Reinigungen gelingt es beispielsweise nicht in jedem Fall, die Stockflecke von Textilien vollständig zu entfernen. Gute Erfolge erzielen Reiniger mit chlorhaltigen Bleichmitteln. Sie greifen jedoch auch die Farben der Stoffe an. Essigreiniger, Alkohol oder Fleckensalz dienen als meist genutzte Hausmittel. Nicht zuletzt das UV-Licht bleicht Stockflecke in Textilien aus. Ist Papier von den Flecken betroffen, kann in der Regel nur noch der Profi helfen. In diesen Fällen sollten wertvolle Bücher oder Fotoalben und Karten besser in die Hände eines Restaurators gegeben werden. Tapeten indes müssen nicht erneuert werden, wenn die Quelle der Feuchtigkeit eliminiert wurde und sich noch kein schwarzer Schimmel gebildet hat. Mit einer speziellen Dispersionsfarbe für Stockflecke aus dem Fachhandel sieht auch diese Wand wieder aus wie neu.

Stockflecken sind über die optischen Beeinträchtigungen hinaus auch mögliche Gefahrenquellen für die Gesundheit, etwa wenn daraus schwarzer Schimmel entsteht, der beispielsweise Allergien auslösen kann.
Text: C. D. / Stand: 08.11.2017