Stockflecken aus Kissen entfernen

Verschiedene Kissen
Wie kann man Stockflecken aus Kissen entfernen? - Foto: © Africa Studio

Stockflecken in Kissen - Entstehung, Behandlung und Vorbeugung

Schon wenige Monate nach dem Kauf weisen viele Kopfkissen unschöne Verfärbungen auf. Gelbe und bräunliche Flecken entdecken Frauen und Männer meist beim Beziehen der Kissen und fragen sich, woher die unschönen Verfärbungen kommen. Doch Stockflecken sind nicht nur optisch ein Problem. Unbehandelt können sie sich zu einem handfesten Schimmelbefall entwickeln und die Gesundheit des Schlafenden so gefährden.

Wie Stockflecken entstehen

Feuchtigkeit ist die Hauptursache für Stockflecken. Durch nächtliches Schwitzen, eventuell auf das Kissen fließenden Speichel und auch die Luftfeuchtigkeit innerhalb des Schlafzimmers werden die Kissen leicht feucht. Auf den ersten Blick ist das kaum spürbar, zeigt sich jedoch nach einer Weile in Form der bereits erwähnten Verfärbungen. Auch Schimmelsporen spielen eine Rolle bei der Entstehung, denn sie finden durch das feuchte Klima optimale Wachstumsbedingungen.

Eine weitere Ursache für Stockflecken auf Kissen kann auch die falsche Lagerung sein. Liegen die Kissen für längere Zeit in einem feuchten Schrank oder Keller und werden sie nach dem Waschen nicht vollständig getrocknet, begünstigt dies die Entstehung von Stockflecken.

Stockflecken auf Kissen mit Hausmitteln behandeln

Der Kampf gegen Stockflecken auf Kissen ist kein leichter. Die einfache Wäsche der Kissen in der Maschine sorgt zwar für eine Auffrischung, lässt die Flecken jedoch nicht verschwinden. Allenfalls hilft die Waschmaschine beim leichten Verblassen, beseitigt das Problem jedoch nicht gänzlich.
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Weitere Hausmittel wie Essigessenz oder Chlor sind für die Behandlung des Kopfkissens nur dann empfehlenswert, wenn das Kissen im Anschluss gründlich ausgewaschen werden kann. Wird das Kissen nur oberflächlich mit Chlor und Essig behandelt, verschwinden zwar die Flecken, es entstehen aber ein unangenehmer Geruch und gesundheitsschädliche Dämpfe.

Unbedenkliche Mittel zur oberflächlichen Behandlung von Kissen sind Buttermilch und Backpulver. Kommt Buttermilch zum Einsatz, wird das Kissen sorgfältig mit ihr getränkt und nach einer Einwirkzeit von mehreren Stunden ausgewaschen. Backpulver hingegen wird mit Wasser zu einem Brei angerührt und auf die betroffenen Stellen aufgestrichen. Mit einer Bürste kann der Brei dann sanft einmassiert und der Bezug im Anschluss mit klarem Wasser ausgewaschen werden. In beiden Fällen ist es wichtig, dass das Kissen nach der Behandlung gründlich trocknen kann.

Eine echte Geheimwaffe, die bei der Behandlung von Stockflecken auf Kissen ebenfalls nützlich ist, ist UV-Licht. Scheint im Sommer die Sonne hell vom Himmel, wird das Kissen gründlich befeuchtet oder komplett gewaschen und zum Trocknen an eine sonnige Stelle gelegt. Die UV-Strahlung bleicht die Flecken und das Kissen ist im Anschluss wieder hell.

Vorbeugen schützt vor Stockflecken

Ist das Kissen noch frei von Stockflecken, oder wurde die Fleckentfernung gerade erfolgreich abgeschlossen, helfen vorbeugende Maßnahmen. So sollte das Kissen in einem nicht zu feuchten Klima liegen. Liegt die Luftfeuchtigkeit innerhalb des Schlafzimmers unter fünfzig Prozent, sinkt auch das Risiko für Stockflecken. Regelmäßiges Stoßlüften des Zimmers ist dabei das A und O. (Die Wohnung richtig lüften)

Zudem sollten die Kissen nach jeder Nacht gründlich an der frischen Luft trocknen können. Am besten ist es, sie am offenen Fenster oder auf einem Wäscheständer im Garten oder auf der Terrasse abzulegen und das Bett wenige Stunden später zu machen.
Text: A. W. / Stand: 22.06.2017

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