Schweißflecken aus der Kleidung entfernen

Junge Leute im Sommer
Vor allem im Sommer haben viele mit Schweißflecken zu kämpfen - Foto: © anetlanda

Erfahren Sie hier wie man Schweißflecke aus Kleidung entfernen kann und welche Hausmittel dabei helfen.

Schweißflecken: Entstehung und Entfernung

Stress, Wärme oder körperliche Anstrengung sind Faktoren, die sowohl Frauen als auch Männer zum Schwitzen bringen können. Wie sehr der einzelne Mensch hiervon betroffen ist, ist meist anlagebedingt und lässt sich kaum ändern. Unangenehme Nebeneffekte des Schwitzens können nicht nur unangenehmer Geruch oder feuchte Stellen, sondern auch Schweißflecken sein. Diese Flecken zu entfernen, ist dabei sinnvoll, denn sie wirken schnell unhygienisch.

Wie Schweißflecken entstehen

Typische Stellen, an denen Schweißflecken auftreten, sind die Bereiche unter den Achseln. Das liegt vor allem daran, dass Achselschweiß bestimmte Inhaltsstoffe aufweist, die die Bildung gelblicher Flecken begünstigen. Auch Salze, die sich im menschlichen Schweiß befinden, sorgen für unansehnliche Ränder, die sogar auf dunklen Textilien zu sehen sind. So zeigen sich Schweißflecken für gewöhnlich erst dann, wenn der noch feuchte Schweiß nach einiger Zeit getrocknet ist. Zurück bleiben im Gewebe der Kleidung dann die festen Substanzen, die sonst nicht auffallen.

Ein weiterer Punkt, der Schweißflecken begünstigen kann, ist die Verwendung von Deodorant. Da die wenigsten Menschen auf Deodorant verzichten, sind Wechselwirkungen zwischen den chemischen Inhaltsstoffen des Deos und dem menschlichen Schweiß besonders häufig zu sehen. Spätestens nach der Wäsche, bei der die Schweißrückstände auch mit dem Waschmittel reagieren können, zeigen sich dann die gelblichen Flecken. Die Reaktion mit Waschmittel ist außerdem der Grund dafür, das Schweißflecken mit der Zeit immer deutlicher zu sehen sind.

Schweißflecken mit Hausmitteln entfernen

Schon anhand dieser Schilderung wird klar: Schweißflecken lassen sich nicht im Rahmen der üblichen Maschinenwäsche entfernen. Im Ernstfall sorgt häufiges Waschen ohne zusätzliche Fleckbehandlung sogar für eine Verschlimmerung der Flecken. Um Schweißflecken zu entfernen, braucht es also in jedem Fall gesonderte Mittel.

Ein erstes und vergleichsweise mildes Hilfsmittel gegen Schweißflecken ist Gallseife. Sie wird auf die zuvor angefeuchteten Bereiche aufgetragen und behutsam einmassiert. Nach einer Einwirkzeit von rund einer halben Stunde folgt dann gründliches Auswaschen per Hand. Um den Effekt noch zu optimieren, kann das betroffene Kleidungsstück im Anschluss an die Vorbehandlung mit Gallseife in der Waschmaschine gewaschen werden.

Weitere Hausmittel, die gegen Schweißflecken helfen, sind:

  • verdünnte Essigessenz (behutsam auf den Fleck getupft und nach 15 Minuten ausgewaschen)
  • Backpulver (zu einem Brei angerührt, auf den Fleck gestrichen und nach dem Trocken abgebürstet)
  • und Zitronensäure-Pulver (ein Teelöffel auf einen Liter heißes Wasser zum Einweichen des Kleidungsstücks)
Grundsätzlich gilt auch hier: Vor der Fleckbehandlung sollte das jeweilige Kleidungsstück auf Farbechtheit überprüft werden. Am einfachsten gelingt das, wenn das ausgewählte Hausmittel an einer unsichtbaren Stelle getestet wird.

Bei farbechten Stoffen, die auch einem Bleichvorgang standhalten, kann auch chlorhaltiger Reiniger zur Behandlung von Schweißflecken zum Einsatz kommen. Dieser Reiniger sollte jedoch stets mit Handschuhen verwendet und niemals unverdünnt auf das Gewebe getupft werden. Ein kleiner Spritzer genügt vollkommen, um einen halben Liter warmes Wasser in eine effektive Einweichlösung zu verwandeln. Nach einer Einwirkzeit von maximal drei Stunden wird das betroffene Kleidungsstück dann in der Maschine gewaschen.

Da es sich bei Schweißflecken um äußerst hartnäckige Verunreinigungen handeln kann, reicht die einmalige Behandlung häufig nicht aus. Es kann daher sein, dass die gelblichen Schatten erst nach mehrmaligem Wiederholen der Fleckentfernung gänzlich verblasst sind.

Tipps zur Vorbeugung von Schweißflecken

Am besten ist es selbstverständlich, wenn Schweißflecken erst gar nicht entstehen. Da es sich beim Schwitzen jedoch um einen notwendigen und wertvollen körperlichen Vorgang handelt, lässt sich dieser nicht verhindern oder effektiv unterdrücken.

Ein erster Schritt hin zu geringer ausgeprägten Schweißflecken kann der Umstieg von einem Deodorant auf ein Antitranspirant sein. Diese Pflegeprodukte verhindern die Absonderung von Schweiß aus den Drüsen, indem sie sie verschließen. Da die Wirkung eines Antitranspirants jedoch meist nicht zu einhundert Prozent verlässlich ist und schon nach wenigen Stunden schwinden kann, eignen sich diese Mittel kaum, um Schweißflecken gänzlich zu verhindern.

Tatsächlich sinnvoll im Kampf gegen Schweißflecken unter den Achseln können sogenannte Achselpads sein. Hierbei handelt es sich um saugfähige Pads, die auf den Stoff im Achselbereich geklebt werden können. Während des Tragens verhindern sie den Kontakt von Schweiß und Kleidungsstück, was der Bildung von Schweißflecken effektiv vorbeugen kann.
Text: A. W. / Stand: 19.04.2018

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