Waschküche lüften

Blick in eine Waschküche
Wie lüftet man die Waschküche richtig? - Symbolbild: © Andrey Popov - stock.adobe.com

In diesem Artikel erklären wir warum das Lüften der Waschküche so wichtig ist und wie man es richtig macht:

Das richtige Lüften der Waschküche

Das Raumklima in der Waschküche wird von einigen alltäglichen Aufgaben beeinflusst. Waschen, Trocknen und oft auch Bügeln erhöhen die Luftfeuchtigkeit deutlich. Die Gefahr, dass sich in diesem Raum Schimmel bildet, ist folglich hoch. Durch richtiges Lüften aber lässt sich das Risiko senken.

Warum Lüften in der Waschküche so wichtig ist

Aus einer geschlossenen Waschküche kann keine Feuchtigkeit entweichen. Temperaturschwankungen jedoch sind möglich. Sobald die Raumtemperatur absinkt, bildet sich an Fenstern und Außenwänden Kondenswasser. Dieses Wasser durchfeuchtet bei falschem Lüften und ganz ohne Luftaustausch die Wände, was zunächst für einen muffigen Geruch sorgt und später zu Schimmelbildung, Schäden durch Feuchtigkeit und sogar Schäden an der Bausubstanz führen kann. Die Quelle für hohe Luftfeuchte aber lässt sich nicht verändern. Kommt Wäsche aus der Maschine, ist sie grundsätzlich nass und muss trocknen. Richtiges Lüften spielt daher eine entscheidende Rolle, wenn es um die Vermeidung von Schimmel und ein gutes Raumklima geht.

Stoßlüften und der passende Moment

Gelüftet werden sollte in der Waschküche stets nach dem Stoßprinzip. Hierfür sollten mindestens zwei gegenüberliegende Fenster geöffnet werden, um einen Durchzug zu erhalten, der die Feuchtigkeit entweichen lässt. Es reicht nicht aus, die Fenster zu kippen, da dies sogar eine zusätzliche Ansammlung von Feuchtigkeit im Mauerwerk nach sich ziehen kann.

Der richtige Moment für das Lüften in der Waschküche ist gekommen, wenn die Außentemperaturen nicht zu hoch liegen. Sonst kann es passieren, dass Luftfeuchte von draußen in den Raum gelangt und das Problem verschärft. Im Sommer sollte nach Möglichkeit früh morgens und spät abends gelüftet werden. Dieser Zeitplan allerdings ist nicht ganz praktikabel. Schließlich wird in der Waschküche auch tagsüber gewaschen und getrocknet. Hier gilt: Gelüftet werden sollte immer nach der Arbeit. Ist es draußen warm, reicht es, die Fenster kurz zu öffnen und am späten Abend noch einmal gründlicher zu lüften. Im Winter darf an trockenen Tagen gerne auch länger gelüftet werden.

Tipp:
Um die Feuchtigkeit in der Waschküche im Sommer durch das Wäschetrocknen nicht weiter zu erhöhen kann man die Wäsche auch draußen trocknen. Dafür gibt es spezielle Wäscheständer für den Außenbereich. Das hat auch den Vorteil, dass die Sonne evtl. noch vorhandene Flecken "entfernt". Außerdem riecht die Wäsche meist auch frischer als wenn sie tagelang in der Waschküche gehangen hat.

Luftfeuchtigkeit als Hilfswert

Wer bereits Probleme mit Feuchtigkeit in seiner Waschküche hatte, wird sich auf einfaches Lüften nicht verlassen wollen. Mit der Beseitigung von Schimmel geht schließlich ein großer Aufwand einher, der sowohl Geld als auch Nerven kostet. Um den perfekten Zeitpunkt zum Lüften zu definieren, können sich Haushalte ein Hygrometer kaufen, das die absolute Luftfeuchtigkeit misst. Dann sollte gelüftet werden, wenn dieser Wert im Außenbereich nicht höher ausfällt als jener in der Waschküche. So gelangt trockenere Luft in den Raum und die Feuchtigkeitsspitze kann effektiv abgemildert werden.
Text: A. W. / Stand: 27.07.2019

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