Fliesen reinigen mit dem Dampfreiniger

Fliesen reinigen mit Dampfreiniger
Mit einem Dampfreiniger kann man auch die Fliesen reinigen
Foto: © cunaplus

Dampfreiniger beseitigen im Haushalt zuverlässig und schonend Schmutz. Besonders glatte und harte Oberflächen wie Fliesenspiegel erhalten dank des natürlichen Dampfes ihren Glanz zurück. Fettrückstände, Seifenreste und Schmutz lassen sich so ohne den Einsatz von Chemie entfernen. Dies freut vor allem Allergiker und Asthmatiker, aber auch Eltern und Haustierbesitzer.

Die drei Arten der Dampfreiniger

Klassisch und mittlerweile altbewährt sind die Bodendampfreiniger die am häufigsten verwendeten Geräte. Sie verfügen über einen voluminösen Wassertank, der ein Arbeiten ohne Unterbrechungen auf großen Flächen erlaubt. Der Schmutz wird über ein Mikrofasertuch vom Boden aufgenommen.

Eine abgewandelte Bauform dieser Geräte sind Dampfsauger, welche ebenfalls dampfen, die Feuchtigkeit jedoch wieder absaugen. Im Trend und für den täglichen schnellen Einsatz geeignet sind Dampfbesen. Die handlicheren Dampfreiniger ersetzen in erster Linie den herkömmlichen Wischmopp. Auf kleineren Wandflächen, Armaturen und dem Spiegel etc. macht die Dampfente dem Schmutz den Garaus. Weitere Informationen über Dampfreiniger

Den Fliesenboden mit dem Dampfreiniger putzen

In Bädern, Küchen und Fluren sind Fliesen ein hervorragender Bodenbelag. Die harte und wasserdichte Oberfläche erleichtert das Reinigen ungemein. Bevor ein Fliesenboden mit dem Boden-Dampfreiniger vom Dreck befreit wird, ist das Saugen mit dem Staubsauger sinnvoll. Loser Schmutz wird aufgenommen und verfängt sich später nicht im feuchten Tuch des Dampfreinigers. Nun wird der Dampfreiniger nach Angaben des Herstellers mit Wasser gefüllt und eingeschaltet. Das Wasser erhitzt sich je nach Gerätetyp binnen 10 bis 15 Minuten. Währenddessen muss das Mikrofasertuch an der Bodendüse befestigt werden. Je nach Gerät reichen im Übrigen Temperaturen von 100 bis 150°C für den Privatgebrauch. Heißdampfreiniger bis 300°C wenden in erster Linie die Profis an. Ist der Dampfreiniger nach dem Aufheizen betriebsbereit, kann es auch schon losgehen. Mit gleichmäßigen Bewegungen wird der Boden vom Schmutz befreit.

Der positive Nebeneffekt: Durch die hohe Temperatur werden auf haushaltsüblichen Hartflächen fast alle Bakterien, Milben und Pilze abgetötet, ohne dafür Chemikalien einzusetzen. Dies schont die Umwelt. Nach dem Dampfreinigen des Fliesenbodens wird die Fläche mit einem fusselfreien Tuch trocken gerieben. Wandflächen lassen sich mit dem selben Gerät und einer Handdüse prima säubern. Dafür wird die Düse knapp über dem Fliesenspiegel von oben nach unten geführt.

Fliesenfugen mit dem Dampfreiniger vom Schmutz befreien

In den Zementfugen der Fliesen sammelt sich besonders viel hartnäckiger Schmutz, der nach und nach die Fugen zusetzt und stark verfärbt. Mit dem Dampfreiniger werden diese Ablagerungen besonders einfach und ohne Schrubben entfernt. Dafür benötigt wird lediglich eine Punktstrahldüse, die die Wirkung des Dampfes verstärkt. Durch das regelmäßige diagonale Bewegen der Düse erreicht man zudem schwer zugängliche Stellen. Mit einer Rundbürste löst sich auch noch der letzte hartnäckige Schmutz. Im Anschluss an die Fugenreinigung werden die Fliesen wie gehabt mit einem Tuch trockengewischt.

Wichtig: Silikonfugen dürfen nur sehr kurz bedampft werden, da sie sonst Schaden nehmen.
Text: C. D. / Stand: 30.11.2017