Getränke lagern

Verschiedene Getränke auf Eis
Wie kann man Getränke wie Mineralwasser, Saft und Wein lagern? - Foto: © stockphoto-graf

Mineralwasser, Saft, Wein aufbewahren

In diesem Artikel erfahren Sie wie man Getränke nach dem Einkauf richtig lagert. Wir erklären worauf man speziell bei Mineralwasser, Saft und Wein achten sollte.

Sachgerechte Lagerung für Getränke - Damit diese lange genießbar bleiben

Die meisten im Handel erhältlichen Getränke sind recht lange haltbar, wenn bei der Lagerung einige wichtige Punkte beachtet werden. Wer ausreichend Platz hat, muss daher Getränke nicht regelmäßig einkaufen, sondern kann sich mit größeren Mengen bevorraten. (Lebensmittelvorräte anlegen)

Das Mindesthaltbarkeitsdatum beachten

Neben dem richtigen Lagerort spielt auch das Mindesthaltbarkeitsdatum eine Rolle, das in der Regel auf dem Flaschen- oder Verpackungsetikett aufgedruckt ist und so lange gilt, wie die Verpackung noch original verschlossen ist. Viele Getränke sind jedoch auch darüber hinaus noch genießbar, verlieren aber oft an Aroma und Aussehen. Auf alkoholischen Getränken mit einem Alkoholgehalt von mehr als zehn Volumenprozent muss gemäß der Lebensmittelinformationsverordnung kein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben werden. Das betrifft insbesondere Wein, Schaumwein und Likörwein, die für längere Zeit aufgehoben werden können. Allerdings eignet sich dennoch nicht jeder Wein für eine langjährige Lagerung. Als Faustregel gilt, je preiswerter der Wein, desto eher sollte er verbraucht werden. Normale Qualitätsweine sind zwischen ein bis drei Jahren und Auslesen zwischen vier bis sechs Jahren lagerbar. Bis zu 100 Jahre halten hingegen höherpreisige Beerenauslesen. Wer Weine lange lagern will, sollte sich in einem guten Weinfachgeschäft oder beim Winzer beraten lassen.

Mineralwasser, Softdrinks und Säfte aufbewahren

Mineralwasser wird meistens in Glas- oder Plastikflaschen verkauft und ist fast unbegrenzt haltbar. Da durch die Einwirkung von Licht keine Farbveränderungen zu befürchten sind, muss Mineralwasser nicht zwangsläufig dunkel gelagert werden. Anders sieht es bei Softdrinks oder Säften in durchsichtigen Verpackungen aus. Deren Farbe kann sich durch die Lichteinwirkung verändern. Oftmals sehen die Getränke dann nicht mehr appetitlich aus und werden ungern noch getrunken. Gute Lagerorte sind daher Keller oder Speisekammern ohne Fenster, in denen die Getränke kühl und trocken aufbewahrt werden können. Sind Flaschen oder Tetra Paks bereits geöffnet, beträgt die Lagerzeit bei den meisten nicht-alkoholischen Getränken nur noch wenige Tage. Außerdem sollten sie dann unbedingt im Kühlschrank gelagert werden. Kohlensäurehaltige Getränke verlieren meist in kurzer Zeit Kohlensäure, wenn die Behälter geöffnet wurden. Sie sind dann zwar noch genießbar, schmecken meistens aber sehr lasch.

Spirituosen, Bier und Sekt richtig lagern

Je höher der Alkoholgehalt eines Getränks ist, umso länger wird es haltbar sein. Das bedeutet, dass bestimmte Spirituosen, wie Weinbrand, Whisky oder Cognac schier unbegrenzt haltbar sind, selbst wenn die Flaschen bereits geöffnet wurden. Die Aufbewahrung ist daher auch in der Hausbar bei Zimmertemperatur möglich. Eine Ausnahme bilden alkoholische Getränke wie Wodka, weißer Tequila oder klare Obstbrände, die sehr kalt getrunken werden. Diese sollten daher auch im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bier wird bevorzugt dunkel, kühl und trocken gelagert. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen, kann das Bier Geschmack und Kohlensäure verlieren und nicht mehr schmecken. Geöffnete Bierflaschen sollten Platz im Kühlschrank finden. Da die Kohlensäure jedoch schnell entweicht, muss es spätestens nach einem Tag ausgetrunken werden. Das gilt auch für Sekt, der bereits offen ist. Häufig wird zwar der Tipp geäußert, einen Löffel in die Flasche zu stellen, um das Entweichen der Kohlensäure verhindern. Gastronomie-Experten können das jedoch nicht bestätigen, sondern bevorzugen spezielle Sektflaschenverschlüsse. Auch geschlossen ist der Sekt im Vergleich zu Wein nur begrenzte Zeit haltbar. Wie lange? Darüber gibt das auf dem Etikett aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum Auskunft.

Die Lagerung guter Weine

Einer speziellen Lagerung bedarf Wein, der für längere Zeit gelagert werden soll. Neben einer konstanten Temperatur zwischen 12 bis 18 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 50 bis 80 Prozent, muss Wein dunkel und ruhig gelagert werden. Darüber, ob Wein stehend oder liegend aufbewahrt werden soll, gehen die Meinungen von Experten auseinander. Im Allgemeinen gilt, dass mit Kunststoffkorken oder Schraubverschlüssen versehene Weinflaschen stehend gelagert werden können. Sind die Weinflaschen jedoch mit Kork verschlossen, wird die liegende Lagerung bevorzugt. Dadurch wird der Korken feucht gehalten und bleibt somit besser dicht. Wein, der bereits geöffnet wurde, sollte innerhalb weniger Tage ausgetrunken werden. Rosé- und Weißweine werden im Kühlschrank aufbewahrt und halten dort noch mindestens für drei bis fünf Tage. Rotwein darf draußen stehen, sollte aber nach sieben Tagen ausgetrunken sein. Meistens halten sich die Weine jedoch offen durchaus länger und eignen sich dann zumindest noch zum Kochen.
Text: H. J. / Stand: 14.10.2017