Gardinen in der Waschmaschine waschen

Gardinen in der Waschmaschine
Gardinen kann man in der Waschmaschine waschen
Foto: © blende40

Glücklicherweise müssen Gardinen weitaus weniger oft gewaschen werden, als manch andere Textilie. Dennoch brauchen sie ungefähr zwei Mal pro Jahr eine Wäsche, um Staub und Schmutz zu entfernen. In Raucherhaushalten wird das Waschen der Vorhänge deutlich häufiger notwendig, denn statt dem üblichen Grauschleier vergilben die Gardinen aufgrund des Zigarettenqualms sehr schnell. Doch die meisten Gardinen können in der Maschine wieder strahlend rein gewaschen werden.

Wie wäscht man Gardinen in der Maschine?

Früher war das Gardinen waschen recht kompliziert. Heute nimmt man die Gardinen ab, legt sie in die Waschmaschine, gibt Waschmittel dazu und stellt das entsprechende Programm ein. Doch hört sich das für manch einen gar nicht so einfach an. Deshalb haben wir hier eine kleine Anleitung für Sie zusammengestellt, damit auch Ihre Gardinen die Wäsche in der Maschine überstehen.

Die Vorbereitung vor dem Waschen der Gardinen

Egal ob Stores oder Übergardinen, nehmen Sie die Vorhänge erst kurz vor dem Waschen ab. Dies verhindert zusätzliche Knitterbildung.

Danach entfernen Sie alles, was sich in Einzelteilen an der Gardine befindet. Dies könnten beispielsweise Stecker oder Nadeln, Ringe und Röllchen sein. Speziell Bleigewichte, Beschwerungsstäbe oder Bleibänder, die lose sind, können die Gardinen wie auch die Waschmaschine bei der Maschinenwäsche beschädigen oder Rostflecken verursachen. Die Plastikhäkchen oder -röllchen, welche in die Gardinenstange eingefädelt werden, dürfen an dem Vorhang bleiben. Voraussetzung ist, sie werden mit einem Wäschenetz oder einem alten nicht färbenden Kopfkissenbezug bedeckt und eingebunden. Dieser Schutz lohnt sich auch bei stark durchbrochenen Stoffen oder Fransen, sie könnten sich während des Waschgangs verknoten oder in der Maschine hängen bleiben und Schäden verursachen.
Waschmaschine richtig beladen

Bei wie viel Grad Gardinen waschen?

Die meisten Gardinen können ohne Komplikationen in der Maschine gewaschen werden. Dennoch müssen sie mit Vorsicht behandelt werden, denn meist sind Vorhangstoffe sehr empfindlich. Das Feinwaschprogramm ist hier die richtige Wahl. Bei niedrigen Temperaturen, also 30°C, und einer sehr geringen Schleuderzahl von 400 bis maximal 800 Umdrehungen erleiden in der Regel die Stoffe keinen Schaden. Verzichten Sie auf Sparprogramme. Aufgrund der verringerten Wasserzufuhr, schwimmen die Gardinen nicht locker in der Lauge. Dies und ein zu volles Beladen der Maschine verursachen heftige Knitterbildung, die Sie später mit viel Bügelarbeit wieder beseitigen müssten. Kurzprogramme hingegen reichen oft völlig aus, um die leichten Verschmutzungen auf den Vorhängen wieder los zu werden.

Welches Waschmittel für Gardinen?

Werden die Gardinen öfter als zwei Mal pro Jahr gewaschen, reicht in Nicht-Raucher-Haushalten oft ein normales Feinwaschmittel aus. Bunte Baumwollstoffe können auch mit normalem Colorwaschmittel behandelt werden. Weiße Stores hingegen brauchen nach Möglichkeit ein Flüssigwaschmittel. Sind sie bereits mit einem Grauschleier bedeckt, hilft ein Gardinenwaschmittel aus der Drogerie. Es enthält Bleiche und optische Aufheller. Wer auf die chemische Keule verzichten mag, reduziert etwas die Waschmittelmenge und gibt zwei Päckchen Backpulver dem Waschgang zu. Strahlend weiß werden die Gardinen aus der Maschine kommen.

Gardinen immer hängend trocknen

Der Wäschetrockner ist für Gardinen tabu. Sie trocknet man am besten an ihrem angestammten Platz: hängend an der Gardinenstange. Dadurch dass die Stoffe nur leicht geschleudert wurden, sind sie noch ausreichend feucht, sie hängen sich durch ihr Eigengewicht quasi aus. Ziehen Sie die Gardinen in Form und streichen Sie sie glatt. Knitterbildung wird dadurch verhindert oder zumindest stark reduziert. Sollten dennoch hässliche Knicke die frisch gewaschenen Stores oder Übergardinen zieren, können Sie diese je nach Stoffqualität bügeln. Die Vorhänge dürfen dabei ruhig noch leicht feucht sein. Chemiefasern werden bei geringer Temperatur geglättet, Leinenvorhänge hingegen mit richtig heißem Dampf aus einem Dampfbügeleisen.

Sie sparen sich oft viel Arbeit, wenn Sie kontinuierlich zwei bis drei Mal im Jahr die Gardinen waschen und sofort wieder aufhängen. Ein Vermerk im Kalender verhindert, dass diese meist unscheinbare Aufgabe vergessen wird.
Text: C. D. / Stand: 04.08.2018

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