Rollos reinigen

Rollos an Fenstern
Wie reinigt man Rollos? - Foto: © marilook

Rollos sind platzsparende und praktische Helfer im Alltag. Sie schützen vor Sonneneinstrahlung, dunkeln Zimmer ab oder dienen als Sichtschutz.
Über die Zeit lagern sich auf den Rollos allerdings Staub und Schmutz, aber mitunter auch Fett und Fliegendreck ab. Besonders wenn ein Rollo nicht regelmäßig genutzt wird oder über einer Heizung positioniert ist, beginnt es fleckig und unansehnlich zu werden. Hin und wieder benötigt jedes Rollo also etwas Pflege und eine gründliche Reinigung.
Was dabei zu beachten ist und welche Reinigungsmethoden man für welche Rollos anwenden kann erfahren Sie im folgenden informativen Bericht:

Vorsicht bei der Wahl der Reinigungsmethode

Leider lässt sich ein Rollo nicht mal eben in die Waschmaschine schieben, um es wieder sauber zu bekommen. Um sein Rollo möglichst lang zu erhalten und es fachgerecht zu reinigen, hilft in erster Linie die Pflegeanweisung des Herstellers. Steht diese nicht mehr zu Verfügung, gilt es mit besonderer Vorsicht die Säuberung vorzunehmen. Je nach Material des Rollos erfordert es ein anderes Vorgehen. Manche Modelle verfügen über spezielle Beschichtungen oder reflektierendes Material. Sie dürfen oftmals nur trocken gereinigt werden. Andere können ohne große Probleme feucht abgewischt werden. Nur wenige Modelle lassen sich hingegen von Hand waschen, ohne sich dabei zu verziehen bzw. wellig zu werden. Am besten testet man an einer unauffälligen Stelle zunächst, welche Reinigungsmethode tatsächlich in Frage kommt, um das Rollo nicht dauerhaft durch die Reinigung zu schädigen.

Die Trockenreinigung eines Rollos

Immer wieder legt sich Staub auf das geöffnete wie auch geschlossene Rollo ab. Der Schmutz dringt nach und nach ins Gewebe ein, sofern er nicht regelmäßig beseitigt wird. Um alle Stellen des Sichtschutzes gut zu erreichen, wird das Rollo zunächst vollständig geöffnet. Mit einem einfachen Staubwedel oder einem Staubtuch beseitigt man losen Schmutz von beiden Seiten. Hartnäckige Flusen nimmt der Staubsauger auf, der mit einer Polsterdüse versehen ist und im Idealfall in seiner Leistung reduziert wurde. (Welche Staubsaugerdüse?) Besonders kompliziert wird es, wenn für Feuchträume ungeeignete Rollos in der Küche oder dem Badezimmer montiert wurden. Durch die Luftfeuchte sammelt sich der Schmutz besonders gut auf den Rollos und bildet sehr hartnäckige Ablagerungen. Ihnen kann mit einer weichen Bürste entgegnet werden. Hilft dies nichts, bleibt nur noch der Versuch des schonenden Dampfreinigens (Dampfreiniger im Haushalt) oder der Gang in professionelle Reinigung.

Rollos durch feuchtes Abwischen säubern

Häufig sind Rollos mit einer soliden schmutzabweisenden Beschichtung versehen. Sie werden recht simpel mit einem feuchten, keinesfalls nassen, Lappen vom Schmutz befreit. Wichtig: Vorher groben Staub immer zunächst mit einem Staubwedel, einem Tuch oder der Bürste trocken vom Rollo beseitigen. Auf Seifenzusätze kann in der Regel sehr gut verzichtet werden. Lässt sich der Schmutz nicht vollständig lösen, hilft ein sparsam dosiertes sanftes Feinwaschmittel im Wasser. Mit klarem Wasser nachwischen. Wichtig: Das Rollo muss lange trocknen, bevor es wieder aufgerollt werden darf. Wer das Rollo zu früh hochzieht, muss mit Stockflecken oder gar Schimmelbildung rechnen.

Die Nassreinigung von Rollos

Rollostoffe, die ihre Faserstruktur durch Wasser nicht verändern, lassen sich durchaus auch nass reinigen. Dafür wird der Stoff natürlich vor der Säuberung von der Welle und der Halterung gelöst, um Beschädigungen oder Rost zu vermeiden. Das anschließende Auffädeln und der korrekte Zusammenbau erfordern allerdings ein wenig Fingergeschick. Um die waschbaren Rolls gründlich zu säubern, benötigt man eine Badewanne oder ein anderes ausreichend großes Gefäß. Der Stoff wird dafür in handwarmem Wasser, welches mit ein wenig Feinwaschmittel versehen wurde, eingeweicht. Meist reichen 30 - 45 Minuten aus. Anschließend muss das Rollo vorsichtig in der Lauge geschwenkt werden. Bereits jetzt zeigt sich der Verschmutzungsgrad des Rollos deutlich. Mit klarem Wasser aus der Brause wird jegliches Schmutzwasser nur ausgespült. Vorsicht: der Strahl sollte sehr sanft sein, um die Fasern des Rollos nicht zu beschädigen. Hängend trocknet das Rollo nun mehrere Stunden, am besten über Nacht.

Fleckentfernung auf Rollos

Leider lassen sich Flecken durch Fliegenschmutz, Fettfinger oder andere Spritzer nicht gänzlich vermeiden. Ihnen begegnet man am besten zeitnah, damit sich die Ablagerungen nicht ins Gewebe arbeiten. Dafür wird mit ein wenig warmem Wasser und etwas farblosem Spülmittel der Fleck vorsichtig abgetupft. Besonders kleine Schmutzflecken reinigt man mit einem Wattestäbchen. Wichtig: Immer von außen nach innen reinigen, um den Fleck nicht zu vergrößern. Alternativ bringt auch ein Schmutzradierer aus der Drogerie oftmals den gewünschten Erfolg. Auch nach dieser Fleckbehandlung muss das Rollo geöffnet langsam trocknen.
Text: C. D. / Stand: 10.08.2017