Den Weihnachtsbaum frisch halten

Ein Weihnachtsbaumstand
Damit der Weihnachtsbaum lange frisch bleibt, achten Sie
beim Kauf auf die Schnittstelle - Foto: © Peter Atkins

"Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum - wie grün sind deine Blätter!" - Oder sind sie doch eher braun und fallen vom hübsch geschmückten Baum? Ein Weihnachtsbaum bringt die Natur ins Wohnzimmer. Für wenige Wochen soll er als grüner Blickfang im trostlosen Winter das Auge erfreuen. Nur schaffen es viele Bäume kaum, die Nadeln bis dahin nicht zu verlieren. Doch es geht auch anders.

Bereits beim Kauf die Augen aufhalten

Die meisten Weihnachtsbäume stammen nicht aus dem Forst im Nachbarort, sondern werden lange vor Weihnachten geschlagen und aus Ländern wie Dänemark über ein umfangreiches logistisches System in Ihre Stadt gebracht. Der Preis für diese Bäume ist einerseits günstig, da sie in großen Mengen importiert werden. Andererseits zahlen Sie auch einen hohen Preis dafür, denn die Bäume sind oft alt und weniger lang haltbar.

Zu erkennen ist dies an der Schnittstelle des Baumes. Ist sie braun-gräulich gefärbt, so liegt der Baum schon lange. Helle, fast weiße, Schnittflächen hingegen zeigen Ihnen einen frisch geschlagenen Baum. Die beste Möglichkeit, sich einen frischen und lang haltbaren Baum in die Stube zu stellen, ist ihn bei örtlichen Landwirtschafts-, Gartenbau- oder Forstbetrieben direkt aus heimischer Produktion zu erstehen. Sie können in vielen Betrieben den Baum sogar selbst schlagen. Streifen Sie mit der geschlossenen Hand gegen die Nadelrichtung an Ihrem Wunschbaum und er verliert die Nadeln, ist er bereits zu trocken.

Auch die Sorte sagt viel aus

Deutschlands beliebtester Weihnachtsbaum ist die Nordmanntanne. Ihr Vorteil liegt ganz klar in der langen Haltbarkeit und auch darin, keine piekenden und stechenden Nadeln zu besitzen. Das gleiche gilt für die Nobilistanne. Dennoch können diese beiden Weihnachtsbäume nicht den frischen Duft einer Blaufichte oder Kiefer ersetzen. Die Blaufichte wie andere Fichten auch, neigt allerdings sehr dazu, schnell die Nadeln zu verlieren. Außerdem erfreut sich die Schwarzkiefer als Weihnachtsbaum in heimischen Wohnzimmern großer Beliebtheit. Sie kommt gut mit den hohen Temperaturen in Innenräumen klar, lässt sich ohne große Schäden leicht transportieren und nadelt nur wenig. Einziger Schwachpunkt: sie kann nicht mit schweren Kugeln oder Kerzen behängt werden, sonst brechen die Zweige und der Baum hält sich nicht lang.
Tipps zum Weihnachtsbaum schmücken

Langsam in die Stube bringen

Den Baum kaufen und gleich im warmen Wohnzimmer aufstellen, könnte die Haltbarkeit des Baumes stark verkürzen. Besser ist es, den Baum langsam auf Raumtemperatur zu bringen und ihn besser über Nacht im Treppenhaus, dem Keller oder der Diele zu lagern. Um den Baum dabei frisch zu halten, sollte er in einem Eimer mit Wasser stehen. Sägen Sie vorher die Schnittstelle nochmals ab, damit der Baum besser Wasser aufnehmen kann. Haben Sie den Baum lange vor dem Aufstellen in der Wohnung gekauft, gehört er auf den Balkon oder die Außenterrasse, um dort kalt zu lagern.

Den Baum im Wohnzimmer haltbar aufstellen

Ein geschmückter Christbaum
Um lange Freude am Christbaum zu haben,
sollte er in Wasser stehen - Foto: © by-studio

Ein frisch geschlagener Baum, hält sich recht lang auch in warmen Stuben. Jedoch sollte er nicht direkt neben einer Heizung oder dem Kamin stehen. Haben Sie eine Fußbodenheizung kann es hilfreich sein, den Baum auf einem Hocker oder einem kleinen Tisch zu platzieren. Als ideal haben sich Baumständer erwiesen, die mit Wasser gefüllt werden können. Sie sind der beste Garant für eine lange Lebensdauer des Baums. Das Wasser muss ständig kontrolliert werden, denn der Baum braucht sehr viel. Aller zwei bis drei Tage müssen moderne Christbaumständer erneut mit Wasser gefüllt werden. Die Zugabe von Glycerin zum Gießwasser, die als altes Hausmittel gilt, bringt keine Erfolge. Stattdessen färbt sich der Baum eher bräunlich-rötlich.

Lange Freude mit einem Weihnachtsbaum im Topf

Seit einigen Jahren werden auch Weihnachtsbäume im Topf angeboten. Sie sind meist etwas kleiner als die klassischen Christbäume, können jedoch sehr gut auch ohne Baumständer aufgestellt und gegossen werden. Aller zwei Tage braucht auch ein Weihnachtsbaum mit Ballen neues Wasser. Die Haltbarkeit verlängert sich dadurch merklich.

Fazit: Wird der Baum aus heimischer Produktion frisch gekauft und regelmäßig mit Wasser versorgt, hält der Weihnachtsbaum nicht nur über die Feiertage bis zu den Heiligen Drei Königen am 6. Januar, sondern sogar bis Mariä Lichtmess Anfang Februar.

Den Weihnachtsbaum transportieren

Die meisten fahren mit dem Auto zum Weihnachtsbaumkauf. Oft wird der Baum in ein Plastiknetz gezwängt und kann so einfach auf dem Autodach befestigt werden. Hierbei sollten Sie die Länge des Baums beachten. Ragt der Baum mehr als einen Meter über das Auto muss er mit einer roten Flagge gekennzeichnet werden. Zu Hause angekommen sollte man das Plastiknetz vorsichtig entfernen und zwar von unten nach oben.

Was kostet ein frischer Christbaum?

Das kann man leider nicht pauschal sagen. Die Preise werden jedes Jahr aufs Neue festgelegt. Kleinere Bäume bekommt man aber oft schon ab ca. 10 Euro, für große Bäume muss man ca. 50 Euro ausgeben.
Tipp: Umso später Sie den Baum kaufen, umso günstiger wird der Preis. Meist findet man ab dem 1. Advent überall Weihnachtsbaum-Verkaufsstände. Anfangs ist der Preis hoch, aber spätestens am Heiligen Abend sinken die Preise drastisch. Natürlich ist dann auch das Angebot meist nicht mehr herausragend gut.
Text: C. D. / K. F. / Stand: 08.08.2018