Wie kann ich im Haushalt Strom sparen?

Energiesparlampen
Strom sparen im Haushalt ist ganz einfach
Foto: © Rhombur

In Zeiten der Energiewende steht Stromsparen hoch im Kurs. Nicht nur ein neues Umweltbewusstsein lässt viele Bürger über das Stromsparen nachdenken, sondern auch ihr Geldbeutel. In nahezu jedem Haushalt liegen Stromsparpotentiale, sie müssen nur gefunden werden. Wer darüber nachdenkt, geht bereits den ersten Schritt. Denn das Einsparen von Energie bedeutet nicht nur, neue Geräte anzuschaffen, sondern auch das eigene Verhalten zu überdenken. Oft ist es die Macht der Gewohnheit, die viel Energie kostet. Es hat sich gezeigt, dass auf vielen Gebieten eines Haushalts Einsparpotentiale zu finden sind.

Unsere Stromspartipps

Im Folgenden zeigen wir Ihnen wo man Strom sparen kann. Sicher ist nicht jeder Tipp für Sie geeignet. Es lohnt sich aber durchaus mal darüber nachzudenken!

Stand-By-Geräte:

Trennen Sie Stand-By-Geräte vom Netz, wenn Sie diese nicht nutzen, beispielsweise durch Ziehen des Steckers oder mit Hilfe einer ausschaltbaren Mehrfachsteckdose. Klassische Stromfresser im Haushalt sind oft TV-Geräte, Computer und Drucker, das Faxgerät oder einfach nur die Mikrowelle mit aktueller Zeitanzeige. Aber auch unscheinbare Gegenstände wie das Ladegerät fürs Handy oder die elektrische Zahnbürste können unnötig Strom verbrauchen. Viele kleine Beträge summieren sich so schnell zu hohen Kosten auf.

Haushaltsgeräte:

Beim Anschaffen neuer Haushaltsgeräte empfiehlt es sich, auf Energieetiketten zu achten, die die Energieeffizienzklasse A bzw. bei Kühl- und Gefrierschränken A+ und A++ ausweisen.

Waschen:

Wer nur volle Maschinen wäscht, spart bares Geld und schont die Umwelt. Dabei muss nicht immer die Kleidung mit hoher Temperatur gewaschen werden. Moderne Geräte erkennen zudem über eine Mengenautomatik wie viel gewaschen wird und passen sowohl den Strom- als auch Wasserverbrauch an. Absolute Stromfresser im Haushalt sind elektrische Wäschetrockner. Das zeitnahe Aufhängen der Wäsche auf die Leine spart nicht nur Energie, sondern auch oft das Bügeln, welches ebenso viel Strom kostet. Hohe Schleuderzahlen vermeiden ebenso, dass die Wäsche oft in den Trockner gehört bzw. dieser nur kürzer betrieben werden muss.
- Waschmaschine richtig beladen
- Auch das Waschmaschine entkalken hilft Strom sparen!

Kühl- und Gefrierschrank:

Sie machen einen Großteil der Stromkosten in einem Haushalt aus. Geräte mit Energieeffizienzklasse A+ und A++ sparen Geld. Kühl- und Gefrierschränke sollten möglichst nicht nahe einer Heizung, dem Herd oder direkt in der Sonne stehen. Warme Speisen sollten Sie vor dem Einräumen in den Kühlschrank auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Oft hilft es den Energiebedarf zu senken, wenn die Geräte regelmäßig abgetaut werden. Auch macht es Sinn darüber nachzudenken, ob ein eventueller zusätzlicher Gefrierschrank in der Abstellkammer wirklich notwendig ist. Kühlschrank richtig einräumen

Beleuchtung im Haushalt:

Herkömmliche Glühbirnen können durch sparsame LEDs oder Energiesparlampen ersetzt werden. Ihr Verbrauch ist deutlich geringer und macht sich früher oder später bezahlt.

Computer und Unterhaltungselektronik:

Niemand muss und soll darauf verzichten müssen. Dennoch sind auch hier viele Einsparpotentiale zu finden. Zum Beispiel fressen Röhrengeräte als Fernseher exorbitant mehr Strom als ein LED-TV Gerät. Ähnlich verhält es sich bei Monitoren für den Computer oder leistungsstarken Rechnern selbst, die sehr unterschiedlich aber oft preisintensiv im Unterhalt aufgrund ihres hohen Stromverbrauchs sein können. In den Pausen sollten die Geräte daher in den Ruhezustand gefahren und nach der Arbeit gänzlich vom Netz getrennt werden.

Heizung und Warmwasser:

Ganz selbstverständlich erwarten wir eine warme Wohnung und warmes Wasser. Doch die dafür benötigten Geräte wie Heizungspumpen oder eventuelle Durchlauferhitzer benötigen viel Strom, wenn sie nicht auf dem modernen Standard sind. Neue Geräte brauchen oft weniger als ein Viertel der bisher benötigten Energie.

Kochen und Backen:

Wer hierbei Energie sparen möchte, sollte sich doppelwandige Töpfe zulegen und genau darauf achten, dass die Topfgröße auch der Herdplattengröße entspricht. Kochen mit Deckel bietet ein hohes Stromsparpotential beim Kochen. Backröhren, die mit Umluft ausgestattet sind, müssen meist nicht so hoch geheizt werden wie Modelle mit ausschließlich Ober- und Unterhitze. Wer sich für einen Induktionsherd entscheidet, spart beim Verwenden der richtigen Töpfe fast ein Fünftel der Energie zu einem Gussplattenherd, aber selbst ein Kochfeld aus Ceran bringt Vorteile im Verbrauch.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich eine umfangreiche Energieberatung bei einer der zahlreichen Verbraucherzentralen geben lassen. Sie zeigen weitere zahlreiche Möglichkeiten, Strom zu sparen. Auch ein Strommess-Gerät verrät, welche Geräte im Haushalt zu welchem Zeitpunkt wie viel Strom verbrauchen und hilft so, den Geldbeutel und die Umwelt zu schonen.
Text: C. D. / Stand: 30.11.2017