Wie kann ich im Haushalt Strom sparen?

Frau zeigt auf Energieeffizienzklassen
Mit der richtigen Energieeffizienzklasse können Sie Strom sparen! - Foto: © visivasnc

Erfahren Sie hier wie man im Haushalt Strom sparen kann. Unsere Stromspartipps sind ganz einfach umzusetzen.

Strom sparen - Gut für den Geldbeutel und die Umwelt

Miete, Strom- und Gasrechnung, Versicherungen - die monatlichen Fixkosten belasten viele Haushalte stark, sodass über Sparpotenzial nachgedacht wird. Während sich an den Beträgen für die Miete und die Versicherungen nur selten etwas rütteln lässt, kann man mit kleineren und größeren Maßnahmen aber durchaus für eine kleinere Stromrechnung am Jahresende und geringere Monatsbeiträge während des gesamten Jahres sorgen. Außerdem ist das Sparen von Strom im Interesse unserer Umwelt begrüßenswert.

Die Auswahl der richtigen Geräte und konsequentes Abschalten helfen beim Strom sparen

Einen Großteil des Energieverbrauches verursachen heutzutage moderne elektronische Geräte. Das wissen vor allem ältere Personen, die sich noch an ihre Stromrechnung in der vordigitalen Zeit erinnern können, als in den Haushalten meistens nur ein Fernseher, ein Radio, ein Kühlschrank, die Beleuchtung und eine Waschmaschine Strom benötigten. Der große Flachbildfernseher, der Computer samt Monitor, die Spielekonsole, das Smartphone und der Tablet-PC - sie alle müssen mit Strom gespeist werden, um zu funktionieren. Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen und niemand möchte diese Geräte mehr missen. Wer schon beim Kauf auf den Energieverbrauch achtet, kann in der Folge in vielen Fällen Strom sparen. Nicht für jeden Computernutzer müssen es zum Beispiel ein stromfressender Desktop-PC und ein separater Monitor sein. Wer den Computer in der Regel nur zum Schreiben von E-Mails und Dokumenten sowie zum Surfen im Internet nutzt, kommt meistens mit einem Notebook aus, das weit weniger Energie benötigt. Generell sollte man darauf achten, dass die Geräte nicht laufen, wenn sie nicht benötigt werden. Das Ausschalten allein reicht jedoch in vielen Fällen nicht aus, denn manche elektronischen Geräte verbrauchen auch dann noch Strom, wenn sie am Netz hängen. Abhilfe leistet hier eine abschaltbare Steckerleiste, mit deren Hilfe gleich mehrere angesteckte Geräte vom Stromnetz getrennt werden können.

Haushaltsgeräte richtig nutzen und so Strom sparen

Auch bei der Nutzung von großen Haushaltsgeräten kann man ordentlich Strom sparen. Wer in einem Singlehaushalt lebt, sollte sich überlegen, ob er wirklich einen riesigen Kühlschrank benötigt, in dem normalerweise Lebensmittel für eine vierköpfige Familie Platz finden. Ein Kühl- oder Gefrierschrank ohne Abtauautomatik sollte zudem regelmäßig abgetaut werden, denn durch eine dicke Eisschicht an den Innenwänden erhöht sich der Energieverbrauch. (Kühlschrank abtauen) Dieser steigt auch dann, wenn die Kühlschranktür unnötig lange geöffnet bleibt oder das Gerät unmittelbar neben Wärmequellen wie einem Heizkörper oder dem Herd steht. Viel Energie lässt sich auch beim Waschen sparen. Die Waschmaschine sollte nach Möglichkeit nicht für nur einzelne Sachen, sondern immer voll beladen laufen. Eine Vorwäsche ist in den wenigstens Fällen notwendig, denn selten ist unsere Wäsche so verschmutzt, dass sie mit einem geeigneten Waschmittel nicht im Hauptwaschgang sauber wird. (Waschmaschine energiesparend einsetzen) Wer außerdem auf das Trocknen im Wäschetrockner verzichtet und die Wäsche stattdessen auf einem Wäscheständer im Garten oder auf dem Balkon trocknet, spart noch mehr Energie.

Energiesparlampen
Mit moderner Beleuchtung Strom sparen im Haushalt
Foto: © Rhombur

Bei der Beleuchtung sparen

Zwar verbrauchen Lampen im Vergleich zu vielen anderen Geräten im Haushalt nicht viel Strom, aber hier kann es die Menge machen. Wer regelmäßig und über viele Stunden hinweg in der ganzen Wohnung eine Festbeleuchtung anschaltet, wird auch dies am Ende auf der jährlichen Stromrechnung bemerken. Viel Strom kann man durch das Ersetzen herkömmlicher Glühbirnen sparen, die viel Energie in Wärme umsetzen. Energiesparlampen oder moderne LEDs sind zwar in der Anschaffung geringfügig teurer, verbrauchen aber weniger Energie. Bei vielen Menschen waren diese Beleuchtungsmittel vor einigen Jahren noch wenig beliebt, weil das Licht oft wesentlich kühler und dadurch ungemütlicher wirkte. Inzwischen haben die Hersteller aber nachgerüstet und bei manchen Modellen spürt man den Unterschied zur Glühbirne überhaupt nicht mehr. Außerdem lohnt es sich, Lampen in unbenutzten Räumen abzuschalten oder das Licht punktuell zu setzen.

Der Kauf energiesparender Geräte

Altgeräte verbrauchen in den meisten Fällen wesentlich mehr Energie als Neuanschaffungen. Das bedeutet allerdings nicht, dass man alle paar Jahre einen anderen Kühlschrank oder eine neue Waschmaschine anschaffen sollte. Lohnenswert kann jedoch der Austausch von Geräten sein, die vor dem Jahr 2003 gekauft wurden. Bis dahin galten die Energieeffizienzklassen A, B, C, D, E, F, G sowie A+. Inzwischen wurden Geräte entwickelt, die der Energieeffizienzklasse A+++ zugeordnet werden können. Geräte mit dieser Bewertung verbrauchen im Durchschnitt sechzig Prozent weniger Strom als solche mit der Energieeffizienzklasse A. Bei einem Neukauf lohnt es sich in vielen Fällen, ein Gerät mit der besten Energieeffizienzklasse zu wählen. Diese sind zwar oftmals etwas teurer, aber in Bezug zum Stromverbrauch amortisieren sich die höheren Kosten schon nach kurzer Zeit. Eine aktuell im Handel erhältliche Kühl-Gefrier-Kombination mit einem Fassungsvermögen von 160 Litern und der Energieeffizienzklasse A++ verbraucht beispielsweise 163 Kilowattstunden im Jahr und kostet rund 350 Euro. Ein baugleiches Gerät mit der Energieeffizienzklasse A+++ bringt es hingegen nur auf 110 Kilowattstunden und wird für rund 400 Euro angeboten. Bei einem Strompreis von 0,27 Cent pro Kilowattstunde haben sich die Mehrkosten bereits nach rund drei Monaten ausgezahlt.
Text: H. J. / Stand: 18.09.2018

Weitere Stromspartipps

  • Beim Kochen den Deckel auf den Topf legen. So wird das Essen schneller heiß.
  • Lieber einen Wasserkocher zum Erhitzen von Wasser nutzen als den Elektroherd.
  • Backofen nicht vorheizen.
  • Essen niemals heiß oder warm in den Kühlschrank stellen. Immer erst dann, wenn es komplett abgekühlt ist.
  • Kühlschrank und Tiefkühler nicht zu niedrig einstellen.
  • Kaffeemaschine nicht dauerhaft anlassen.

Sie sehen, wenn man sich bewusst macht wofür man Strom im Haushalt braucht, ist das schon eine ganze Menge. Setzt man aber den Strom bewusst ein oder nutzt ihn gut, kann man einiges an Strom sparen.

Im Handel gibt es auch Strommessgeräte, die anzeigen wieviel Strom ein Gerät verbraucht. Das ist ganz hilfreich, um Stromfresser im Haushalt zu finden und diese ggf. zu ersetzen.

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