Naturstein versiegeln

Erfahren Sie in diesem Artikel wie man Naturstein versiegeln kann. Eine Versiegelung bringt Glanz und Schutz in einem. Doch sollte man das selber machen?

Naturstein versiegeln - Glanz und Schutz in einem

Natursteine in der Küche
Wie kann man Naturstein versiegeln?
Beispielfoto: © ostap25

Naturstein wirkt sowohl im Innenbereich als auch außerhalb des Hauses dank seiner natürlichen Farbgebung sehr harmonisch. Zeitgleich kann es jedoch sein, dass naturbelassene Böden anfälliger für Verschmutzungen sind, was die regelmäßige Reinigung und Pflege erschwert. Abhilfe schaffen kann hier eine Versiegelung des Bodens, die je nach Ausgangslage selbst oder von einem Fachmann übernommen werden kann.

Was eine Versiegelung von Naturstein bringt

Grundsätzlich ist es wichtig, Versiegelung und Imprägnierung nicht zu verwechseln. So dringen Imprägnierungen in den Naturstein ein und füllen dessen Poren. Eine Versiegelung jedoch legt sich als schützende Schicht auf die Oberfläche und lässt sich daher meist auch optisch erkennen.

Bei versiegelten Natursteinen gelingt das Reinigen deutlich leichter. Da Schmutzpartikel nicht mehr in direkten Kontakt mit dem Stein gelangen, lassen sie sich unkomplizierter entfernen und auch die Bildung von Flecken fällt in den meisten Fällen milder aus. Je nach Art der Versiegelung kann der Naturstein später intensiver gefärbt wirken. Dies ist jedoch bei manchen Mitteln auf Wasserbasis bewusst nicht der Fall. Eine versiegelte Natursteinfläche wirkt jedoch stets glänzender und meist auch etwas glatter.

Naturstein selbst versiegeln oder nicht?

Vor der Versiegelung einer Natursteinfläche ist es wichtig, die Art des Steines zu bestimmen. So kommt eine Versiegelung trotz ihrer Vorteile bei manchen Arten wie beispielsweise Schiefer eher nicht in Frage.

Wer Naturstein selbst versiegeln möchte, muss unbedingt sorgfältig vorgehen und auf hochwertige Mittel setzen. Vor der Versiegelung ist es wichtig, dass die Steine vollständig trocken und sauber sind, da sich nach dem Auftragen des Mittels sonst unschöne Flecken und Ränder bilden können. Bei falschem Vorgehen kann es ebenfalls passieren, dass die Versiegelungsschicht ihre Schutzwirkung nicht erfüllt. Die Versiegelung selbst erfordert daher einiges an Geschick und Vorwissen. Schon die Auswahl des passenden Mittels im Hinblick auf dessen Effekt, Abweisungsgrad und Haltbarkeit ist eine wichtige Aufgabe, die in aller Regel nur mit der Hilfe eines Fachmannes bewältigt werden kann. Im individuellen Fall sollten Naturstein-Besitzer dann entscheiden, ob der Profi auch gleich die gesamte Versiegelung vornehmen soll, oder ob sie sich dieses Projekt selbst zutrauen.

Wichtiges zum Thema Rutschfestigkeit bei der Versiegelung von Naturstein

Versiegelte Natursteinflächen sind in aller Regel glatter als unversiegelte. Da Feuchtigkeit nicht mehr in den Stein eindringen kann, legt sie sich als Film auf die Versiegelung und kann entsprechend für rutschigen Untergrund sorgen. Aus diesem Grund ist es wichtig, Naturstein nur an Stellen zu versiegeln, bei denen eine erhöhte Rutschsicherheit nicht erforderlich ist. Dies ist in aller Regel eher in Innenräumen und bei überdachten Außenplätzen der Fall.

Niemals versiegelt werden dürfen Natursteinflächen, die bereits bei der Fertigung von Platten und Fliesen durch Chemikalien oder Lasertechnik rutschfest gestaltet wurden. Hier sorgt die Versiegelung letztlich für die Zerstörung dieses Effektes, was nur in den seltensten Fällen wirklich gewünscht ist.
Text: A. W. / Stand: 08.11.2017

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