Türen reinigen

Eine Zimmertür aus Holz
Wie reinigt man Türen? - Foto: © maho

Die Türen sind neben den Fenstern die Visitenkarten einer Wohnung oder eines Hauses. Schließlich sind sie das erste, das Besucher sehen - ein Grund, sie sorgfältig zu pflegen und sauber zu halten. Je nachdem, aus welchem Material die Türen sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten und Haushaltstricks, mit denen sie wieder wie neu erstrahlen.

Wie reinigt man Türen?

Je nach dem aus welchem Material die Türen gefertigt sind und wie viele Personen im Haushalt leben, müssen die Türen öfter gereinigt werden. Speziell wenn Kinder oder Raucher im Haushalt leben empfiehlt sich eine regelmäßige Reinigung.

Türen aus Holz reinigen

Türen in Altbauwohnungen oder -häusern sind traditionell aus lackiertem Holz. Sind diese Türen glatt, lassen sie sich mit etwas lauwarmem Wasser und Haushaltsreiniger einfach abwischen, so lange der Lack noch in Ordnung ist. Häufig handelt es sich in Altbauten aber um Kassettentüren, in denen Flächen mit Holz oder mit Glas gefüllt sind. Die Reinigung dieser Türen erfordert weit mehr Aufwand, zumal sich auf den Rahmen um die einzelnen Kassetten der Staub rasch absetzt. Sinnvoll ist es daher, diese Rahmen regelmäßig mit einem Staubwedel oder einem weichen Tuch vom Staub zu befreien. Bei stärker verschmutzten Türen ist die Reinigung mit einem nassen Tuch möglich. Dabei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass kein Wasser in die Fugen zwischen Rahmen und Kassette läuft, da das Holz sonst aufquellen kann. Wenn die Kassettenfüllung aus Glas besteht, wird dieses mit einem Glasreinigungsmittel oder einem Glasreinigungstuch wieder sauber.

Vergilbte Kunststofftüren wie neu

Glatte Kunststofftüren lassen sich, wie lackierte Holztüren, sehr einfach mit etwas Reinigungsmittel in lauwarmem Wasser und einem Tuch reinigen. Um den Kunststoff nicht zu zerkratzen, darf dieser nicht mit der Scheuerseite eines Schwammes behandelt werden. Problematisch können Türen aus weißem Kunststoff sein, da diese nach einiger Zeit durch Umwelteinflüsse oder Nikotin vergilben. Sofern nicht sehr viele Türen zu reinigen sind, bietet sich hier ein handelsüblicher Schmutzradierer an, der etwas angefeuchtet und dann über die Tür gerieben wird. Auch ein preiswerter Nagellackreiniger schafft es meistens, die Verfärbungen zu entfernen. Allerdings sollte dieser zunächst an einer verdeckten Stelle getestet werden. Bei lackierten Türen lässt sich die Vergilbung übrigens nicht so beseitigen, da der Lack durch das enthaltene Leinöl im Lauf der Zeit gelb wird. Da hilft es nur, die Türen neu zu streichen. Wer viele Türen aus Kunststoff reinigen muss, erhält im Handel spezielle Reiniger für Kunststofftüren und -fenster, die sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden können.
Lesen Sie auch: Vergilbte Gardinen waschen

Strahlender Glanz bei Türen aus Glas

Beim Reinigen von Glastüren sollten nur weiche Tücher oder Schwämme verwendet werden, um die Oberflächen nicht durch unschöne Kratzer zu verunstalten. In der Regel reicht ein Abwaschen mit lauwarmem Wasser aus, dem ein bisschen Essig zugesetzt wird. Bei stärkeren Verschmutzungen kann allerdings auch ein Glasreinigerschaum zur Anwendung kommen. Damit es bei glattem Glas hinterher keine Schlieren gibt, empfiehlt es sich, die Tür mit einem fusselfreien Tuch oder einem Fensterleder sorgfältig nachzureiben. Besonders empfindlich sind pulverbeschichtete oder siebbedruckte Glastüren. Diese dürfen nicht mit säurehaltigen Reinigungsmitteln in Kontakt kommen, da davon die Oberfläche zu stark angegriffen wird. Ein gutes Ergebnis kann stattdessen mit einem Handdampfreiniger erreicht werden, da die Türen mit diesem streifenfrei und ohne Putzmittel sauber werden. Vorsicht bei der Reinigung mit Wasser oder Dampf ist jedoch bei Türen aus Glas und Holz geboten. Das Holz kann sich nämlich durch die Feuchtigkeit verziehen.
Text: H. J. / Stand: 30.11.2017