Markisen reinigen

Markise und blauer Himmel
Wie reinigt man Markisen? - Foto: © PixelPower

Markisen sind aufgrund ihrer Montage an der Außenseite von Gebäuden ständig der Witterung ausgesetzt. Hinzu kommen Luftschadstoffe, Blütenstaub und vieles mehr. Dies alles hinterlässt Spuren auf dem praktischen Sonnenschutz. Wer seine Markise nicht gelegentlich pflegt, wird bald das Markisentuch austauschen müssen.

Regelmäßige Pflege verlängert die Lebensdauer der Markise

Markisen gehören zu den beliebtesten Sonnenschutzeinrichtungen und spenden auf Terrassen und Balkonen kühlenden Schatten.

Verschmutzungen lassen sich bei einer regelmäßigen Nutzung leider nicht vermeiden. Staub, Salz, Ruß und Blütenstaub oder Autoabgase lagern sich mit der Zeit auf dem Markisentuch ab. Mitunter ergänzen verharzte Öle oder Fette und Rauchgase aus Kraftwerken die Schmutzmischung. Alles in allem bilden diese Ablagerungen einen idealen Nährboden für diverse Bakterien und Pilze, wie etwa Schimmel. Stockflecken gehören ungeachtet dessen ebenso zum typischen Bild älterer Modelle. Bereits beim Kauf gibt der Hersteller wertvolle Pflegetipps, die direkt auf die Beschaffenheit des Markisentuches abgestimmt sind. Als bester Schutz vor unschönen Flecken und Ablagerungen gilt das Einfahren der Markise, sofern der Stoff vollständig trocken ist. Das tagelange Öffnen des großzügigen Sonnenschutzes indes verkürzt nicht selten die Lebensdauer.

Die Grundreinigung der Markise

Mit einem einfachen weichen Besen entfernen Sie losen Schmutz und Blätter auf Ihrer Markise. Anschließend sprühen Sie mit einem Gartenschlauch klares Wasser auf das Tuch, um diverse Schmutzpartikel anzulösen. Viel mehr braucht es gar nicht, um eine regelmäßige Grundreinigung zu gewährleisten. Vom Gebrauch eines Hochdruckreinigers raten die Markisenhersteller geschlossen ab. Schäden am Material oder den Nähten können dadurch nicht ausgeschlossen werden. Etwas schwieriger gestaltet sich die Reinigung von Flecken auf einer Markise.

Flecken entfernen auf Markisen

Experten raten dringend davon ab, Flecken auf Markisen trocken auszubürsten. Der Schmutz wird dadurch nur stärker in die Faser gedrängt. Besser eignet sich eine Lösung aus Feinwaschmittel und warmem Wasser, welches maximal 40°C besitzen sollte. Mit einem Schwamm schäumen Sie die Lösung auf und geben den Schaum auf den Fleck. Dieser weicht nun mindestens eine viertel Stunde, besser sind 20 Minuten, ein. Anschließend spülen Sie mit klarem Wasser gründlich nach, bis alle Seifenreste vollständig aus dem Tuch entfernt wurden. Bei Bedarf wiederholen Sie diesen Vorgang, bis der Fleck vollständig entfernt wurde. Hartnäckigen Flecken können Sie mit Gallseife an den Kragen gehen. Besonders Vogelkot erweist sich als sehr schädigend für Markisenstoffe. In Verbindung mit der UV-Strahlung führt er zu Verätzungen bzw. Verfärbungen am Sonnenschutz. Idealerweise wird Vogelkot schnellstmöglich mit einem feuchten Lappen entfernt. Ist er bereits eingetrocknet, können Sie ihn mit einem feuchten Küchenpapier einweichen und wie oben beschrieben aus dem Stoff entfernen. Blütenstaub saugen Sie indes einfach mit dem Staubsauger ab oder nehmen ihn mit einem Klebeband auf.

Trotz der besten Reinigung und Pflege ist die Lebensdauer einer Markise begrenzt. Nach einigen Jahren entsteht darauf Grün- bzw. Moosbefall, der sich trotz gründlicher Säuberung nicht mehr entfernen lässt. In diesen Fällen muss das Markisentuch durch ein neues ersetzt werden.

Tipp: Imprägnieren Sie Ihre Markise regelmäßig. Dies beugt Verschmutzungen und der Bildung von Stockflecken vor. Fahren Sie die Markise außerdem nur in trockenem Zustand ein und kehren Sie sie vorher immer direkt ab.
Text: C. D. / Stand: 30.11.2017