Lüften im Sommer

Geöffnetes Fenster in der Wohnung
Wie lüftet man im Sommer richtig? - Foto: © in4mal

Das Lüften der Wohnung ist sehr wichtig. Doch wie lange und wie oft sollte man die Wohnung im Sommer lüften? Wir geben hier einige Tipps:

Wohnung lüften im Sommer: So geht es richtig

Während der warmen Sommermonate ist das richtige Lüften der Wohnung sehr wichtig. Falsches Lüften kann Schimmelbildung begünstigen und das Raumklima verschlechtern. Mit wenigen Tricks lässt sich das umgehen.

Am besten früh morgens und spät abends lüften

Gelüftet werden sollte im Sommer nach Möglichkeit nur dann, wenn die Außentemperatur niedriger als die Innentemperatur liegt. Das hat einen einfachen Grund: Warme Luft ist reicher an Feuchtigkeit. Dringt sie in Innenräume, steigt dort nicht nur die Temperatur, sondern auch die Luftfeuchte. Wird es dann am Abend und in der Nacht kühler, sammelt sich Feuchtigkeit an Außenwänden und Fenstern, was optimale Wachstumsbedingungen für Schimmel bietet. Im warmen Klima des Zimmers wachsen Sporen dann umso zügiger. Zum Lüften bieten sich der frühe Morgen zwischen sechs und acht Uhr sowie der späte Abend zwischen 21 und 23 Uhr an. Am einfachsten gelingt das, wenn die Fenster gleich nach dem Aufstehen und etwa eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen geöffnet werden. So halten Sie die Wohnung im Sommer kühl

Wie oft im Sommer lüften?

Man sollte im Sommer wenigstens zweimal am Tag ordentlich lüften. Einmal am frühen Morgen und einmal am späten Abend. Gibt es im Laufe des Tages ein Gewitter, so dass sich die Luft merklich abkühlt, kann man natürlich auch ein drittes oder viertes Mal lüften. In der Regel sollten aber die Fenster tagsüber geschlossen bleiben.

Stoßlüften ist effektiver

Ein einziges geöffnetes Fenster reicht im Sommer nicht aus, um genügend frische Luft in das Zimmer strömen zu lassen. Das liegt daran, dass der Luftaustausch bei geringen Temperaturdifferenzen zwischen außen und innen eher träge vonstattengeht. Besser ist es, mindestens zwei gegenüberliegende Fenster zu öffnen und Zwischentüren in der Wohnung ebenfalls geöffnet zu halten. So entsteht ein angenehmer Durchzug und der Luftaustausch gelingt. Da das dennoch nicht so schnell wie im Winter passiert, sollte der gesamte Vorgang im Sommer rund zwanzig Minuten in Anspruch nehmen.

Wie lange im Sommer lüften?

Das kann man nicht pauschal beantworten. Sie sollten sich aber nach Möglichkeit mindestens 20-30 Minuten Zeit zum Lüften nehmen.
Tipp: Stellen Sie ein Hygrometer in ein Zimmer. Dieses zeigt Ihnen die Luftfeuchtigkeit im Raum an. Ist die Luftfeuchtigkeit höher als 60% sollten Sie die Fenster offen lassen.

Fenster: Tagsüber geschlossen halten

Ist es draußen heiß, wünschen sich viele Menschen frische Luft und etwas Abkühlung. Der Irrglaube, dass Lüften tagsüber dabei helfen könnte, hält sich hartnäckig. Fenster sollten, um Feuchtigkeit und Wärme abzuhalten, den gesamten Tag lang geschlossen bleiben. Auch Kippen ist keine gute Idee, da die Feuchtigkeit dennoch eindringen kann. Vor einer zu starken Wärmeentwicklung schützen können Verdunklungsrollos oder Plissees sowie Außenjalousien. Sobald es in der Nacht angenehm kühl wird, dürfen die Fenster auch dauerhaft geöffnet oder gekippt bleiben. Gerade im Schlafzimmer empfinden das viele Menschen als besonders angenehm. Zum Schutz vor Stechmücken und anderem Ungeziefer sollte ein sicheres Netz am Fenster montiert werden. Natürlich sollten von außen zugängliche Fenster nicht unbeaufsichtigt offen bleiben. Schließlich hätten Einbrecher so leichtes Spiel. Hier ist es besser, gründlich zu lüften und die Fenster dann sicher zu verschließen. Ganz wichtig: Bei einem Gewitter sollten die Fenster geschlossen bleiben! Erst danach lüften! Weitere Tipps für das richtige Verhalten bei Gewitter
Text: A. W. / Stand: 04.06.2019

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