Einen Haushaltsplan für die Familie erstellen

Text: S. G. (Hausfrau) / Letzte Aktualisierung: 01.04.2021

Wie einen Haushaltsplan für die Familie erstellen
So erstellen Sie einen Haushaltsplan für die Familie. - Symbolbild: © dechevm - stock.adobe. com

Das Geschirr stapelt sich in der Spüle, im Schlafzimmer versammeln sich die Wollmäuse unter dem Bett und das Fenster lässt auch nur noch einen Hauch von Tageslicht hindurch? Dann ist der Haushalt wirklich nicht gut organisiert. Haushaltsführung kostet ein wenig Zeit und vor allem berufstätige Menschen haben oft wenig Lust, nach einem harten Tag noch mit dem Großreinemachen zu beginnen. Doch mit der richtigen Organisation lässt sich auch bei langen Arbeitstagen in der Woche ein ordentlicher Haushalt führen. Tägliche Routinen führen dazu, dass am Wochenende weit weniger Arbeit im Haushalt erledigt werden muss, kosten aber kaum Zeit. Bei der Organisation hilft ein Putzplan.

Einen Haushaltsplan erstellen ist recht einfach

Im folgenden haben wir eine Schritt für Schritt Anleitung zum Erstellen eines Haushaltsplans zusammengestellt:

  • 1. Schritt: kleine Arbeiten sofort erledigen
    Sie haben sich ein Brot gemacht, das Buttermesser und die Krümel liegen noch auf der Arbeitsplatte? Schnell Messer und Teller abgewaschen und in den Schrank geräumt und die Arbeitsplatte abgewischt - das dauert vielleicht zwei Minuten, erspart Ihnen am Ende des Tages aber einen großen Abwasch. Erledigen Sie kleine Aufräumarbeiten daher sofort: Räumen Sie alles, was Sie aus dem Schrank nehmen, nach Benutzung wieder zurück, stellen Sie Ihre Schuhe nach dem Nachhausekommen in den Schuhschrank, werfen Sie getragene Kleidung in den Wäschekorb - einfache Handgriffe, die für eine gewisse Grundordnung sorgen.
  • 2. Schritt: der Haushaltsplan für den Tag
    Überlegen Sie, welche Aufgaben jeden Tag zu erledigen sind. Das Frühstück für die Kinder zubereiten, die Betten machen, das Geschirr in die Spülmaschine räumen - schreiben Sie einen Tag lang alles auf, was zu erledigen ist und auch sofort erledigt werden sollte.
  • 3. Schritt: wöchentliche Aufgaben
    Nicht alle Haushaltsaufgaben müssen täglich erledigt werden. Gründliches Staubwischen oder Saugen ist oft erst nach einer Woche nötig. Fenster müssen eventuell noch seltener geputzt werden. Erstellen Sie einen Plan für alle wöchentlich oder 14-tägig anfallenden Aufgaben. Je nach Größe der Wohnung können Sie die Grundreinigung dabei an einem Tag erledigen oder Sie nehmen sich an jedem Tag ein anderes Zimmer vor.
  • 4. Schritt: Aufgaben delegieren
    Haben Sie festgelegt, welche Aufgaben im Haushalt täglich, in der Woche oder in anderen Zeitabständen erledigt werden müssen, können Sie zusammen mit Ihrer Familie besprechen, wer welche Aufgaben übernimmt. Und dann gemeinsam einen Haushaltsplan erstellen. Die Tiere versorgen, den Müll rausbringen? Das sind Aufgaben, die auch Kinder erledigen können. Der Putzplan wird dann gut sichtbar aufgehängt. Halten sich alle an die Einteilung, wird der Hausputz schnell zur Routine und erledigt sich fast nebenbei. Lesen Sie auch: Altersgerechte Hausarbeiten für Kinder

    Womit kann man den Haushaltsplan erstellen?

    Ist alles besprochen kommt die Frage auf: Womit kann man den Haushaltsplan erstellen? Denn es macht keinen Sinn alles zu bedenken und stundenlang darüber zu reden, wenn man es dann gleich wieder vergisst! Deshalb ist es wichtig einen Plan zu machen, den man abhaken kann. Dazu können Sie gemeinsam mit den Kindern Pläne für jeden Tag, jede Woche und jeden Monat basteln oder am Computer einen Plan erstellen auf dem ersichtlich ist wann wer was machen muss. Oder Sie erstellen einen digitalen Putzplan! Das geht mit einer To Do Liste recht einfach. Alle Personen im Haushalt werden dort eingetragen sowie auch alle Aufgaben mit einem Erledigungs-Zeitpunkt (täglich, wöchentlich, monatlich) versehen. Nun weist man die einzelnen Aufgaben den entsprechenden Personen zu. Auf dieser Weise kann jeder sehen wer heute welche Aufgabe erledigen muss. Ist sie erledigt wird sie abgehakt. Im Idealfall kann man die Aufgaben auch einmalig einem anderen Haushaltsmitglied zuweisen. Falls Mama das Einkaufen heute nicht schafft, weist sie Papa diese Aufgabe zu.

    Wichtig ist nun, dass man diszipliniert am Ball bleibt. Probieren Sie es einige Wochen mit dem Haushaltsplan. Evtl. können Sie diesen im Laufe der Zeit noch optimieren.

    Wie motiviert man sich den Haushaltsplan einzuhalten?

    Eine gute Frage! Kinder kann man mit einem Belohnungssystem motivieren. Entweder dürfen sie am Ende des Tages, wenn alle Aufgaben erledigt sind, ein paar Minuten länger fernsehen oder sie bekommen am Ende der Woche einen kleinen Bonus in Form von Geld. Bei Erwachsenen ist das schon etwas schwieriger. Aber vielleicht hilft es ja, wenn Sie beim Putzen Musik hören oder einen guten Podcast bzw. ein Hörbuch. So vergeht die Zeit wie im Flug und man hat mehr erledigt als eigentlich auf der Liste stand.

    Tipps für den Hausputz: