Teppich auf Holzdielen verlegen

Text: S. G. (Hausfrau) / Letzte Aktualisierung: 29.03.2021

Mann beim Teppich verlegen auf Holzdielen
Wie kann man Teppichboden auf Holzfußboden verlegen? - Symbolbild: © Syda Productions - stock.adobe. com

Wie Teppichboden auf Holzfußboden verlegen?

Alter Dielenboden ist genau der Bodenbelag, den sich viele Menschen wünschen. Das Holz strahlt Gemütlichkeit aus, das typische Knarzen der Holzdielen trägt zum Altbau-Flair bei. Andere dagegen wünschen sich Teppichboden: Der ist auch im Winter schön warm unter den Füßen und pflegeleichter, da kein Schmutz mehr aus den Fugen entfernt werden muss. Unempfindlicher als unversiegelte Dielen sind hochwertige Teppiche zudem auch. Teppiche lassen sich auch auf Dielenboden verlegen. Doch das stellt den Heimwerker vor besondere Herausforderungen. Alte Holzdielen sind nämlich oft uneben.

Auch auf Holzdielen kann man einen Teppich legen

Nimmt der Hobbyhandwerker keine Vorbereitungsarbeiten vor, zeichnen sich Unebenheiten durch den verlegten Teppich hindurch ab. Wir geben Tipps, wie das Verlegen von Teppichboden auf Dielen gelingt:

  • Zunächst müssen alle alten Farbreste und Rückstände von Kleber entfernt werden. Die Farbe am besten mit einem Abbeizer lösen und mit einem Spachtel entfernen. Dann kann man die Holzdielen abschleifen.
  • Anschließend sind lose Dielenbretter festzuschrauben oder festzunageln.
  • Die Fugen lassen sich mit dauerelastischer Fugenmasse verschließen. Elastisch sollte die Fugenmasse sein, da sich Holzdielen je nach Temperatur zusammenziehen und ausdehnen.
  • An jeder Wandseite wird nun ein einige Millimeter breiter Streifen abgedeckt, zum Beispiel mit einem Schaustoffstreifen.
  • Zur Begradigung von Unebenheiten wird der Boden anschließend mit einem Fließspachtel behandelt. Dieser muss unbedingt für Holzfußboden geeignet sein. Als Faustregel zur Berechnung der benötigten Menge gilt: Je Quadratmeter Bodenfläche und je Millimeter Vertiefung braucht man einen Liter gebrauchsfertigen Spachtel.
    Zum Ausbringen gießt man den flüssigen Spachtel einfach auf den Boden und verteilt ihn gleichmäßig mit einer Kelle. Dabei arbeitet man von der Fensterseite bis zur Tür. Der Fließspachtel braucht nur wenige Stunden zum Aushärten. Anschließend kann der Teppich verlegt werden.

Was Heimwerker beachten sollten:
Durch die Begradigung und den Teppich ist der neue Boden höher als der alte. Türen müssen daher eventuell geändert werden.

Was ist beim Teppich verlegen zu beachten?

Ist der Untergrund nun eben und trocken, sollte man ihn vorsichtshalber nochmal säubern. Einmal drüber fegen sollte reichen. Dann wird der Teppich in den Raum gelegt wobei man zu den Wänden einen Überstand legt. Mit einem Universalmesser kann man nun den Teppich zuschneiden. Überstände sollte man für einen Tag stehen lassen, denn der Teppich muss sich erstmal an das Raumklima gewöhnen und sich ausliegen.

Was tun, damit der Teppich nicht verrutscht?
Eigentlich reicht es aus an mehreren Stellen Möbel hinzustellen, die natürlich ein gewisses Gewicht haben sollten. Des Weiteren können Sie natürlich auch auf Nummer sicher gehen und den Teppich mit Klettband fixieren. Dieses kann man bei einem evtl. Auszug meist rückstandslos wieder entfernen. Oder Sie kleben den Teppich an. Klebstoff lässt sich aber meist schwer wieder lösen und ist daher vor allem in Mietwohnungen nicht geeignet.
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