Möbelpolitur für Holzmöbel

Frau bei der Möbelpolitur
Die Möbelpolitur lässt Holzmöbel wieder strahlen
Foto: © kelly marken

Holz als natürlicher Werkstoff ist in der Möbelherstellung beliebt und hat sich seit Jahrhunderten bewährt. Seine warme und gemütliche Ausstrahlung hat Charakter. Doch Holz leidet unter den Jahren und der Verwendung. Schnell entstehen Kratzer, die Maserung verblasst oder ein Schmutzfilm trübt die Optik eines Holzmöbelstückes. Haben sich auf Ihren Möbeln auch Wasserflecken oder Ränder anderer Flüssigkeiten verewigt, so können Sie diesen auf den Leib rücken: mit Möbelpolitur.

Möbelpolitur nicht für jedes Holzmöbel geeignet

In der Regel wird Möbelpolitur nur für Holzmöbel verwendet, welche eine Lackierung haben oder ein Echtholzfurnier. Eine Möbelpolitur wirkt - je nach Hersteller - oft nur an der Oberfläche des Holzes und dringt kaum in die Tiefe vor. Besonders hochwertige Polituren können auch auf unbehandelten Holzoberflächen verwendet werden, die sonst normalerweise mit speziellen Holzölen oder Wachsen versiegelt werden.

Kleiner Tropfen - große Wirkung

Anwender zeigen sich immer wieder erstaunt, welche Wirkung eine Möbelpolitur entfalten kann. Obwohl sie sparsam angewandt wird, bringt sie die Maserung des Holzes wieder zum Vorschein und lässt unansehnliche Flecken beinahe vollständig oder sogar gänzlich verschwinden. Die Politur bewirkt, dass die Oberfläche einen antistatischen Schutzfilm gegen Staub und in geringem Maß auch gegen Flüssigkeiten erhält und verleiht ihm wieder ein gepflegtes Aussehen.

So polieren Sie Ihre Möbel richtig

Wer eine Möbelpolitur anwendet, sollte sich einen Polierlappen oder ein weiches Staubtuch besorgen. Mikrofasertücher sind für das Polieren von Holzmöbeln nicht geeignet, da sie kleinste Staubpartikel binden können und diese als Schleifkörper zusätzliche Kratzer ins Holz bringen können. Einige Tropfen oder Spritzer - je nach Herstellerangaben - werden auf den Lappen aufgebracht und das Möbelstück damit eingerieben. Versuchen Sie die Politur in Richtung der Holzmaserung aufzubringen. Danach nehmen Sie einige Minuten später eventuell zu viel aufgetragene Möbelpolitur mit einem Küchentuch oder einem trockenen und saugfähigen Lappen auf.

Die richtige Möbelpolitur auswählen

Zunächst wählen Sie den Farbton der Politur. Diese gibt es in farblos oder in verschiedenen Farbschattierungen von hell bis sehr dunkel, etwa für Mahagoni-Holz. Passen Sie den Ton der Politur dem des Holzes an. Zudem können Sie meist zwischen einem matten oder einem starken Glanz wählen. Haben Sie sich entschieden, so prüfen Sie, ob die Politur gesundheitlich unbedenklich ist. Viele Polituren enthalten einen Großteil Chemie, was vor allem bei Kinderzimmermöbeln oder einem Esstisch zu allergischen Reaktionen führen kann. Silikone sollten nach Möglichkeit nicht in der Politur enthalten sein.

Möbelpolitur selber machen

Weit verbreitet sind Tipps, die Möbelpolitur selbst herzustellen. Dazu wird ein preiswertes Olivenöl mit Zitronensaft oder Sonnenblumenöl empfohlen. Diese Haushaltsöle haben jedoch den Nachteil, dass sie nach und nach ranzig werden. Die Öle in einer Möbelpolitur aus dem Fachhandel sind jedoch immer harz- und säurefrei und damit hygienischer wie auch schonender für das Holz. Zudem sind sie etwas dünnflüssiger als Speiseöl und lassen sich besser auftragen.

Möbelpolituren gehören ganz klar zur Möbelpflege von lackierten Echtholzmöbeln dazu. Jedoch müssen Sie mit Bedacht ein geeignetes Produkt auswählen und dieses sparsam einsetzen, um Ihre Möbel nicht mit einem fettigen Film zu überziehen oder gar die Gesundheit zu gefährden.

Bitte beachten Sie: In unseren Artikeln geben wir nur allgemeine Tipps. Bei Fragen sollten Sie sich immer an einen Fachmann wenden!
Text: C. D. / Stand: 10.08.2017