Ledermöbel pflegen - Aber wie?

Hund und Katze auf einer Ledercouch
Wer Haustiere hat, sollte die Ledermöbel
besonders gut pflegen.... - Foto: © MartinW

Sie sehen lebendig, robust und strapazierfähig aus, und sind dabei noch so bequem: Ledermöbel erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Gemütlich in die Kissen kuscheln auf einem Ledersofa macht allerdings nur Spaß, wenn sich das Leder weich und geschmeidig statt rissig und speckig anfühlt. Ledersofas entwickeln mit der Zeit eine charmante Patina, werden sie jedoch nicht regelmäßig gepflegt, büßen sie nicht nur optisch ein, sondern nehmen ernsthaft Schaden. Wie so oft bietet uns der Handel verschiedene Mittelchen zur Lederpflege an. Es gibt aber auch zahlreiche Hausmittel, die das Leder pflegen.

Tipps zur Pflege von Ledermöbeln

Wie reinigt man nun Ledermöbel richtig? Welche Produkte eignen sich dafür? Das und mehr erfahren Sie auf den folgenden Seiten:

Schäden an Ledermöbeln vorbeugen

Leder ist ein elastisches Naturmaterial, das nur begrenzt belastbar ist. Starke UV-Strahlung schadet ihm ebenso, wie scharfe Reinigungsmittel oder spitze Gegenstände. Stellen Sie Ihr Ledersofa möglichst mindestens 30 - 40 cm entfernt von Hitzequellen wie der Heizung oder einer heißen Lampe auf, denn Leder braucht eine gewisse Luftfeuchtigkeit, um nicht rissig zu werden und geschmeidig zu bleiben. Auch Haustiere können Ihrem Ledersofa schaden. Wie schnell reißt die sonst so kuschelige Schmusekatze mit ihren Krallen ein Loch ins Leder oder der treue Haushund kratzt mit der Pfote an der guten Couch. Produkte die Öle oder Lösungsmittel enthalten, zum Beispiel Nagellack oder Glasreiniger, haben an einem Naturledersofa ebenso wenig zu suchen, wie Schuhcreme oder Scheuermilch. Vermeiden Sie zudem den Kontakt des Leders mit Körperpflegeprodukten, beispielsweise von Bodylotion oder Sonnenmilch, die frisch auf die Haut aufgetragen beim Sitzen auf das Leder gerät. Fettflecken oder andere Malheure entfernen Sie besser sofort, bevor das Leder zu viel davon aufnimmt.

Ledermöbel reinigen und pflegen

Durch die tägliche Benutzung erfährt ein Ledermöbel starke Belastungen. Jeansnieten reiben auf dem Leder, das Kind kleckert Jogurt darauf oder die feuchte Schnauze des Haustiers leistet ihr übriges. Kaum vermeidbar sind ganz normale Benutzungserscheinungen, wie etwa Hautfett auf dem Leder oder Staub, Alltagsschmutz und Krümel. Sie sollten einmal die Woche entfernt werden. Dafür reicht es meist aus, ein Glattledersofa mit einem trockenen Staubtuch abzuwischen oder ein Rauledersofa mit dem Staubsauger und der weichen Möbelbürste abzusaugen. Glattledersofas können mit einem leicht feuchten Lappen abgewischt werden, wohingegen bei Nubuk- oder Velourleder eine sehr milde Seifenlauge oberflächlich Schmutz entfernen kann. Wichtig ist bei Reinigung nicht stark zu reiben, um keine Glanzstellen entstehen zu lassen oder einen Farbverlust durch Abrieb zu bewirken. Das Leder darf niemals ganz durchnässen. Sofort nach einer feuchten Reinigung sollten Sie Ihr Ledersofa mit einem Wolltuch vorsichtig trocken reiben. Rauleder werden mit einer Gummibürste oder feinem Sandpapier wieder aufgeraut.

Die Pflege als Schutz

Leder als Naturmaterial verändert seine Eigenschaften mit der Zeit. Feuchtigkeit und Fett geht verloren und muss dem Leder wieder zugeführt werden, damit es elastisch bleibt. Zudem dient die Lederpflege dem Schutz vor UV-Strahlung und der Farberhaltung. Nachdem das Ledermöbel gereinigt wurde, kann nun eine Pflege auf das Leder aufgebracht werden, ohne dass Schmutz und Hautfette ungewünscht dabei ins Leder eingearbeitet werden. Die Lederpflege sollten Sie zwei Mal pro Jahr durchführen. Hierfür hält der Handel spezielle Präparate bereit, die auf das jeweilige Material abgestimmt sind. Ein Rauleder benötigt ein anderes Pflegepräparat als ein gedecktes (pigmentiertes) Leder oder gar ein Anilin-Leder. Bereits beim Kauf Ihres Sofas wird Ihnen vom Fachmann ein entsprechend geeignetes Pflegeprodukt empfohlen.

Die Lederpflege dient nicht nur der Optik des Sofas, sie ist gleichzeitig schützend und werterhaltend. Nur so behält ein echtes Ledersofa sein natürliches und gepflegtes Aussehen und gewinnt über die Jahre eine gemütliche Patina.
Text: C. D. / Stand: 08.11.2017