Unangenehme Gerüche in der Wohnung beseitigen

Lavendelzweig und Duftkerze
Unangenehme Gerüche kann man mit Lavendel
oder Duftkerzen beseitigen - Foto: © Reicher

Da putzt man was das Zeug hält, entfernt vermeintliche Geruchsquellen und doch hängt der Mief von unangenehmen Gerüchen in der Wohnung. Eine Party am Abend und spätestens am Morgen danach mischen sich Nikotingestank und der Knoblauchduft der Pastasauce zu einem fiesen Komplott gegen jegliche Geruchsnerven.

Statt teuren Raumdüften, die voll von Chemie sind und wohlduftende Räume versprechen, sollte man lieber einfache Hausmittel verwenden. Oft helfen diese sogar besser, weil sie die Gerüche wirklich beseitigen und nicht nur überdecken.

Wie entferne ich also unangenehme Gerüche aus meiner Wohnung?

Versuchen Sie zu allererst die Geruchsquelle zu lokalisieren und wenn möglich zu entfernen. Lüften Sie danach ausgiebig. Ein gekipptes Fenster wird nicht zum Erfolg führen, Stoßlüften erzielt bessere Resultate. Dies wiederholen Sie am besten auch noch die nächsten Tage. Zeigt dies nur bedingt Wirkung, müssen Sie zu härteren Geschützen greifen.

Essig - Der Geruchskiller

Ein bewährtes Hausmittel gegen allerlei hartnäckige Gerüche ist Essig. Mit Wasser auf dem Herd abgekocht und in einer Schale im betroffenen Raum aufgestellt, ist Essig ein wahres Wundermittel. Bei großen Räumen können Sie auch mehrere Schalen aufstellen. Lassen Sie diese über Nacht oder zumindest einige Stunden stehen. Sie werden die Wirkung merklich wahrnehmen. Um besonders hartnäckigen Gestank zu entfernen, ist es oft noch sinnvoll, zusätzlich die Oberflächen mit Essigwasser abzuwischen, etwa bei frisch gestrichenen Fenstern oder Nikotinbelegen auf Möbeln usw.

Auch Kaffee hilft Gerüche zu beseitigen

Ergänzend dazu sorgt Kaffeepulver aus gemahlenen frischen Kaffeebohnen für eine Neutralisation unangenehmer Ausdünstungen und Gerüche. Flach auf einem Teller ausgebreitet und im betroffenen Raum aufgestellt, werden ebenso effektiv festsitzende Gerüche eliminiert.
Kaffee hilft auch bei Knoblauchgeruch

Natron, Backpulver und Streichhölzer

Konnten Sie eine genaue Geruchsquelle ermitteln, wie etwa der Kühlschrank, der Mülleimer, der Aschenbecher oder die Spülmaschine, ist reines Natron bzw. alternativ Backpulver ist absoluter Geruchskiller. Streut man zum Beispiel Natron auf den Boden eines Aschenbechers, bindet es den stechenden Geruch der Asche und der Zigarettenkippen. Für kleine Räume, wie Bäder oder Abstellkammern, hat sich das Anzünden von Streichhölzern zur Geruchsneutralisation als erfolgreich bewährt.

Duftöle und Duftsäckchen

Kommen Sie mit diesen Methoden nicht weiter, hilft oft nur noch, die Gerüche mit anderen Düften zu überdecken. Als starker Helfer in der Not zeigt sich hier Lavendel. Als reines Öl auf Duftsäckchen oder Baumwolltücher aufgetragen und aufgehängt, wirkt es wahre Wunder und schafft ein angenehm duftendes Raumklima. Wohnlich sind auch Düfte von Vanillestangen in luftigen Beutelchen offen aufbewahrt oder Orangen bzw. Zitronen mit Nelken gespickt.

Potpouris

Alternativ sind viele Potpouri-Mischungen im Handel erhältlich, die mit ihren intensiven Düften alles andere im Raum überdecken können. Obendrein gesellen sich zu den Möglichkeiten der Verbesserung der Raumluft noch Duftlampen, die mit Ölen ganz nach den eigenen Vorlieben und der Jahreszeit wohlige Gerüche verbreiten. Aber auch Räucherstäbchen nach Wahl führen zum gewünschten Erfolg.

Bevor Sie also die Chemiekeule schwingen, greifen Sie zunächst zu den harmloseren Hausmitteln und testen Sie erst deren Wirksamkeit. Zu Lufterfrischern oder Duftsprays aus dem Supermarkt können Sie später immer noch greifen. Idealerweise versuchen Sie am besten, die Gerüche erst gar nicht entstehen zu lassen, indem Sie beispielsweise den Aschenbecher täglich leeren, den Kühlschrank regelmäßig mit Essigwasser auswischen und nach jeder Leerung der Spülmaschine etwas Natron auf deren Boden streuen.
Text: C. D. / Stand: 22.06.2017

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