Mehltau Bekämpfung - so geht es ...

Blatt mit Mehltau
Wie sieht Mehltau aus? Hier ein Blatt mit Mehltau
Foto:© Michael Tieck

Frühling und Sommer sind für Gartenfreunde die schönste Jahreszeit. In den Gärten, auf den Terrassen und Balkonen grünt und blüht es. Doch viele Hobbygärtner machen im Laufe des Sommers eine unangenehme Entdeckung: Die Blätter ihrer Rosen oder anderer Pflanzen sind mit einem feinen, weißen Pilz bewachsen: der Mehltau.

Worum handelt es sich bei Mehltau?

Und wie wird man diesen Feind üppig blühender Pflanzen wieder los? Hier finden Sie Tipps für einen schönen Garten und Balkon.

Echter und falscher Mehltau

Als Mehltau werden unterschiedliche Pilzarten bezeichnet. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie sich als weißer Belag auf den befallenen Blättern zeigen. Unterschieden wird zwischen dem echten Mehltau und dem falschen Mehltau:

  • Echter Mehltau zeigt sich als weißlicher Pilzrasen auf der Blattoberfläche. Die Blätter verfärben sich später braun und vertrocknen.
  • Falscher Mehltau tritt als weißlicher Belag an der Blattunterseite in Erscheinung.

Besonders Rosen werden vom Mehltau gerne angegriffen. Sind erst einmal Blätter befallen, breiten sich die Pilzsporen schnell über die gesamte Pflanzen und angrenzende Pflanzen aus. Werden befallene Blätter bemerkt, greifen viele Gärtner zur Gartenschere. Der radikale Rückschnitt kann ein Mittel sein, um stark befallene Pflanzen zu retten. Oft überdauern die Pilzsporen allerdings und die jungen Triebe sind direkt wieder befallen.

Mehltau bekämpfen

Mehltau bevorzugt einen Boden mit einem hohen Stickstoffgehalt. Feuchtes und kühles Klima begünstigt zudem das Wachstum des Pilzes. Das Wetter können Sie nun nicht ändern; mit der richtigen Gartenerde legen Sie allerdings einen guten Grundstein für gesunde Pflanzen. Darüber hinaus gibt es einige einfache Hausmittel, mit denen Sie dem Mehltau den Kampf ansagen können.

Mittel gegen Mehltau

  • Mit Milch gegen Mehltau: Mischen Sie einen Teil Frischmilch mit neun Teilen Wasser und besprühen Sie befallene Pflanzen damit. Dieses einfache Hausmittel hat sich bewährt, da Frischmilch Mikroorganismen enthält, die sich von den Pilzsporen ernähren. Führen Sie die Behandlung drei bis vier Mal in der Woche durch.
  • Ein Sud aus Knoblauch hilft ebenfalls. Übergießen Sie zwei geschälte Zehen mit kochendem Wasser und fangen den Sud auf. Mit diesem Gemisch können Sie befallene Pflanzen besprühen.
  • Der Marienkäfer ist ein zuverlässiger Vernichter von Schädlingen. Sammeln Sie Marienkäferlarven oder bestellen Sie die kleinen Gartenhelfer im Fachhandel. Der große Vorteil: Die Käferlarven fressen nicht nur Pilze, sondern auch Blattläuse.
  • Schneiden Sie alle befallenen Pflanzenteile ab und entsorgen diese gründlich. Eine Lagerung auf dem Kompost ist nicht zu empfehlen, da sich die Sporen von dort aus wieder im Garten verbreiten.
  • Pflanzen Sie Kübelpflanzen nicht zu dicht; die Wurzeln benötigen Platz, um sich auszubreiten, die Blätter Platz, um zu wachsen. Wählen Sie Pflanzgefäße, die tief genug für die jeweiligen Pflanzen sind.
  • Beugen Sie vor: Gießen Sie Ihre Pflanzen nur von unten, damit die Blätter nicht nass werden. Feuchtigkeit begünstigt das Wachstum des Pilzes. Düngen Sie die Pflanzen mit speziellen Anti-Fungizid-Düngern, die Sie im Fachhandel erhalten. Diese vorbeugende Anbringung von Pilzgiften ist wirkungsvoller als die nachträgliche Behandlung mit Pestiziden.

Einige Pflanzen und Gemüsesorten werden mittlerweile auch als robuste, gegen Pilze unanfällige Sorten gezüchtet. Bevorzugen Sie diese Sorten beim Pflanzenkauf, dann haben Sie länger Freude an einem schönen Garten und üppig blühenden Balkonpflanzen.
Text: S. G. / Stand: 21.03.2017