Start in die Gartensaison: So machen Sie Ihre Terrasse frühlingsfit

Die triste Winterzeit ist vorbei und der Frühling kündigt sich durch die ersten sprießenden Krokusse und Schneeglöckchen an – höchste Zeit zum Terrasse reinigen, damit Sie die ersten warmen Tage des Jahres im Freien genießen können. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Spuren des Winters schnell und effektiv beseitigen und Ihren Außenbereich mit neuen Pflanzen, Gartenmöbeln und Accessoires in eine lebendige Frühlingsoase verwandeln.

Terrasse reinigen vom Boden bis zum Dach

Laub, Moos, Unkraut und abgebrochene Äste – die letzten Zeugen der dunklen und feuchten Jahreszeit sind nicht zu übersehen und sollten am besten zuerst beseitigt werden. Schnappen Sie sich dazu am besten einen Gartenbesen mit starren Borsten und fegen Sie einmal kräftig über die Terrasse. Der zusammengefegte Mix aus Blättern, Moos und Ästen bildet jetzt die perfekte Grundlage für Ihren diesjährigen Kompost. Also nichts verschwenden, die Natur arbeitet schließlich im Kreislauf und das Unkraut von heute ist der Dünger von morgen.

Fugen und Ritzen von Moos und Unkraut befreien

Hartnäckiges Moos, Löwenzahn und Wegerich in den Fugen von Pflastersteinen und Platten sind nicht nur unschön, sondern auch äußerst lästig. Am besten rücken Sie dem hartnäckigen Unkraut mit einem Fugenkratzer oder – wenn Sie sich das Bücken ersparen möchten – einer elektrischen Fugenbürste zu Leibe. Damit der Effekt länger anhält und sie nicht nach kurzer Zeit schon wieder zum Fugenkratzer greifen müssen, können Sie den störenden Bewuchs vor dem Auskratzen mit heißem Wasser übergießen. Dadurch stirbt das Unkraut bis zu den Wurzeln ab und kehrt nicht so schnell zurück. Verzichten Sie aber möglichst auf chemische Unkrautvernichter, da diese oft tief ins Erdreich eindringen und wertvolle Mikroorganismen vernichten.

Tipp:
Sie können sich das mühsame Fugenauskratzen in Zukunft sparen, indem Sie die Fugen direkt nach dem Säubern mit speziellem Fugensand auffüllen. Dieser hemmt das Wachstum von Moos und anderen Pflanzen, lässt aber weiterhin Wasser durch.

Terrassenüberdachung reinigen und pflegen

Wenn Sie eine Terrassenüberdachung oder einen Wintergarten haben, sind sie fein raus. Denn mühsames Schrubben der Bodenplatten oder Unkraut entfernen in den Fugen bleibt Ihnen so zum größten Teil erspart. Doch auch die Überdachung braucht vor dem Start in die neue Freiluftsaison Pflege, damit Ihr Blick zum Himmel wieder ungetrübt ist.

Starten Sie bei der Reinigung mit den Glasflächen auf dem Dach und an den Seiten. Mischen Sie dazu lauwarmes Wasser mit einem milden Spülmittel. Bei Bedarf können Sie noch einen Spritzer Essig hinzugeben, um hartnäckige Flecken zu entfernen. Gehen Sie nun wie folgt vor:

  • Wischen Sie die Glasflächen mit einem weichen Tuch ab. Arbeiten Sie dabei an schrägen und senkrechten Flächen immer von oben nach unten. Auf diese Weise vermeiden Sie, dass bereits geputzte Stellen erneut verschmutzt werden.
  • Für hartnäckige Hinterlassenschaften von Vögeln oder Harz von Bäumen können Sie eine Bürste mit weichen Borsten zur Hilfe nehmen. Mit dieser können Sie auch das Metall- oder Holzgestell von Ablagerungen und Schmutz befreien. Um ärgerliche Kratzspuren zu vermeiden, sollten Sie dabei sehr vorsichtig vorgehen.
  • Trocknen Sie größere Glasflächen mit einem Abzieher. So beugen Sie einer lästigen Streifenbildung vor. Alternativ bietet sich ein Fenstersauger an. Die Geräte haben den Vorteil, dass sie überschüssiges Wasser aufsaugen und in einem Tank sammeln.

Besitzt Ihre Terrassenüberdachung ein Holzgestell, müssen Sie dieses nach der Reinigung neu ölen oder wachsen, damit das Material wieder versiegelt und geschützt ist.

Tipp:
Versiegeln Sie die Glasflächen nach der Reinigung mit einer Nano-Versiegelung. So kann Regen einfach abperlen und Staub und Schmutz setzen sich nicht so schnell fest.

Wichtig:
Nutzen Sie für das Reinigen des Glasdachs Ihrer Terrassenüberdachung unbedingt eine sichere Stehleiter. Lassen Sie diese am besten von einer zweiten Person sichern. 
Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie eine Terrassenüberdachung auch ohne Genehmigung nachrüsten oder neu bauen. Über die Bedingungen können Sie sich auf ForaVida.de informieren.

Grünbelag von Holzdielen, Steinen und Platten entfernen

Grünbelag auf der Terrasse beseitigen Sie effektiv mit einer Mischung aus Wasser und Backpulver. Geben Sie zwei Esslöffel Backpulver auf einen Liter Wasser, verrühren Sie alles gut miteinander und gießen Sie die Mischung anschließend auf den Grünbelag. Am Folgetag können Sie die Flächen mit einer Bürste reinigen. Spülen Sie anschließend nur noch mit klarem Wasser nach und schon sieht der Bodenbelag Ihrer Terrasse wie neu aus.

Terrassenboden reinigen
Mit dem Hochdruckreiniger können Sie den Terrassenboden reinigen und Grünbelag entfernen. - Foto: © bubutu - stock.adobe. com

Bei sehr hartnäckigen Verschmutzungen können Sie einen Hochdruckreiniger zur Hilfe nehmen. Achten Sie aber darauf, dass der Untergrund auch dafür geeignet ist. Bei Holzterrassen ist das meist nicht der Fall. Hier kann Ihnen jedoch ein Schlauch mit Waschbürste die Arbeit erleichtern. Geben Sie einfach etwas Schmierseife auf die Dielen und schrubben Sie das Moos und den Grünspan weg. Danach spülen Sie die Terrasse mit klarem Wasser ab.

Wichtig:
Sind die Holzdielen Ihrer Terrasse wieder blitzeblank? Wunderbar! Bevor Sie jedoch die Gartenmöbel aufstellen und es sich gemütlich machen, steht noch ein wichtiger Pflegeschritt an: das Ölen. Mit einem geeigneten Öl schützen Sie die Dielen vor Witterungseinflüssen und heben ihren ursprünglichen Holzton hervor.

Töpfe und Pflanzgefäße für die neue Saison vorbereiten

Haben sich an Ihren Terrakottatöpfen Grünbelag, Kalk- und Salzränder ausgebreitet? Kein Problem: Mit klarem Wasser, etwas Spülmittel und einer harten Handbürste werden die Töpfe wie neu. Alternativ können Sie auch einen Haushaltsreiniger auf Essigbasis verwenden. Der Vorteil: Mit Essig werden die Terrakottatöpfe nicht nur wieder blitzsauber, sondern direkt auch von Fäulniserregern wie Pilzen befreit, die neuen Pflanzen schaden können. Auf diese Weise können Sie übrigens nicht nur Ihre Terrakottatöpfe reinigen, sondern auch alle anderen Pflanzgefäße auf Ihrer Terrasse wie Kästen und Blumenkübel.

Tipp:
Untersuchen Sie die Blumentöpfe bei dieser Gelegenheit auf Frostschäden wie Risse oder Sprünge und sortieren Sie defekte Blumengefäße direkt aus.

Übrigens: Die alte Blumenerde vom Vorjahr können Sie in einen Müllsack geben und über den Restmüll entsorgen. Alternativ lassen sich kleinere Mengen auch auf den Kompost geben, wo sie mit anderen Grünabfällen zu frischem Dünger werden.

Markisen für das Frühjahr flottmachen

Sobald die Sonne wieder länger und intensiver scheint, sind Sie froh, dass Sie eine Markise haben und an heißen Tagen gemütlich im Schatten sitzen können. Damit Ihr Schattenspender für die Frühlings- und Sommersaison bereit ist, sollten Sie ihm ein Pflegeprogramm gönnen:

  • Fahren Sie die Markise aus und fegen Sie Staub und losen Schmutz mit einem Besen ab.
  • Prüfen Sie das Tuch bei dieser Gelegenheit gleich auf Risse oder Beschädigungen.
  • Entfernen Sie kleine Flecken mit einer leichten Seifenlauge und einem Schwamm.
  • Imprägnieren Sie das Markisentuch nach dem Reinigen mit einem geeigneten Spray.
  • Prüfen Sie die Funktion der Gelenkarme und schmieren Sie diese ggf. neu.

Ganz wichtig:
Verwenden Sie für die Pflege Ihrer Marke ausschließlich geeignete Schmiermittel, kein normales Öl oder das oft fälschlicherweise empfohlene WD-40. Erkundigen Sie sich hierzu am besten bei dem Hersteller Ihrer Markise.

Gartenmöbel aufstellen, Frühlingspflanzen einsetzen und genießen

Jetzt, wo Ihre Terrasse mit der Sonne um die Wette strahlt, können Sie sich dem schönen Teil des Frühjahrsputzes widmen und Ihr Outdoor-Wohnzimmer nach Herzenslust einrichten. Beginnen Sie mit den Gartenmöbeln. Waren diese den Winter über eingelagert, sind die meisten Outdoor-Möbel nach einem Wisch mit dem Lappen sofort frühlingsfit.

Lediglich Holzmöbel benötigen etwas mehr Aufmerksamkeit. Sind Stühle, Tisch & Co. vom Sommer zuvor ausgeblichen und spröde, hilft etwas Öl. Schleifen Sie dazu die Holzoberfläche leicht an und tragen Sie mit einem Tuch das Öl auf. Danach können Sie die Terrassenmöbel so arrangieren, das jeder einen schönen Blick auf den erwachenden Frühlingsgarten hat. Lesen Sie dazu auch unsere Tipps zum Gartenmöbel reinigen.

Danach können Sie sich ganz Ihren Pflanzen widmen. Füllen Sie Erde und etwas Kompost in die frisch gereinigten Blumentöpfe und setzen Sie die ersten Frühblüher ein. Das ist schon ab März möglich, achten Sie jedoch auf den Wetterbericht: Starker Nachtfrost setzt selbst den widerstandsfähigsten Kälteliebhabern unter den Pflanzen zu. Ideal für das Frühjahr sind:

  • Tulpen
  • Narzissen
  • Krokusse
  • Primeln
  • Hyazinthen

Tipp:
Überwintern Sie die Töpfe mit den Frühlingsblühern für das nächste Jahr im Keller oder der Garage. Im Frühjahr treiben die Zwiebeln dann erneut aus und sorgen für eine herrlich duftende Blütenpracht, die auch Insekten wie Schmetterlinge in den Garten lockt.

Sobald alles an seinem Platz steht und Sie mit Accessoires für ein gemütliches Ambiente gesorgt haben, ist es an der Zeit, dass Sie die Früchte Ihrer harten Arbeit ernten. Machen Sie es sich bequem, genießen Sie die ersten Sonnenstrahlen, den Duft von frischer Erde und das Summen der Bienen, die sich genauso an Ihrer frühlingshaften Terrasse erfreuen wie Sie.