Wie Sie Kübelpflanzen richtig überwintern

Foto: © Stefan Körber

Im Sommer haben uns Kübelpflanzen auf dem Balkon und der Terrasse ein buntes Blumenmeer beschert. Doch langsam werden die Tage kürzer und kühler, in höhergelegenen Regionen steht der erste Nachtfrost an. Damit Kübelpflanzen die kalte Jahreszeit überstehen, brauchen sie ein geeignetes Winterquartier.

Tropische und mediterrane Gewächse überwintern

Tropische Blumen und mediterrane Gewächse sind besonders frostempfindlich. Sie sind warme Temperaturen gewöhnt. Je nach Wetterlage sollten diese Pflanzen im Oktober oder spätestens im November ins Haus geholt werden – auf jeden Fall noch vor dem ersten Nachtfrost. Kurzfristig halten sie auch einmal Temperaturen von bis zu -10°C aus, langfristig schadet der Frost den Pflanzen jedoch.
Und Sie möchten ja im nächsten Jahr wieder Freude an ihnen haben.

Zu diesen Pflanzen gehören:

  • Bougainvillea
  • Dipladenia
  • alle Palmenarten
  • Zitrusbäume
  • Orleander
  • Olive
  • Fuchsien
  • Aukube
  • Hanfpalme
  • Lorbeer
  • Granatapfel

Immergrüne Pflanzen, die ihre Blätter nicht abwerfen, sollten hell und kühl überwintert werden, bei Temperaturen zwischen 5°C und 15°C. Dafür bieten sich zum Beispiel Wintergärten, helle Treppenhäuser oder Garagen an. Pflanzen, die ihre Blätter abwerfen oder die stark zurückgeschnitten werden, können auch im Dunkeln bei Temperaturen von 0°C bis 5°C überwintern. Die Temperatur im Winterquartier sollte nur nie unter den Gefrierpunkt fallen. Gegossen werden müssen die Pflanzen in der Winterruhe nur selten. Sie brauchen allerdings eine ausreichende Luftfeuchtigkeit. Dafür sorgen regelmäßiges Lüften und eventuell ein Zimmerspringbrunnen oder Wasserschalen.

Winterharte Pflanzen draußen überwintern

Einigen robusten Pflanzen macht der deutsche Winter nicht viel aus. Das gilt vor allem für einheimische Gewächse. Stehen sie im Kübel, brauchen sie aber dennoch ein wenig Schutz vor Frost. Die Erde im Kübel kühlt wesentlich schneller aus, als wenn die Pflanzen im Boden wachsen dürfen. Entsprechend schneller können sie erfrieren. Um das zu verhindern, stellt man die Kübel auf eine kälteisolierende Unterlage aus Holz oder Styropor oder auf Keramikfüße, so, dass das Gießwasser noch nach unten abfließen kann. Mit Bastmatten, Tannenzweigen oder Laub schützt man die Seiten der Kübel vor der Kälte. Damit über die Blätter der Pflanzen nicht zu viel Wasser verdunstet, kann man ihnen ein leichtes, lichtdurchlässiges Flies überziehen.

Während der Winterruhe sollten die Pflanzen nicht in der vollen Sonne stehen. Der Temperaturwechsel zwischen frostigen Nächten und der prallen Mittagssonne schadet ihnen. Besser eignet sich ein schattiges Plätzchen.

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