Duschvorhang waschen

Ein sauberer Duschvorhang
Wie kann man einen Duschvorhang waschen?
Foto: © arkalyk

Nicht in jedem Badezimmer ist eine fest installierte Duschkabine vorhanden. Da regelmäßiges Duschen jedoch zum alltäglichen Leben gehört, entscheiden sich die meisten Menschen für die Verwendung eines Duschvorhangs rund um die Badewanne. Dieser Vorhang, der entweder aus Kunststoff oder aus einem Textilgemisch besteht, ist hierbei einigen Einflüssen ausgesetzt. Feuchtigkeit, Schmutz, Kalk und Seifenreste hinterlassen ihre Spuren, weswegen auch der Duschvorhang regelmäßig gereinigt und gewaschen werden sollte. Besitzer sollten beim Reinigen jedoch einige wichtige Dinge beachten, um das Material des Duschvorhangs nicht zu beschädigen und eine möglichst gründliche Entfernung von Schimmelsporen, Bakterien und Schmutzablagerungen zu erreichen.

Vorbehandeln als entscheidender Schritt

Wurde der Duschvorhang schon länger nicht mehr gewaschen, zeigen sich auf seiner Oberfläche häufig Stockflecken und ein beginnender Schimmelbefall. Den Vorhang einfach so in die Wäsche zu geben, ist dann keine gute Idee, da hierbei häufig keine vollständige Reinigung erfolgt. So sollte der Duschvorhang vor dem Waschen speziell behandelt werden. Dies funktioniert mit dem Hausmittel Natron recht unkompliziert. Hierfür wird aus Natron und Wasser eine Paste hergestellt und anschließend auf die Oberfläche des Duschvorhangs aufgetragen. Diese Mixtur sollte etwa eine halbe Stunde lang einwirken bevor der eigentliche Waschvorgang beginnt.

Der Waschvorgang - Duschvorhang in der Maschine waschen oder nicht?

Ob der Duschvorhang in der Waschmaschine gewaschen werden darf, finden Besitzer in der Regel durch ein kleines Etikett heraus. Ist die Maschinenwäsche laut der aufgedruckten Symbole erlaubt, darf der Duschvorhang ohne Probleme auf diese Weise gereinigt werden. (Waschmaschine energiesparend einsetzen)

Um einen möglichst schonenden, aber intensiven, Reinigungseffekt zu erzielen, sollte zusätzlich zum gewöhnlichen Waschmittel ein Hygienespüler verwendet werden. Auch die Zugabe von vierzig bis sechzig Gramm Natron in die Waschtrommel verstärkt die Waschkraft und erhöht die antibakterielle Wirkung. Was das Waschprogramm betrifft, so genügt die dreißig Grad Variante des Feinwaschprogramms. Starkes Schleudern sollte unbedingt vermieden werden, um die Struktur des Gewebes nicht zu zerstören. Zudem darf beim Waschen des Duschvorhangs kein anderes Wäschestück mit in die Maschine gegeben werden.

Ist die Wäsche in der Maschine nicht erlaubt, wird der Duschvorhang von Hand gereinigt. Hierfür geben Besitzer Wasser gemeinsam mit Hygienespüler oder Natron in die Wanne und legen den Duschvorhang für mindestens zehn Stunden ein. Nach dem Einweichvorgang muss der Duschvorhang dann mit der Handbrause gründlich abgespült werden. Eine weiche Bürste eignet sich gut, um eventuell anhaftende Verschmutzungen effektiver zu beseitigen.

Trocknen des Duschvorhangs

Nach der Wäsche ist der Duschvorhang selbstverständlich sehr nass. Richtiges Trocknen ist wichtig, um der erneuten Bildung von Schimmel entgegenzuwirken. Daher empfiehlt es sich nur bedingt, den Duschvorhang gleich nach dem Waschen wieder an seinen angestammten Platz zu hängen. Durch den Kontakt mit der Badewanne und die mangelhafte Luftzirkulation im Badezimmer trocknet der Vorhang sonst nur sehr langsam. Besser ist es, den Duschvorhang nach dem Waschen über einem Wäscheständer auszubreiten und so trocknen zu lassen. Im Sommer darf der Ständer gerne auch im Freien, jedoch an einem schattigen Platz, aufgestellt werden.

Wer den Duschvorhang vor dem Trocknen mit Zitronensaft einreibt, sorgt für die Abtötung von Keimen, die die Wäsche überlebt haben. Alternativ kann auch Essig verwendet werden. Da dieser jedoch recht unangenehm riecht, ist Zitronensaft die deutlich bessere Alternative. Ist der Vorhang dann getrocknet, kann das Einreiben mit Babyöl für einen zusätzlichen Abperleffekt sorgen. So setzen sich Schmutz und Seife nicht sofort wieder fest.
Text: A. W. / Stand: 08.11.2017