Silberketten reinigen

Verschiedene Silberketten
Silberketten putzen - So strahlen sie wieder
Foto: © berkut_34

Ob Erbstück, Besteck, Ring, Armreif oder Kette: Silberschmuck erfreut sich einer großen Beliebtheit. Allerdings ist kaum etwas unschöner als der schmutzige Film, der sich auf Silber bilden kann und der den Glanz von Silberketten übertönt.

Dabei ist nicht der menschliche Schweiß schuld am nachlassenden Silberglanz (auch wenn dies zu den urbanen Mythen gehört), sondern Schwefelwasserstoff aus der Luft. Da Silberschmuck nicht aus reinem Silber besteht, sondern aus einer Legierung, ist dieses Anlaufen nicht zu vermeiden - mit einigen Hausmitteln kann der Schmuck jedoch wieder auf Vordermann gebracht werden. Tipps zum Silberschmuck reinigen

Hausmittel zum Silberketten reinigen

Alufolie gehört zu den sinnvollsten Helferlein bei der Silberreinigung. Hierzu gibt es verschiedene Methoden, um die Verunreinigungen zu entfernen (je nachdem, wie filigran das Silber ist).

Stabileres Besteck etwa kann man in Alufolie einwickeln und in die Geschirrspülmaschine geben oder im Topf köcheln lassen. Feinere Objekte wie Silberketten können mit einigen Schnipseln Alufolie eingeköchelt werden - wichtig ist dabei, dass die Einwirkzeit beachtet wird. Länger als ein bis zwei Minuten dürfen Silber und Aluminium nicht zusammen im Topf schmoren. Ansonsten bildet sich auf dem Silber eine unschöne Schicht, die kaum zu entfernen ist. Der Trick mit der Alufolie funktioniert aufgrund der Natur der Rückstände auf dem Silber. Silber oxidiert bei der Bildung von Silbersulfid, dabei werden Elektronen abgegeben. Da unedle Metalle (wie Aluminium) viel leichter Elektronen abgeben, binden diese die Elektronen von verschmutztem Silberschmuck. Nach dem Bad werden Silberketten, -ringe oder -besteck einfach unter fließendem Wasser gereinigt. Bei Bedarf wird das Bad dann wiederholt.

Auch ein Bad aus saurer Milch kann helfen, Silberketten von Verunreinigungen zu befreien. Die saure Milch muss jedoch deutlich länger (mehrere Stunden, am besten sogar über Nacht) wirken. Auch nach dem Milchbad müssen die Silbergegenstände nur kurz unter dem Wasserhahn abgespült werden und strahlen anschließend wie neu.

Wenn diese Hausmittel nicht mehr helfen, so gibt es immer noch die Möglichkeit eines Silberbades. Hierzu wird der Schmuck in der Reinigungsflüssigkeit eingeweicht und erstrahlt nach der teuren Behandlung wieder in neuem Glanze.

Zur Prävention zukünftiger Ablagerungen empfiehlt sich ein gewöhnliches Stück Schulkreide. Die Kreide wird ganz einfach in der selben Schublade aufbewahrt wie der Silberschmuck und bindet den Schwefelwasserstoff aus der Luft. So wird die Bildung des schwarzen Silbersulfids verhindert.
Stand: 19.04.2018