Speckiges Ledersofa reinigen

Frau sitzt auf einem Ledersofa, Hund liegt davor
Ein Ledersofa muss oft einiges aushalten und wird
mit der Zeit speckig - Foto: © Wanja Jacob

Ledersofas bilden oft den zentralen Mittelpunkt einer gemütlichen Sitzgruppe. Mit den Jahren erhalten sie eine charakteristische Patina, die die natürliche Ausstrahlung dieses Möbelstücks nur noch unterstreicht. Wird ein Ledersofa jedoch nicht gepflegt und gereinigt, so entsteht durch Schmutz und Hautfett ein vielmehr speckiger, glänzender Look. Hierbei spielt die sonst positive Eigenschaft des offenporigen Leders eine übergeordnete Rolle. Das Naturprodukt wird ohne Imprägnierung hart, trocknet aus und reißt früher oder später ein.

Ledergarnituren in festen Intervallen reinigen

Damit es erst gar nicht zum speckigen Glanz der Ledercouch kommt, muss sie regelmäßig gepflegt und gereinigt werden. Fachleute empfehlen mindestens ein bis zwei Mal pro Jahr dem Möbelstück die nötige Aufmerksamkeit zu widmen und das Leder mit Hilfe von Spezialprodukten vor dem Verschleiß zu schützen. Zusätzlich reicht es aus, ein Mal pro Woche das Sofa von Staub und Schmutz zu befreien. Diese Maßnahmen sind nicht nur für die Optik des Möbelstückes von Vorteil, sondern in der Tat werterhaltend. Bleiben Sie aus, erhält das Leder eine unansehnliche speckige Oberfläche, denn das offenporige Naturmaterial nimmt besonders leicht Fett und Alltagsschmutz auf.

Reinigung und Pflege als zwei Grundarbeitsschritte

Bevor die speckige Oberfläche mit einem Pflegeprodukt wieder auf Vordermann gebracht werden kann, müssen Staub und Verschmutzungen weichen. Je nach Lederart geht man hierbei unterschiedlich vor. Die meisten Couches sind aus Glatt- oder Rauleder, bzw. aus Anilin-Leder gefertigt worden. Handelt es sich bei dem Ledersofa um ein Modell mit Glattleder, kann es mit einem trockenen Tuch von Staub befreit werden. Höchstens nebelfeucht darf es danach abgewischt werden, um eventuelle Verschmutzungen auf dem Ledersofa zu beseitigen. Mit Rauleder bezogene Sitzpolster können sogar mit dem Schaum einer milden Seifenlauge aus Neutralseife abgetupft werden. Vorher jedoch werden mit der Möbelbürste des Staubsaugers die letzten Krümel und Verunreinigungen aus den engen Ritzen des Sofas geholt. Anilinleder sind stark offenporig und sehr atmungsaktiv. Dank ihrer naturbelassenen Eigenschaft sind sie jedoch auch anfällig für alle Arten von Schmutz oder Fett und verlieren ihre angenehme Haptik. Anilinleder werden mit dem Staubsauger ebenfalls von Schmutz befreit. Sie können danach allerdings nur mit einem Spezialreiniger und keinesfalls mit Wasser behandelt werden.

Imprägnierung der Ledersofas

Die Reinigung ist der erste Schritt, um die speckige Patina zu entfernen. Ist der grobe Schmutz endlich weg, wird er beim erneuten Versiegeln des Sofas nicht in das Leder eingearbeitet. Wasser schädigt in der Regel das Leder und hinterlässt hässliche Flecken. Da Leder niemals durchnässen darf, dürfen lediglich Pflegeprodukte, die auf das jeweilige Leder der Couch abgestimmt sind, nach der Vorreinigung aufgebracht werden. Sie sind im Form von Sprays, Schaum oder Cremes und Lotions im Fachhandel oder der Drogerie erhältlich. Ein Glattleder wird dementsprechend mit einem anderen Produkt versiegelt, als beispielsweise ein Anilinleder. Wird ein mit Glattleder bezogenes Sofa nach der Behandlung mit einem Wolltuch vorsichtig nachpoliert, sieht es fast wie neu aus. Rauleder werden indes mit einer speziellen Wildlederbürste oder feinem Sandpapier wieder auf Vordermann gebracht, indem dadurch die Fasern aufgerichtet werden.

Mit geringem Zeitaufwandes für die Reinigung und Pflege behält ein Ledersofa sein sauberes und gemütliches Aussehen. Speckige Oberflächen gehören indes der Vergangenheit an.
Text: C. D. / Stand: 30.11.2017