Lebensmittelvorräte anlegen

Lebensmittelvorräte im Glas
Jeder sollte ein paar Lebensmittelvorräte anlegen! Nicht nur für den Katastrophenfall! / © pilipphoto

Ist ein Lebensmittelvorrat nötig?

Warum sollte man Lebensmittelvorräte anlegen? Nicht nur für den Katastrophenfall ist es gut wenn man ein paar Lebensmittel immer im Haus hat!
Sonst kann z.B. unangekündigter besuch eine Kries auslösen. Das sollten Sie immer im Haus haben:

Die Vorteile der Vorratshaltung

Die 35-jährige Nadine steht in der Küche und möchte für ihre Kinder Spaghetti kochen. Das Wasser sprudelt bereits im Topf und zielsicher greift die zweifache Mutter in den Vorratsschrank, um die Nudeln herauszuholen. Doch Fehlanzeige - keine einziges Päckchen davon befindet sich noch im Haus. Frustriert dreht Nadine den Herd ab, nimmt die Autoschlüssel und fährt zum nächsten Supermarkt.
Ist Ihnen das auch schon mal passiert? Sie wollten etwas kochen oder backen, doch eine ganz bestimmte Grund-Zutat fehlte? Wer einen gewissen Lebensmittelvorrat im Haus hat, der spart sich bei der Küchenarbeit Zeit und Nerven. Und nicht zuletzt schont ein gewisser Vorrat an Nahrungsmitteln auch die Haushaltskasse, da zum einen Sonderangebote genutzt werden können und zum anderen die vielen kleinen zusätzlichen Einkäufe wegfallen, bei denen man am Ende doch immer mehr im Wagen hat als man eigentlich benötigt. Und schafft man es einmal nicht in den Supermarkt, weil mal wieder im Büro Überstunden angesagt sind oder die Kinder mit Fieber im Bett liegen, so kann man aus dem Lebensmittelvorrat ganz wunderbar auf die schnelle ein leckeres Essen für die Familie zaubern.

Individuelle Vorlieben beachten - clever einkaufen - regelmäßig kontrollieren

Einen gewissen Vorrat an Lebensmitteln im Haus zu haben ist einfach praktisch. Doch welche Dinge dürfen in der Küche nicht fehlen? Was sollte unbedingt immer im Vorratschrank vorhanden sein und in welchen Mengen ist Vorratshaltung ratsam? Nun, ganz so einfach lassen sich diese Fragen nicht klären. Jeder Mensch hat andere Essensvorlieben und daher auch andere Lebensmittel im Hause. Doch es gibt gewisse Grundnahrungsmittel, welche jede Familie vorrätig haben sollte. Die Mengen richten sich ganz nach der Anzahl der Familienmitglieder und deren Essgewohnheiten. Wichtig: achten Sie beim Kauf der Vorräte auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und schauen Sie regelmäßig nach, ob sich diese noch in einwandfreien Zustand befinden. Schnell haben sich Kornkäfer oder Lebensmittelmotten in den Vorräten ausgebreitet und machen diese ungenießbar.

Trockenvorrat

Trockenvorräte sind meist lange haltbar, so dass Sie hier getrost Sonderangebote nutzen können. Jeweils zwei Packungen Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte (Linsen oder Erbsen), Mehl und Zucker sollten immer vorrätig sein. Zählen Kinder zur Familie, so ist es sinnvoll, den Nudelvorrat deutlich aufzustocken und gleich noch 2 Flaschen Tomatenketchup daneben zu stellen. Von den Gewürzen, wie Salz, Pfeffer oder Paprika, reicht es, wenn Sie jeweils eine Packung in ihrem Vorratsschrank haben. Zu den Trockenvorräten zählen auch Instantprodukte, wie beispielsweise Gemüsebrühe, löslicher Kaffee, Tütensuppen oder Puddingpulver. Wenn Sie diese Nahrungsmittel konsumieren, so sollten Sie dafür sorgen, dass immer ein Päckchen beziehungsweise eine Dose davon auf Reserve zu Hause ist.

Vorrat an Lebensmitteln
Einige Lebensmittel sollte man immer vorrätig haben!
Foto: © RRF

Frischwaren-Vorräte

Nur von Trockenvorräten allein ist keine ausgewogene Ernährung möglich. Frische Lebensmittel bereichern unseren Speiseplan und sorgen für eine optimale Versorgung an Vitaminen und Mineralstoffen. Der Vorrat an frischen Lebensmitteln fällt natürlich wesentlich kleiner aus als der an haltbaren Produkten, da Frischware deutlich schneller verdirbt. Dennoch ist es ratsam, immer zwei Tetrapacks Milch, zwei Stück Butter, zwei Packungen Schnittkäse oder einen Block Hartkäse sowie zwei oder drei Wurstprodukte im Kühlschrank zu haben. Auch hier entscheiden natürlich wieder die eigenen Ernährungsgewohnheiten und der persönliche Geschmack. Obst und Gemüse kann man nur wenige Tage aufbewahren. Einzig und allein Möhren oder Kohl halten sich im Gemüsefach des Kühlschrankes etwas länger. Ein Sack Kartoffeln sollte in keinem Haushalt fehlen, da sich dieses Grundnahrungsmittel vielseitig verarbeiten lässt. Brot und Brötchen schmecken frisch am besten - eine Vorratshaltung ist daher allenfalls im Tiefkühlschrank empfehlenswert.

Der Lebensmittelvorrat im Tiefkühlschrank

Wer einen Tiefkühlschrank besitzt, der hat die Möglichkeit, seine Frischwaren auf schonende Art und Weise haltbar zu machen. Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse lassen sich problemlos einfrieren. Besonders für die Vorratshaltung an Brot und Brötchen eignet sich der Tiefkühlschrank bestens. Eine 4-köpfige Familie sollte im Durchschnitt immer etwa 2 bis 3 Brote sowie ca. 8 Brötchen eingefroren haben, welche bei Bedarf schnell aufgetaut sind. Auch zwei Packungen TK-Gemüse, TK-Obst und je nach Ernährungsgewohnheiten etwas Fisch oder Fleisch können von Nutzen sein. Viele Familien kommen unter der Woche nur sporadisch zum Kochen. An den Wochenenden dagegen bleibt mehr Zeit für die Kreation leckerer Menüs. Wer dann gleich eine größere Menge kocht und diese portionsweise einfriert, der kann sich bei Bedarf schnell an einer warmen, schmackhaften Mahlzeit erfreuen.

Lebensmittelvorräte für den Krisenfall anlegen?

Zur Zeit geht es durch die Presse:
Die Bundesregierung möchte, dass die Bevölkerung für den Krisenfall (Z.B. Terrorattacke oder Katastrophe) Lebensmittelvorräte anlegt!
Die einen halten das für Panikmache, die anderen für sehr sinnvoll!
Wir denken, das muss jeder für sich entscheiden, ob er ein paar Lebensmittel für den Notfall lagert!
Aber was kann es schaden ein paar Flaschen Wasser und ein paar Konserven zur Seite zu stellen?
Die Regierung empfiehlt der Bevölkerung Lebensmittel-Vorräte für zehn Tage anzulegen.
Sinnvoll sind Trinkwasser, Konserven, Kekse usw. Ob Nudeln und Reis sinnvoll sind, wissen wir nicht so genau. Wer weiß, ob im Katastrophenfall die Möglichkeit zum Kochen besteht?
Behalten Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum der Lebensmittel im Auge!
Für so einen Katastrophenfall sollten dann auch unter anderem eine Hausapotheke, warme Decken, Taschenlampen / Kerzen, geladene Akkus, ein Transistorradio und Bargeldreserven bereit liegen!

Tipps zum Einkaufen

Eine geschickte, auf den jeweiligen Haushalt abgestimmte, Vorratshaltung erleichtert jeder Hausfrau und jedem Hausmann die tägliche Arbeit in der Küche.
Text: K. L. / Stand: 21.02.2017