Clever Lebensmittel einkaufen

Frau im Supermarkt
Preise vergleichen ist wichtig!
Foto: © lightpoet

Es ist für viele ein festes Ritual: vor dem Wochenende wird eingekauft. Meist freitags, denn für den Rest der Woche sind alle zuhause und brauchen etwas zu essen. Schnäppchen jagen und Rabatte kassieren gehört dabei auch zum guten Ton und erfreuen das Herz der Kunden. Es klingt für viele Menschen hierzulande wie Hohn, dass in Deutschland die Lebensmittel oft deutlich preiswerter sind als in den europäischen Nachbarländern. Denn beim Blick auf die Gesamtsumme an der Kasse ärgert sich so mancher, wenn er in seinen Einkaufswagen blickt. In Zeiten, in denen es für viele Menschen wichtig ist, jeden Cent zweimal umzudrehen, ist der Wochenendeinkauf einer der größten Posten der Ausgaben. Gut und doch preiswert einkaufen erfordert jedoch lediglich gute Planung, etwas Zeit und Koordination.

Lebensmittel einkaufen

Auf den folgenden Seiten geben wir Ihnen einige Tipps was Sie beim Lebensmittel kaufen beachten sollten.

Wo und wann kaufe ich am besten ein?

Allgemein gesehen bleibt der Discounter die wahrscheinlich günstigste Möglichkeit, den Großteil seiner Lebensmittel preiswert zu erstehen. Doch auch dort braucht es genaues Hinsehen, um nicht in Kostenfallen zu geraten. Ein großer Wochenendeinkauf macht Sinn. Wird dieser statt freitagvormittags besser Donnerstag- oder Freitagabend erledigt, lässt sich einiges an Geld sparen. Denn die Supermärkte senken dann die Preise bei Obst und Gemüse, da morgens frische Ware geliefert wird. Auch am Bäckerstand wird oft das Brot günstiger vor Feierabend verkauft, um es nicht wegwerfen zu müssen bzw. kann man absolut gutes Brot vom Vortag zu einem Bruchteil des Preises einkaufen. Unter der Woche kauft man am besten dann nur noch ein- bis maximal zweimal Brot und Brötchen bzw. frische verderbliche Ware wie Erdbeeren oder Hackfleisch ein. Das Vergleichen lohnt sich. Nicht immer ist der Discounter günstiger, als vielleicht der Wochenmarkt oder der Getränkehändler an der Ecke.

Wie bereite ich den Einkauf vor?

Ohne Plan in einen Supermarkt zu gehen, kann schnell zur Kostenfalle werden. Eine Einkaufsliste, an die man sich auch halten sollte, hilft den Überblick zu behalten und nebenbei noch nichts zu vergessen. Um diese Liste aufzustellen, notiert man über die Woche die Dinge, die aus gegangen sind und die man noch benötigt. Außerdem hilft es ungemein beim Sparen, einen groben Wochenplan für die Mahlzeiten zu erstellen. So wird nur das eingekauft, was auch benötigt wird und Abwechslung auf dem Speiseplan garantiert. Einkaufszettel schreiben

Wie kaufe ich am besten ein?

  • Idealerweise geht man nicht mit leerem Magen einkaufen, denn das Gehirn spielt uns dabei Streiche. Es wird sonst wesentlich mehr im Einkaufswagen landen, als vorgesehen.
  • Desweiteren ist die vorbereitete Einkaufsliste eine große Hilfe. Die Entscheidung, welcher Supermarkt diese Woche für den Einkauf geeignet ist, wird einem durch Werbeprospekte erleichtert. Sie helfen auch beim Erstellen des Plans für die Mahlzeiten.
  • Bei Obst und Gemüse sollte man immer auf günstige Saisonware achten und diese in seinem Speiseplan integrieren. Erdbeeren im Dezember kosten eben mehr als im Juni und sind außerdem nicht immer gesünder.
  • Beim Einkauf sollten nicht nur Markenprodukte im Wagen landen. No-Name Produkte sind oft bei gleicher Qualität preiswerter oder identisch. Genaues Hinschauen und Durchlesen bringt hier Erfolg. Meist sind diese Produkte in den unteren Reihen der Regale aufgebaut.
  • Die Augen auf halten sollten Kunden ebenso bei den Mengen, die sie einkaufen. Lagerbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte aber auch Zucker, Mehl usw. können natürlich im Angebot in größeren Mengen gekauft werden. Aufpassen sollte man jedoch bei Frischware: Der Beutel mit den 2 kg Möhren ist pro Kilo deutlich preiswerter als ein Bund. Es ist aber die Frage zu beantworten, ob ich diese Menge auch verzehren kann oder landet der Rest im Müll und ich habe zum Schluss nicht gespart? Mit einer guten Planung werden nur so viel Lebensmittel gekauft, wie auch benötigt werden. So muss nur wenig Verdorbenes entsorgt werden und landet nicht als bares Geld in der Mülltonne.
  • Der Kilo-Preis an der Ware verrät dem Käufer, ob vermeintliche Sonderangebote wirklich so günstig sind oder nur zum Kauf einladen sollen.
  • Auch wenn es schwerfällt, der Griff zu Convenience-Produkten wie Fertig-Pizza oder anderen perfekt portionierten Gerichten ist teurer als es den Anschein hat. Wer einmal genau rechnet wird schnell feststellen, dass selbst gekocht oft deutlich preisgünstiger ist.

Zu Hause für den Einkauf sparen

  • Neben dem frischen und gesunden selbst Kochen, ist auch die Art der Mahlzeiten entscheidend für den Einkauf und damit den Geldbeutel. Wer viel Fleisch isst, wird mehr in die Tasche greifen als jemand, der aus ein paar Kartoffeln frische Kartoffelpuffer zubereiten wird.
  • Die Wahl der Getränke ist ebenso preisbestimmend für den Einkauf. Kaufe ich eine Apfelschorle fertig gemischt oder lege ich mir preiswertes Mineralwasser und eine Flasche Apfelsaft in den Wagen und spare so weit mehr als die Hälfte meiner Kosten? Auch durstlöschende Tees sind erfrischend, lecker und zudem noch preiswert und gesünder als Limonade.
  • Die Verwertung der Rester ist eine sehr gute Möglichkeit, die Kosten beim Wochenendeinkauf zu senken. Aus den Kartoffeln vom Vortag können noch Bratkartoffeln oder ein schmackhafter Auflauf gezaubert werden.
  • Brotbüchse statt Bäcker: Kindern, die in die Schule gehen, sollte man besser eine Brotbüchse mit Schnitten oder Brötchen und Obst mitgeben, anstatt ihnen Geld für den Bäcker in die Hand zu drücken. Das gesparte Geld kann beim Wochenendeinkauf wieder umgesetzt werden.

Wer also gut geplant beim Discounter einkaufen geht, Angebote vergleicht, auf Fertiggerichte weitestgehend verzichtet und Spontankäufe vermeidet, kann wöchentlich gut und günstig seinen Wochenendeinkauf meistern.
Text: C. D. / Stand: 21.02.2017